Gebärden und Piktogramme in Kita und Frühförderung erfolgreich nutzen
Gebärden: Leipzig (Präsenz): Do. 15.10.2026, 09:30 - 16:00 Uhr - Fr. 16.10.2026, 09:30 - 16:00 Uhr (14UE)
Kinder kommunizieren bereits nonverbal bevor sie sprechen können: Sie teilen sich „mit Händen und Füßen“ und mit ihrer Mimik mit. Dieses natürliche Verhalten können Sie als Fachperson durch Gebärden verstärken und damit Kindern den Weg zur Lautsprache erleichtern. Lautsprachunterstützende Gebärden (LUG) und Piktogramme können in Kita und Frühförderung effektiv genutzt werden. Inklusion ist dabei ein wichtiger Aspekt: Durch den Einsatz von Gebärden und Piktogrammen werden alle Kinder, unabhängig von ihrer sprachlichen oder entwicklungsbezogenen Ausgangslage, in ihrer Kommunikation unterstützt. Besonders hilfreich sind Gebärden und Piktogramme für: mehrsprachige Kinder Kinder mit einer Sprachentwicklungsverzögerung oder -störung Kinder mit einer globalen Entwicklungsstörung, z. B. genetisches Syndrom So können sich die Kinder frühzeitig und erfolgreich ausdrücken und besser an ihrem Alltag teilhaben. In diesem Seminar lernen Sie lautsprachunterstützende Gebärden und Piktogramme kennen, um die alltägliche Kommunikation mit Babys, Kleinkindern und Kindergartenkindern inklusiv zu gestalten. Sie lernen die Grundlagen und verschiedene Systeme kennen, sowie Methoden zur Einführung der LUG. Was lernen Sie in dieser Fortbildung? Basiswissen zur gebärdenunterstützten Kommunikation Überblick über Gebärden-Systeme (z.B. Deutsche Gebärdensprache und Gebärdenunterstützte Kommunikation -GuK von Etta Wilken) Erster Grundwortschatz an Gebärden Methoden der Einführung von Gebärden Einsatz von Metacom-Symbolen, Fotos und Bildern zur Visualisierung Kombination von Bildsymbolen und Gebärden Literatur: Buschmann, A. & Dittmann, F. (2021). Lautsprachunterstützende Gebärden (LUG): Elterninformation. Sprache-Stimme-Gehör 2021 (45), 103-104 Das Seminar ist Teil der Zertifizierungskurse: Fachkraft/Multiplikator*in für alltagsintegrierte Sprachbildung und Sprachförderung in der KitaFachkraft für frühkindliche Bildung und Förderung für Kinder unter drei JahrenFachkraft für Inklusionspädagogik im Früh- und Elementarbereich Referent*in: Brigitte Degitz; Dr. Falko DittmannZielgruppe: Pädagogische Fachkräfte aus Krippe, Kindergarten und Frühförderung, Fachpersonen aus der Heilpädagogik, Ergotherapie und Sprachtherapie Kursort (Heidelberg): ZEL Heidelberg, Kaiserstr. 36, 69115 HeidelbergKursort (Leipzig): IKOME Dr. Barth GmbH & Co. KG, Hohe Str. 11, 04107 LeipzigAnreise: die Fortbildung findet zentral in Leipzig (Nähe Bayrischer Bf) statt und ist gut mit der S-Bahn (Haltestelle Bayrischer Bf) oder dem Auto (B+B Parkplatz Beethovenstraße 11 oder Sternwartenstraße 35) zu erreichen.

280,00 €
Late Talker
Late Talker: Online: Di. 06.10.2026, 09.30 - 16.00 Uhr (7 UE)
Als „Late Talker“ bezeichnet man Kinder, die deutlich später anfangen zu sprechen als andere, obwohl sie ansonsten altersgerecht erscheinen. Genau diese Kinder wecken seit einigen Jahren unser besonderes Interesse. Es stellt sich bei jedem Kind erneut die Frage: Sollen wir abwarten oder nicht? Ziel des Seminars ist es, Ihnen einen wissenschaftlich fundierten und praxisnahen Überblick über das Erscheinungsbild der „Late Talker“ zu geben. Möglichkeiten zur Früherkennung und -förderung dieser Kinder werden dargestellt. Fallbeispiele aus der täglichen Praxis des ZEL werden zur Illustration eingesetzt. Welche Kompetenzen erwerben Sie in dieser Fortbildung? Kenntnisse über die Ursachen von Verzögerungen in der Sprachentwicklung Wissen über die weitere Entwicklung und Prognose von Late Talker Kenntnisse über Möglichkeiten der Früherkennung und Anlaufstellen für Diagnostik Kenntnis über wirksame Förderansätze Das Seminar ist Teil der Zertifizierungskurse: Fachkraft/Multiplikator*in für alltagsintegrierte Sprachbildung und Sprachförderung in der Kita Fachkraft für frühkindliche Bildung und Förderung für Kinder unter drei Jahren Fachkraft für Inklusionspädagogik im Früh- und Elementarbereich   Referent*in: Dr. Falko DittmannZielgruppe: Fachpersonen aus Krippe, Tagespflege, Kita und Frühförderung sowie Ärzt*innen

175,00 €
„Entwicklung rund um den Mund“ - Bedeutung und Förderung der Mundmotorik
Mundmotorik: Online: Mi. 07.10.2026, 14.30 - 18.30 Uhr (5 UE)
Das gesunde Zusammenwirken von Mundmotorik, Nasenatmung und Gehör spielt vom ersten Lebenstag an eine wichtige Rolle für die sprachliche und körperliche Entwicklung. Saug- und Lutschgewohnheiten sowie ständig wiederkehrende Erkältungen wirken hier ungünstig ein, wenn nicht achtsam gegengesteuert wird. In diesem Seminar lernen Fachkräfte die  Bedeutung von Mund, Nase und Ohr für die (früh-) kindliche Entwicklung kennen,  vertiefen ihr Wissen, um Fehlentwicklungen frühzeitig erkennen zu können und erarbeiten gemeinsam Handlungsmöglichkeiten für die Förderung und Elternarbeit. Es wird thematisiert, wie Fachkräfte in der Kita sowohl die Eltern als auch die Kinder verständnisvoll unterstützen können, um ungünstiges Verhalten abzubauen (z. B. Schnullerentwöhnung) und eine gesunde Entwicklung rund um den Mund zu fördern. Die Entstehung einer schwachen Mundmuskulatur (fachsprachlich „Myofunktionelle Störungen“) beginnt im Säuglings- und Kleinkindalter. In dieser Zeit kann durch einfache Maßnahmen entgegengewirkt werden, wenn die Bezugspersonen über die Zusammenhänge der Mundfunktionen Bescheid wissen und eine Fehlentwicklung früh erkennen.  Neben einer genetischen Veranlagung ist die Mundmuskulatur nämlich von äußeren Einflussfaktoren wie z. B. Ernährungsweise oder Schnullergebrauch abhängig.  Unbehandelt verursacht eine schwach ausgeprägte Mundmuskulatur Zahn- und Kieferfehlstellungen sowie Sprechstörungen. Ein stets offener Mund führt zu häufigen Infekten, welche die Sprachentwicklung ungünstig beeinflussen können. Denn häufig ist die Belüftung des Mittelohres beeinträchtigt, was zu Schallleitungsstörungen führt, so dass die Kinder phasenweise schlechter hören. Welche Kompetenzen erwerben Sie in dieser Fortbildung?Grundlagenwissen zu Aufbau, Funktion und Zusammenarbeit von Mund, Nase und OhrErkennen der Schlüsselfunktion von Mundschluss und NasenatmungEinordnen der kurz- mittel- und langfristigen Auswirkungen von mangelndem Mundschluss und Mundatmung Wertschätzende Beratung zu Nutzen und Schaden des Schnullergebrauchs und Begleitung bei der EntwöhnungEinschätzen, welche alltäglichen Tätigkeiten und Kita-Spiele förderlich oder ungünstig für die Entwicklung von Mundschluss und Nasenatmung sind Referent*in: Stefanie ZilligZielgruppe: Fachpersonen aus Krippe, Tagespflege und Kita sowie Ärzt*innen

95,00 €
Hochbegabung im Kindesalter
Hochbegabung im Kindesalter: Online: Fr. 09.10.2026, 09.30 - 16.00 Uhr (7 UE)
Das Seminar gibt einen Überblick über das Thema Hochbegabung im Kindergarten- und Grundschulalter. Aktuelle Erkenntnisse zu Definition, Diagnose und Intervention werden praxisnah vorgestellt. Hierbei wird besonders auf die frühzeitige Identifikation hochbegabter Kinder und entsprechende Fördermöglichkeiten eingegangen. Anhand verschiedener Fallbeispiele werden Beratungsoptionen vorgestellt. Im Seminar erhalten Sie auf folgende Fragen Antwort: Was ist Hochbegabung und wie kann Hochbegabung erkannt und getestet werden? Entwickeln sich hochbegabte Kinder anders? Wie können Kinder mit Hochbegabung in Kindergarten und Schule gefördert werden? Wie kann Verhaltens- und Schulproblemen vorgebeugt werden? Welche Kompetenzen erwerben Sie in dieser Fortbildung? Grundwissen zu Hochbegabung und theoretischen Modellen Überblick über wichtige Aspekte, die bei der Diagnostik zu beachten sind Kenntnis über Intelligenztests Möglichkeiten der Förderung von hochbegabten Kindern (v. a. Enrichment und Akzeleration) Umgang mit Underachievern   Referent*in: Dr. Thomas DreisörnerZielgruppe: Fachpersonen aus den Bereichen Lern-, Ergo- und Sprachtherapie, Psychologie, Kinder- und Jugendlichenpychotherapie, Psychiatrie, Früh-, Heil- und Sonderpädagogik sowie Interessierte aus Kindergarten und Grundschule

175,00 €
Kinder stärken, Krisen bewältigen – Resilienzförderung in der Kita
Vortrag: Kinder stärken, Krisen bewältigen – Resilienzförderung in der Kita: Online: Mo., 12.10.2026 - 16:00 - 17:30 Uhr (2 UE)
Resilienz beschreibt die Fähigkeit, mit belastenden Lebenssituationen konstruktiv umzugehen, Krisen zu bewältigen und gestärkt aus schwierigen Erfahrungen hervorzugehen. Besonders Kinder sind in herausfordernden Zeiten häufig starken Belastungen ausgesetzt. Während manche Kinder unter schwierigen Lebensbedingungen leiden, gelingt es anderen erstaunlich gut, diese zu bewältigen und daran zu wachsen. Der Vortrag vermittelt grundlegendes Wissen darüber, welche Faktoren die psychische Widerstandskraft von Kindern beeinflussen und wie resilienzfördernde Prozesse von pädagogischen Fachkräften unterstützt werden können. Gleichzeitig richtet sich der Blick auch auf die eigenen Ressourcen der Fachkräfte und die Bedeutung von Selbstfürsorge im pädagogischen Alltag. Referentin:  Laura RösslerZielgruppe: Fachpersonen aus Krippe, Kita, Kindertagespflege, Heilpädagogik, Soziale Arbeit & Frühförderung

55,00 €
Aufbaumodul: HIT Emotionen
Aufbaumodul: HIT Emotionen: Online: Mi. 14.10.2026, 09.00 - 13.30 Uhr • Di. 10.11.2026, 09.00 - 13.30 Uhr • Mo. 14.12.2026, 09.00 - 13.30 Uhr (15 UE)
„Ich geh weg! Du bist doof!“ – ruft Selma mit Tränen in den Augen, während sie ihre Bauecke verlässt. Neben ihr steht Ely – stumm, mit gesenktem Blick und rotem Kopf. Zwei Kinder, zwei Gefühlsausbrüche – aber keine Worte, die wirklich erklären, was los ist. Im Kita-Alltag zeigt sich oft: Es gibt Kinder, denen es schwerfällt, ihre Gefühle in Worte zu fassen. Sie reagieren stattdessen mit Rückzug oder impulsivem Verhalten bis hin zur Wut. Besonders Kinder mit sprachlichen Schwierigkeiten und Sprachentwicklungsstörungen weisen Defizite in ihrer emotionalen Entwicklung bis hin zu Verhaltensauffälligkeiten auf. Diese Kinder benötigen insbesondere eine feinfühlige Begleitung und gezielte Unterstützung in ihrer emotionalen Entwicklung. An drei aufeinander aufbauenden Fortbildungstagen erfahren Sie, wie die emotionale und die sprachliche Entwicklung miteinander verwoben sind und weshalb Kinder mit Sprachentwicklungsstörungen oft Auffälligkeiten in ihrer emotionalen und Verhaltensentwicklung zeigen. Sie lernen praxisnahe Methoden und Strategien kennen, um die emotionalen Kompetenzen der Kinder im Kita-Alltag zu stärken. Wir nehmen dabei besonders Kinder mit sprachlichen Schwierigkeiten in den Blick und Sie erfahren, wie Sie gerade diese Kinder fördern können. Das Aufbaumodul HIT Emotionen basiert auf den erfolgreichen und bewährten Methoden des Heidelberger Interaktionstrainings: Reflexion des eigenen Interaktionsverhaltens, Videosupervision und kollegialer Austausch. Im Fokus steht nun die feinfühlige Begleitung von Alltagssituationen, die Kinder emotional herausfordern und somit auch große Lernchancen bieten. Was Sie in dieser Fortbildung lernen: Wissen über den Ablauf der emotionalen Entwicklung inkl. der Fähigkeiten zur Selbstregulation Kenntnisse zur Bedeutung von sprachlichen Fähigkeiten für den Umgang mit Emotionen Kenntnisse über den Zusammenhang von Sprachentwicklungsstörungen und Auffälligkeiten im Verhalten und der Emotionen und aktuelle Daten Kennenlernen von Strategien zur Unterstützung der Kinder in ihrer emotionalen Selbstregulation Kennenlernen von Methoden und Materialien zum Aufbau eines Emotionswortschatzes Inhaltliche Überschneidungen gibt es zu dem Seminar „Gefühle und Emotionen – Kinder lernen sich auszudrücken“. Voraussetzung für die Teilnahme ist der vorherige Besuch des Heidelberger Interaktionstrainings (Kiga oder Krippe).Referent*in: Carmen HuckZielgruppe: Absolvent*innen des Heidelberger Interaktionstrainings Das Aufbaumodul kann auch als Inhouse-Seminar für Teams gebucht werden, die das Heidelberger Interaktionstraining durchlaufen haben.

225,00 €
Entwicklungsdiagnostik mit den Bayley-4-Skalen
Entwicklungsdiagnostik mit den Bayley-4 Skalen: Online: Fr. 16.10.2026, 09.00 - 16.00 Uhr (8 UE)
Arbeiten Sie mit Kindern in der Frühförderung, in sozialpädiatrischen Zentren oder in der Entwicklungsdiagnostik? Möchten Sie Ihre Kenntnisse der Bayley Skalen auffrischen oder sich gezielt auf die neue Version Bayley 4 (2025) vorbereiten? In diesem eintägigen Seminar erleichtern wir Ihnen die praktische Arbeit mit den Bayley Skalen. Nach einem kurzen Überblick über die Entstehungsgeschichte der Bayley Scales of Infant Development liegt der Schwerpunkt auf dem Erlernen und Üben der konkreten Durchführung, Protokollierung und Bewertung. Die Regeln und Besonderheiten der neuen Version Bayley 4 werden gemeinsam erarbeitet. Ein umfangreiches Folienskript wird gestellt.Was lernen Sie in der Fortbildung?Struktur, Durchführungs- und Auswertungsregeln der Bayley 4 SkalenPraktische Übungen zur Durchführung und ProtokollierungAuswertung und Interpretation der ErgebnisseBesonderheiten und Neuerungen der Version Bayley 4 (2025)Raum für Diskussion und Fragen aus dem Praxisalltag LiteraturN. Bayley & G. Aylward. (2025). Bayley 4. Deutsche Fassung in Zusammenarbeit mit G. Reuner, J. Rosenkranz, L. Visser. Frankfurt: Pearson. VoraussetzungenFundierte Kenntnisse der normalen frühkindlichen Entwicklung sowie Erfahrung in psychometrischer Diagnostik sind wünschenswert.Referentin: Prof. Dr. Gitta ReunerZielgruppe: Sozialpädiatrische Zentren, Frühförderung, Psychologie, Ärzt*innen aus Kinder- und Jugendmedizin, Beratungsstellen, Sonderpädagogik und Interessierte angrenzender Fachgebiete

185,00 €
Sprachbeobachtung in Krippe und Kindergarten: Grundlagenseminar
Sprachbeobachtung Grundlagen: Präsenz: Mo. 19.10.2026, 09.00 - 16.00 Uhr • Di. 20.10.2026, 09.00 - 16.00 Uhr (16 UE)
In diesem Seminar erwerben Sie zentrale theoretische Grundlagen und erste praktische Kompetenzen zur systematischen Beobachtung, Dokumentation und Beurteilung der sprachlichen Entwicklungsprozesse bei Kindern im Alter von null bis sechs Jahren. Die Teilnehmer*innen erhalten einen Überblick über methodische Herangehensweisen sowie über verschiedene Beobachtungsverfahren (u. a. sismik, seldak, liseb, BaSik) mit dem Ziel, die kindliche Sprachentwicklung kompetent zu begleiten. Im Seminar erarbeiten die Teilnehmer*innen Basiswissen zur Beobachtung und zu typischen Beobachtungsfehlern, die die Wahrnehmung und Einschätzung sprachlicher Fähigkeiten beeinflussen. Kriterien für die Qualität einer Beobachtung werden erarbeitet und unterschiedliche Herangehensweisen vorgestellt: Dokumentation der Spontansprache, Einsatz strukturierter Beobachtungsverfahren und Screenings, Abgrenzung gegenüber Testverfahren mit dem Ziel einer Diagnostik. Es werden praktische Übungen zur Beobachtung der Spontansprache durchgeführt. Welche Kompetenzen erwerben Sie in diesem Seminar? Grundlagen zur Beobachtung und Dokumentation von (Spontan-)Sprache Überblickswissen über Methoden und Verfahren der Sprachbeobachtung entscheiden können, welches Verfahren für die eigene Praxis geeignet ist Das Seminar ist Teil der Zertifizierungskurse: Fachkraft/Multiplikator*in für alltagsintegrierte Sprachbildung und Sprachförderung in der Kita Fachkraft für Inklusionspädagogik im Früh- und Elementarbereich   Referent*in: Brigitte DegitzZielgruppe: Pädagogische Fachkräfte aus Krippe, Kindergarten und Tagespflege, Fachberatungen und Sprachexpert*innen

290,00 €
Frühgeborene Kinder
Frühgeborene Kinder: Online: Mi. 21.10.2026, 09.30 - 16.00 Uhr (7 UE)
Fast jedes zehnte Kind kommt als Frühgeborenes zur Welt, jedes hundertste sogar als Extrem-Frühgeborenes mit einem Geburtsgewicht unter 1000 Gramm. Dank der modernen Medizin haben Frühgeborene heute immer bessere Überlebens- und Entwicklungschancen. Das Risiko für spätere Besonderheiten oder sogar Störungen in der Entwicklung ist bei diesen Kindern aber deutlich erhöht. Insbesondere die Aufmerksamkeit und die Selbstregulation sind kritische Entwicklungsbereiche, die bei Frühgeborenen von Anfang an gut beobachtet werden sollten. Das Seminar gibt einen umfassenden Überblick aus medizinischer und psychologischer Sicht: Hintergrundwissen zu Ursachen, Akutbehandlung und Komplikationen Belastung für Eltern und Geschwisterkinder Besonderheiten in der Entwicklung (Motorik, Kognition, Verhalten) Entwicklungsrisiken erkennen häufig übersehene Risiken von „spät“ frühgeborenen Kindern (32.-36. Woche) Möglichkeiten der Entwicklungsförderung (Schwerpunkt Selbstregulation und Aufmerksamkeit) Das Seminar ist Teil der Zertifizierungskurse: Fachkraft für frühkindliche Bildung und Förderung für Kinder unter drei Jahren Fachkraft für Inklusionspädagogik im Früh- und Elementarbereich   Referent*innen: Dr. Cornelia BußmannZielgruppe: Pädagogische Fachkräfte aus Krippe, Tagespflege, Kindergarten und Schule, Hebammen sowie Fachkräfte aus der Frühförderung, Heilpädagogik, Ergotherapie, Sozialpädagogik und Psychologie

175,00 €
ADHS-Fortbildung: Diagnostik und Intervention bei Kindern und Jugendlichen
ADHS: Online: Fr. 23.10.2026, 09.30 - 16.00 Uhr (7 UE)
ADHS ist eine der häufigsten psychischen Störungen im Kindes- und Jugendalter. In Ihrer täglichen Arbeit begegnen Sie immer wieder Kindern und Jugendlichen, die durch Unaufmerksamkeit, Hyperaktivität oder Impulsivität auffallen. Diese Verhaltensweisen führen oft zu Fragen wie: Wann handelt es sich um normale Entwicklungsphasen und wann um ADHS? Was muss bei einer fundierten Diagnostik beachtet werden? Welche Interventionen sind in welchem Alter am wirksamsten? Wann ist der Einsatz von Medikation sinnvoll? In diesem Seminar lernen Sie die aktuellen diagnostischen Kriterien kennen und erfahren, wie sich die Symptomatik vom Kindergarten bis ins Jugendalter verändert. Anhand praxisnaher Fallbeispiele werden Ihnen wirksame Interventionsmöglichkeiten für verschiedene Altersgruppen vorgestellt. Eine eigene Einheit widmet sich der altersangepassten Medikation bei ADHS. Videos, Kleingruppenarbeiten und Diskussionen ermöglichen Ihnen einen lebendigen Austausch mit anderen Fachkräften. Welche Kompetenzen erwerben Sie in dieser Fortbildung? Fundiertes Grundwissen zu Störungsbild und Verlauf von der frühen Kindheit bis ins Jugendalter Sicherheit in der altersgerechten Diagnostik und differenzialdiagnostischen Abgrenzung Überblick über wirksame, entwicklungsangepasste Behandlungsansätze (v. a. verhaltenstherapeutisch) Verständnis für altersspezifische Herausforderungen in Kindergarten, Schule und Adoleszenz Kenntnisse über die Veränderung der ADHS-Symptomatik im Entwicklungsverlauf Handlungssicherheit bei Entscheidungen zum Medikamenteneinsatz in verschiedenen Altersgruppen Strategien für die erfolgreiche Zusammenarbeit mit Familien, Schulen und anderen Institutionen Wissen über die Bedeutung von ADHS im Erwachsenenalter und langfristige Perspektiven Das Seminar ist Teil des Zertifizierungskurses Fachkraft für Inklusionspädagogik im Früh- und Elementarbereich Referent*in: Dr. Thomas Dreisörner Zielgruppe: Fachpersonen aus den Bereichen Lern-, Ergo- und Sprachtherapie, Psychologie, Psychiatrie, (Früh-, Heil-, Sonder-) Pädagogik, Ärzt*innen sowie Interessierte aus den Bereichen Kindergarten und Grundschule

175,00 €
Kinder mit Sprachverständnisstörungen erkennen und unterstützen
Kinder mit Sprachverständnisstörungen erkennen und unterstützen: Online: Mo. 26.10.2026 - 09:30 - 16:00 Uhr (7UE)
Wenn ein Kind nicht richtig spricht, wird dies meistens rasch bemerkt. Aber wenn ein Kind Sprache nicht richtig versteht, bleibt dies oft unbemerkt. Nicht selten wird ein „falsches“ Verhalten als böswillig oder provozierend interpretiert. Oder es wird vermutet, dass das Kind nicht richtig zuhört, beispielsweise im Morgenkreis oder beim Buchanschauen. Es gibt jedoch Kinder, die können genauso gut denken und hören wie andere Kinder, aber sie verstehen Sprache nicht altersentsprechend. Dies ist häufig im Rahmen einer Sprachentwicklungsstörung der Fall und wird als Sprachverständnisstörung bezeichnet.In diesem Seminar wird folgenden Fragen nachgegangen: Woran erkenne ich, dass ein Kind Schwierigkeiten hat, Sprache zu verstehen? Welche Folgen hat eine Sprachverständnisstörung für die weitere Entwicklung des Kindes? Wie können betroffene Kinder effektiv unterstützt werden?Welche Kompetenzen erwerben Sie in dieser Fortbildung?Ursachen und Erscheinungsbild von SprachverständnisstörungenErkennen betroffener Kinder im pädagogischen AlltagAuswirkungen einer Sprachverständnisstörung auf andere EntwicklungsbereichePraktische Maßnahmen und Ansätze zur gezielten Förderung des Sprachverständnisses im Einzelkontakt und in der GruppeReflexion und Analyse des eigenen pädagogischen HandelnsReferent: Dr. Falko DittmannZielgruppe: Fachpersonen aus Krippe, Heilpädagogik, Frühförderung, Tagespflege und Kindergarten

175,00 €
Kinder mit Sprachentwicklungsstörungen im Vorschul- und Schulalter erkennen und unterstützen
Kinder mit Sprachentwicklungsstörung im Vorschul- und Schulalter: Online: Di. 27.10.2026, 09.30 - 16.00 Uhr (7 UE)
Fünf bis acht Prozent der Kinder weisen Auffälligkeiten in ihrer Sprachentwicklung bei ansonsten altersentsprechender Allgemeinentwicklung auf. Diese sog. Sprachentwicklungsstörungen (SES) bestehen mitunter bis ins Vorschul- bzw. Grundschulalter. In dieser Fortbildung wird das Erscheinungsbild einer SES ausführlich vorgestellt und deren verschiedenen Facetten (Auffälligkeiten im Wortschatz, in der Grammatik, in der Aussprache, im Sprachverstehen) anhand von Fallbeispielen ein- und mehrsprachig aufwachsender Kinder näher beleuchtet. Das Zusammenspiel verschiedener ursächlicher Faktoren wird betrachtet und die Auswirkungen auf schulisches Lernen erläutert. Sie lernen effektive Unterstützungsmöglichkeiten kennen, die in der Kita und in der Schule genutzt und auch Eltern empfohlen werden können. Welche Kompetenzen erwerben Sie in dieser Fortbildung? Überblick über die Erscheinungsform einer Sprachentwicklungsstörung Verständnis für die sprachlichen und emotionalen Probleme betroffener Kinder Sicherheit in der Unterstützung der Kinder im Kita- und Schulalltag Fach- und Handlungswissen zur Beratung von Eltern, um ihnen Handlungsempfehlungen geben zu können Das Seminar ist Teil der Zertifizierungskurse:  Sprach-, Sprech-, Kommunikationsstörungen bei Kindern/Jugendlichen Fachkraft/Multiplikator*in für alltagsintegrierten Spracherwerb und Sprachbildung in der Kita Fachkraft für Inklusionspädagogik im Früh- und Elementarbereich   Referent: Falko DittmannFachpersonen, die mit Kindern im Schulalter arbeiten (u. a. Lehrkräfte aus Grund- und weiterführenden Schulen, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie, Psychologie, Kindergarten, Sonderpädagogik, Heilpädagogik) Veranstaltungsort: Online via Zoom

175,00 €
Die Jüngsten im Kita-Alltag begleiten: Interaktion mit Kindern unter drei Jahren
Die Jüngsten im Kita-Alltag begleiten: Präsenz: Di. 27.10.2026, 09.30 - 15.00 Uhr • Mi. 28.10.2026, 09.30 - 13.00 Uhr (14 UE)
Der Kita-Alltag ist für die Jüngsten ein spannendes Abenteuer mit vielen herausfordernden Situationen. Um diesen zu meisten, brauchen Unter-Dreijährige Fachkräfte, die sie dabei feinfühlig und entwicklungsförderlich begleiten. Welche Methoden können Fachkräfte ganz praktisch in der Beziehungsgestaltung einsetzen? Wie können Sie den Tagesablauf in Krippe und Kindertagespflege entwicklungsförderlich gestalten? Am ersten Seminartag erhalten Sie Grundlagenwissen zu den kindlichen Bedürfnissen. Daran anknüpfend erarbeiten wir resultierenden Anforderungen an die Fachkraft-Kind-Interaktion. Sie lernen Interaktionsstrategien kennen, wie der Einsatz musikalischer und sprachlicher Elemente oder Rituale. Der zweite Seminartag startet mit einem Überblick über die häufigsten von Übergängen im Tagesablauf (Mikrotransitionen) im Kita-Alltag und die Auswirkungen einer fehlenden feinfühligen Begleitung der Kinder. An Praxisbeispielen (z. B. vom Anziehen zum Draußenspielen) lernen Sie Methoden zur responsiven Gestaltung von Mikrotransitionen. Auf dieser Grundlage analysieren und reflektieren Sie systematisch die eigene Praxis der Übergangsgestaltung Was lernen Sie in dieser Fortbildung? Grundlagenwissen zur Funktion und Entwicklung von Bindung / bindungsähnlichen Beziehungen Überblick zu den Bedürfnissen von Kindern unter drei Jahren Strategien einer responsiven Interaktionsgestaltung Basiswissen zu den verschiedenen Arten von Mikrotransitionen Methoden zur Gestaltung von Übergängen im Tagesablauf Methoden zur Analyse und Reflexion der Übergangsgestaltung in der eigenen Praxis Das Seminar ist Teil der zertifizierten Weiterbildungen: Fachkraft für frühkindliche Bildung und Förderung für Kinder unter drei Jahren Referentinnen: Carmen Huck , Brigitte DegitzZielgruppe: Fachpersonen aus Krippe und Tagespflege sowie Interessierte

290,00 €
Autismus-Spektrum-Störungen in den ersten Lebensjahren
Vortrag: Autismus-Spektrum-Störung in den ersten Lebensjahren: Online: Di., 27.10.2026 - 16:00 - 17:30 Uhr (2 UE)
Autismus-Spektrum-Störungen–ASS (nach ICD-10: „Tiefgreifenden Entwicklungsstörungen – TE“) sind durch eine lebenslang persistierende soziale Kommunikationsstörung charakterisiert. Kinder mit ASS haben mehr oder weniger große Schwierigkeiten, sozial bedeutsame Zusammenhänge zu verstehen und das eigene Verhalten darauf abzustimmen. Der Beginn von ASS bzw. das Auftreten der ersten Symptome geschieht oft sukzessive innerhalb eines relativ langen Zeitraums zwischen dem 12. und 36. Lebensmonat und ist durch eine Störung vor allem der Entwicklung sozio-kommunikativer Kompetenzen gekennzeichnet). Prospektive Studien legen nahe, dass im Alter von 6 Monaten noch keine Beeinträchtigungen in den meisten kommunikativen Verhaltensweisen beobachtbar sind, im Alter von 12 Monaten unterscheiden sich jedoch bereits viele (aber nicht alle) Säuglinge, bei denen später eine ASS diagnostiziert wird, von typisch entwickelten Babys durch eine Reihe von sozial-kommunikativen Fähigkeiten, einschließlich Beeinträchtigungen im nonverbalen sozialen Verhalten, in den sozialen Beziehungen und der sozio-emotionalen Wechselseitigkeit.  Trotz der Definition als neurobiologische Entwicklungsstörung sind es derzeit vor allem pädagogische und psychologische Interventionskonzepte (ggf. mit medikamentöser Begleitung), die die Grundlage der Therapie bei ASS bilden, sowohl in Bezug auf die Kernsymptomatik als auch die Komorbiditäten betreffend.  Eine komplette „Heilung“ der autistischen Kernsymptomatik ist nicht zu erwarten. Jedoch können über die Zeit deutliche Steigerungen der Lebensqualität und des allgemeinen Funktionsniveaus erreicht und die gesellschaftliche Integration und Selbstständigkeit signifikant verbessert werden, insbesondere bei frühzeitiger Diagnose und Intervention.  In diesem Vortrag wird daher neben Besonderheiten der Symptomatik im frühen Kindesalter auch auf Möglichkeit der Früherkennung und Frühintervention gezielt eingegangen.  Referentin: Prof. Dr. Luise PoustkaZielgruppe: Fachpersonen aus Krippe, Kita, Kindertagespflege, Heilpädagogik, Soziale Arbeit & Frühförderung

55,00 €