Das Seminar gibt einen Überblick über das Thema Hochbegabung im Kindergarten- und Grundschulalter. Aktuelle Erkenntnisse zu Definition, Diagnose und Intervention werden praxisnah vorgestellt. Hierbei wird besonders auf die frühzeitige Identifikation hochbegabter Kinder und entsprechende Fördermöglichkeiten eingegangen. Anhand verschiedener Fallbeispiele werden Beratungsoptionen vorgestellt.
Im Seminar erhalten Sie auf folgende Fragen Antwort:
Was ist Hochbegabung und wie kann Hochbegabung erkannt und getestet werden?
Entwickeln sich hochbegabte Kinder anders?
Wie können Kinder mit Hochbegabung in Kindergarten und Schule gefördert werden?
Wie kann Verhaltens- und Schulproblemen vorgebeugt werden?
Welche Kompetenzen erwerben Sie in dieser Fortbildung?
Grundwissen zu Hochbegabung und theoretischen Modellen
Überblick über wichtige Aspekte, die bei der Diagnostik zu beachten sind
Kenntnis über Intelligenztests
Möglichkeiten der Förderung von hochbegabten Kindern (v. a. Enrichment und Akzeleration)
Umgang mit Underachievern
Referent*in: Dr. Thomas DreisörnerZielgruppe: Fachpersonen aus den Bereichen Lern-, Ergo- und Sprachtherapie, Psychologie, Kinder- und Jugendlichenpychotherapie, Psychiatrie, Früh-, Heil- und Sonderpädagogik sowie Interessierte aus Kindergarten und Grundschule
Entwicklungsdiagnostik mit den Bayley-4 Skalen:
Online: Fr. 16.10.2026, 09.00 - 16.00 Uhr (8 UE)
Arbeiten Sie mit Kindern in der Frühförderung, in sozialpädiatrischen Zentren oder in der Entwicklungsdiagnostik? Möchten Sie Ihre Kenntnisse der Bayley Skalen auffrischen oder sich gezielt auf die neue Version Bayley 4 (2025) vorbereiten? In diesem eintägigen Seminar erleichtern wir Ihnen die praktische Arbeit mit den Bayley Skalen. Nach einem kurzen Überblick über die Entstehungsgeschichte der Bayley Scales of Infant Development liegt der Schwerpunkt auf dem Erlernen und Üben der konkreten Durchführung, Protokollierung und Bewertung. Die Regeln und Besonderheiten der neuen Version Bayley 4 werden gemeinsam erarbeitet. Ein umfangreiches Folienskript wird gestellt.Was lernen Sie in der Fortbildung?Struktur, Durchführungs- und Auswertungsregeln der Bayley 4 SkalenPraktische Übungen zur Durchführung und ProtokollierungAuswertung und Interpretation der ErgebnisseBesonderheiten und Neuerungen der Version Bayley 4 (2025)Raum für Diskussion und Fragen aus dem Praxisalltag
LiteraturN. Bayley & G. Aylward. (2025). Bayley 4.
Deutsche Fassung in Zusammenarbeit mit G. Reuner, J. Rosenkranz, L.
Visser. Frankfurt: Pearson.
VoraussetzungenFundierte Kenntnisse der normalen frühkindlichen Entwicklung sowie Erfahrung in psychometrischer Diagnostik sind wünschenswert.Referentin: Prof. Dr. Gitta ReunerZielgruppe: Sozialpädiatrische Zentren, Frühförderung, Psychologie, Ärzt*innen aus Kinder- und Jugendmedizin, Beratungsstellen, Sonderpädagogik und Interessierte angrenzender Fachgebiete
Fast jedes zehnte Kind kommt als Frühgeborenes zur Welt, jedes hundertste sogar als Extrem-Frühgeborenes mit einem Geburtsgewicht unter 1000 Gramm. Dank der modernen Medizin haben Frühgeborene heute immer bessere Überlebens- und Entwicklungschancen. Das Risiko für spätere Besonderheiten oder sogar Störungen in der Entwicklung ist bei diesen Kindern aber deutlich erhöht. Insbesondere die Aufmerksamkeit und die Selbstregulation sind kritische Entwicklungsbereiche, die bei Frühgeborenen von Anfang an gut beobachtet werden sollten.
Das Seminar gibt einen umfassenden Überblick aus medizinischer und psychologischer Sicht:
Hintergrundwissen zu Ursachen, Akutbehandlung und Komplikationen
Belastung für Eltern und Geschwisterkinder
Besonderheiten in der Entwicklung (Motorik, Kognition, Verhalten)
Entwicklungsrisiken erkennen
häufig übersehene Risiken von „spät“ frühgeborenen Kindern (32.-36. Woche)
Möglichkeiten der Entwicklungsförderung (Schwerpunkt Selbstregulation und Aufmerksamkeit)
Das Seminar ist Teil der
Zertifizierungskurse:
Fachkraft für frühkindliche Bildung und Förderung für Kinder unter drei Jahren
Fachkraft für Inklusionspädagogik im Früh- und Elementarbereich
Hinweis für Ärzt*innen: Dieses Seminar wurde von der Landesärztekammer Baden-Württemberg mit Fortbildungspunkten akkreditiert.
Referent*innen: Dr. Cornelia BußmannZielgruppe: Pädagogische Fachkräfte aus Krippe, Tagespflege, Kindergarten und Schule, Hebammen sowie Fachkräfte aus der Frühförderung, Heilpädagogik, Ergotherapie, Sozialpädagogik und Psychologie
ADHS ist eine der häufigsten psychischen Störungen im Kindes- und Jugendalter. In Ihrer täglichen Arbeit begegnen Sie immer wieder Kindern und Jugendlichen, die durch Unaufmerksamkeit, Hyperaktivität oder Impulsivität auffallen. Diese Verhaltensweisen führen oft zu Fragen wie: Wann handelt es sich um normale Entwicklungsphasen und wann um ADHS? Was muss bei einer fundierten Diagnostik beachtet werden? Welche Interventionen sind in welchem Alter am wirksamsten? Wann ist der Einsatz von Medikation sinnvoll? In diesem Seminar lernen Sie die aktuellen diagnostischen Kriterien kennen und erfahren, wie sich die Symptomatik vom Kindergarten bis ins Jugendalter verändert. Anhand praxisnaher Fallbeispiele werden Ihnen wirksame Interventionsmöglichkeiten für verschiedene Altersgruppen vorgestellt. Eine eigene Einheit widmet sich der altersangepassten Medikation bei ADHS. Videos, Kleingruppenarbeiten und Diskussionen ermöglichen Ihnen einen lebendigen Austausch mit anderen Fachkräften. Welche Kompetenzen erwerben Sie in dieser Fortbildung? Fundiertes Grundwissen zu Störungsbild und Verlauf von der frühen Kindheit bis ins Jugendalter Sicherheit in der altersgerechten Diagnostik und differenzialdiagnostischen Abgrenzung Überblick über wirksame, entwicklungsangepasste Behandlungsansätze (v. a. verhaltenstherapeutisch) Verständnis für altersspezifische Herausforderungen in Kindergarten, Schule und Adoleszenz Kenntnisse über die Veränderung der ADHS-Symptomatik im Entwicklungsverlauf Handlungssicherheit bei Entscheidungen zum Medikamenteneinsatz in verschiedenen Altersgruppen Strategien für die erfolgreiche Zusammenarbeit mit Familien, Schulen und anderen Institutionen Wissen über die Bedeutung von ADHS im Erwachsenenalter und langfristige Perspektiven Das Seminar ist Teil des Zertifizierungskurses Fachkraft für Inklusionspädagogik im Früh- und Elementarbereich
Referent*in: Dr. Thomas Dreisörner Zielgruppe: Fachpersonen aus den Bereichen Lern-, Ergo- und Sprachtherapie, Psychologie, Psychiatrie, (Früh-, Heil-, Sonder-) Pädagogik, Ärzt*innen sowie Interessierte aus den Bereichen Kindergarten und Grundschule
Kinder mit Sprachentwicklungsstörung im Vorschul- und Schulalter:
Online: Di. 27.10.2026, 09.30 - 16.00 Uhr (7 UE)
Fünf bis acht Prozent der Kinder weisen Auffälligkeiten in ihrer Sprachentwicklung bei ansonsten altersentsprechender Allgemeinentwicklung auf. Diese sog. Sprachentwicklungsstörungen (SES) bestehen mitunter bis ins Vorschul- bzw. Grundschulalter. In dieser Fortbildung wird das Erscheinungsbild einer SES ausführlich vorgestellt und deren verschiedenen Facetten (Auffälligkeiten im Wortschatz, in der Grammatik, in der Aussprache, im Sprachverstehen) anhand von Fallbeispielen ein- und mehrsprachig aufwachsender Kinder näher beleuchtet. Das Zusammenspiel verschiedener ursächlicher Faktoren wird betrachtet und die Auswirkungen auf schulisches Lernen erläutert. Sie lernen effektive Unterstützungsmöglichkeiten kennen, die in der Kita und in der Schule genutzt und auch Eltern empfohlen werden können.
Welche Kompetenzen erwerben Sie in dieser Fortbildung?
Überblick über die Erscheinungsform einer Sprachentwicklungsstörung
Verständnis für die sprachlichen und emotionalen Probleme betroffener Kinder
Sicherheit in der Unterstützung der Kinder im Kita- und Schulalltag
Fach- und Handlungswissen zur Beratung von Eltern, um ihnen Handlungsempfehlungen geben zu können
Das Seminar ist Teil der
Zertifizierungskurse:
Sprach-, Sprech-, Kommunikationsstörungen bei Kindern/Jugendlichen
Fachkraft/Multiplikator*in für alltagsintegrierten Spracherwerb und Sprachbildung in der Kita
Fachkraft für Inklusionspädagogik im Früh- und Elementarbereich
Referent: Falko DittmannFachpersonen, die mit Kindern im Schulalter arbeiten (u. a. Lehrkräfte aus Grund- und weiterführenden Schulen, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie, Psychologie, Kindergarten, Sonderpädagogik, Heilpädagogik)
Veranstaltungsort: Online via Zoom
Das eintägige Seminar bietet einen Überblick über häufig auftretende Verhaltensauffälligkeiten im Kindes- und Jugendalter wie ADHS, Störungen des Sozialverhaltens, Angst und Depression. Nach einem Überblick werden die Kennzeichen der genannten psychischen Erkrankungen erarbeitet und wie im pädagogischen Kontext damit umgegangen werden kann. Ein weiterer Fokus des Seminars liegt auf der Zusammenarbeit mit den Eltern. Denn manchmal fällt es diesen schwer, die Störung ihres Kindes anzuerkennen. Dies ist aber eine notwendige Voraussetzung, um weitere Hilfen für das Kind oder die Familie anzunehmen.
Die Fortbildung dient dazu, die Kompetenzen der Fachkräfte zu erweitern, aber auch ihr Bewusstsein für die Grenzen des pädagogischen und therapeutischen Handelns zu schärfen. Es werden Optionen aus dem Netzwerk des Gesundheitssystems und der Kinder- und Jugendhilfe vorgestellt, die zu weiterer Unterstützung herangezogen werden können. Insbesondere Lehrkräfte können in der Schule Kinder und Jugendliche sinnvoll unterstützen. Schule und Unterricht können Schutz und Hilfe bieten.
Welche Kompetenzen erwerben Sie in dieser Fortbildung?
Überblick über psychische Erkrankungen sowie die Kennzeichen der häufigsten Störungsbilder
Überblick über Interventionsmöglichkeiten
Sensibilisierung für den Umgang mit diesen Kindern im schulischen und pädagogischen bzw. therapeutischen Kontext
Teil des
Zertifizierungskurses
Fachkraft für Inklusionspädagogik im Früh- und Elementarbereich
Referent*in: Dr. Thomas DreisörnerZielgruppe: Personen aus den Bereichen Sprachtherapie, Ergotherapie, Frühförderung, Pädagogik, Psychologie, Medizin, sowie insbesondere Lehrkräfte
Wenn das Sprechen hüpft oder sich anhört als wenn es vorgespult wird, spricht man von Stottern oder Poltern. Wobei handelt es sich bei diesen Veränderungen des Sprechens und ab wann spricht man von Stottern oder Poltern? Wie können betroffene Personen unterstützt werden und worauf ist in der Kommunikation als Gesprächspartner*in zu achten? Mit diesen Fragen und dem diagnostischen Vorgehen setzen wir uns im Seminar näher auseinander. Weiteren Bestandteil stellt die Vorstellung von Fördermöglichkeiten und -material dar.
Welche Kompetenzen erwerben Sie in dieser Fortbildung?
Einführung in die Themen Stottern und Poltern
Wissen zur Diagnostik bei Stottern und Poltern
Wissen zur Kommunikation als Gesprächspartner*in bei Stottern und Poltern
pädagogische und therapeutische Fördermöglichkeiten
Das Seminar ist Teil des
Zertifizierungskurses:
Fachkraft/Multiplikator*in für alltagsintegrierte Sprachbildung und Sprachförderung in der Kita
Referent*in: Maximilian ChristmannZielgruppe: Fachpersonen aus den Bereichen
Kita/Tagespflege,
Logopädie/Sprachtherapie, Psychologie/Psychotherapie, , Schule, Ergotherapie, Medizin und Physiotherapie
Heidelberger Elterntraining für 3- bis 6-jährige Kinder mit Sprachentwicklungsstörung HET 3-6:
Online: Do. 05.11.2026, 09.30 - 14.30 Uhr (6 UE)
In diesem eintägigen Aufbaumodul werden Sie ausführlich in das Konzept des Heidelberger Elterntraining zur Sprachförderung drei- bis sechsjähriger Kinder HET 3-6 (Buschmann) eingearbeitet. Das HET 3-6 kann sehr gut in Logopädischen oder medizinischen Praxen, aber auch in Kindergärten angeboten werden.
Den Abschluss der Ausbildung bildet eine individuell vereinbarte Supervision des ersten eigenen Trainings (Prüfung). Diese schließt mit einem Zertifikat ab, welches zur selbstständigen Durchführung berechtigt. Die Kosten dafür betragen 250,- Euro (ab 01.01.2027: 325,- Euro).
Dieses Aufbaumodul kann nur von Personen besucht werden, die bereits die Ausbildung HET Late Talker absolviert haben. Bitte kontaktieren Sie uns vor Ihrer Anmeldung,
Dieses Modul wird ab drei Personen durchgeführt. Bei Teilnahme von weniger als acht Personen findet es aufgrund der erhöhten Intensität von 9.30 bis 13.00 Uhr statt.Referentin: Prof. Dr. Anke BuschmannZielgruppe: Fachpersonen aus den Bereichen Sprachdiagnostik und Sprachtherapie, Psychologie, Kita, Medizin, Sonderpädagogik, Heilpädagogik sowie Interessierte
Veranstaltungsort: ZEL-Zentrum für Entwicklung und Lernen, Heidelberg, Kaiserstraße 36, 69115 Heidelberg
Vortrag: Praktische Autismuskunde - wie gestaltet man eine autistenfreundliche Schule?:
Online: Do. 12.11.2026, 17.30 - 20.30 Uhr (4 UE)
Dr. Peter Schmidt ist
Diplom-Geophysiker, SAP-Experte, Autor und Referent. Nach einer kurzen
Karriere als Wissenschaftler wechselte er vor 20 Jahren in die
IT-Abteilung eines großen Pharma-Konzerns. Seither ist er dort in
verschiedenen Funktionen tätig, zunächst als Programmierer, dann als
Projektleiter und Systemmanager und zurzeit als internationaler
Koordinator für IT-Projekte.
Herr Schmidt ist 55 Jahre alt und
Vater von zwei Kindern. Im Alter von 41 Jahren fand er heraus, dass er
Autist ist. Auf die Frage an Fachärzte, ob das denn stimme, hieß es, bei
ihm sei Autismus in Form des Asperger- Syndroms geradezu klassisch
ausgeprägt. Völlig untypisch dagegen sei das, was er aus seinem Leben
gemacht habe. Seitdem veröffentlichte er mehrere Bücher über sein Leben
als Autist im Beruf, in der Kindheit und im Privatleben. Sein Buch "Ein Kaktus zum Valentinstag. Ein Autist und die Liebe"
stand auf der Spiegel- Bestsellerliste und wurde in verschiedene
Sprachen übersetzt. 2020 veröffentlichte er sein neustes Buch „Aus dem
Rahmen gefallen: Praktische Autismuskunde von einem, der es wissen
muss“.
Peter Schmidt spricht über über
seine Erfahrung als Autist in der Schule. Er erklärt Autismus aus der
Innen- und Außenperspektive, erläutert die autistische Wahrnehmung und
wie diese den Alltag beeinflusst. Vor allem die fehlende Wahrnehmung der
Beziehungsebene in einer Kommunikation führt schnell zu
Missverständnissen. Wird dies verstanden, können autistische
Handlungsmuster leichter nachvollzogen und Hindernisse abgebaut werden.
Am Beispiel eigener Erfahrungen illustriert er, welche Strategien zur
Gestaltung einer autistenfreundlichen Schule hilfreich sein können, und
welche Verhaltensweisen besser vermieden werden sollten.
Im Anschluss an den Vortrag gibt es Zeit für Fragen.
Referent(in): Dr. Peter SchmidtZielgruppe: Alle Interessenten
Vom Wahrnehmen zum Lernen:
Online: Fr. 13.11.2026, 09.00 - 16.00 Uhr (8 UE)
Kein Mensch kann lernen, ohne wahrzunehmen. Jedoch nehmen viele Menschen etwas wahr, ohne daraus zu lernen. Wir sollten daher viel über Wahrnehmung lernen. Wahrnehmung, Gedächtnis und Aufmerksamkeit sind wichtige Voraussetzungen für Lernen. Um Therapie- und Bildungsprozesse gezielter zu gestalten, lernen Sie verschiedene Wahrnehmungsformen kennen und erfahren, wie diese in Alltagshandlungen eingebettet sind. Es werden Möglichkeiten besprochen, wie eine Krippe, Kita oder Praxis unter dem Aspekt Wahrnehmung gestaltet werden kann. Fallbeispiele sind willkommen.
Welche Kompetenzen erwerben Sie in dieser Fortbildung?
Definition von Wahrnehmung und Unterschiede in den Wahrnehmungsfunktionen
Diskussion der Begriffe „gezielte Förderung“, „spielerisch“ und Ganzheitlichkeit
Erkennen von Wahrnehmungsstörungen
Beispiele und Anregungen für Wahrnehmungsspiele und -therapie
prüfender Blick auf die Raumgestaltung und das Therapiematerial
Literaturangabe:Groschwald & Rosenkötter (2016). Vom Wahrnehmen zum Lernen, Frühe Bildung in Krippe und Kita. Herder Verlag.
Teil des
Zertifizierungskurses Fachkraft für Inklusionspädagogik im Früh- und Elementarbereich
Referent*in: Dr. Henning RosenkötterZielgruppe: Fachpersonen aus den Bereichen Krippe, Kindergarten, Tagespflege, Kinderpflege, Heilpädagogik, Frühförderung, Ergotherapie, Sonderpädagogik, Lernpädagogik und Psychologie
Sprachdiagnostik mit dem CELF-5 :
Online: Di. 17.11.2026, 09.30 - 16.00 Uhr (7 UE)
Sprachentwicklungsstörungen (SES) sind die häufigsten Entwicklungsauffälligkeiten bei Kindern und persistieren zum Teil bis ins Schul- und Jugendalter. Im Vergleich zu Kindern ohne SES zeigen die Betroffenen deutlich häufiger Verhaltensauffälligkeiten und emotionale Störungen, die einer psychotherapeutischen Behandlung bedürfen. Zudem besteht ein deutlich erhöhtes Risiko für Schwierigkeiten im Lese-Schriftspracherwerb sowie für allgemeine Schulleistungsprobleme. Demzufolge erhalten viele Kinder mit einer SES im Schulalter eine pädagogische Förderung und/oder psychotherapeutische Behandlung. Für die fundierte pädagogische oder therapeutische Arbeit mit dem Kind ist es von hoher Wichtigkeit, dass die zugrundeliegenden sprachlichen Defizite Berücksichtigung finden. Dies Bedarf im Vorfeld und auch im Verlauf einer umfassenden standardisierten diagnostischen Abklärung der sprachlichen Kompetenzen. Hierfür eignet sich das neue Verfahren CELF-5 (Clinical Evaluation of Language Fundamentals – Fifth Edition) zur Erfassung der Sprachfähigkeiten bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 6;0 bis 16;11 Jahren.
In diesem Seminar wird nach einer kurzen Einführung in das Thema SES (Erscheinungsbild, Ursachen, Folge- und Begleitsymptomatik) der standardisierte Sprachentwicklungstest CELF-5 vorgestellt. Die theoretischen Hintergründe des Verfahrens, die inhaltlichen Schwerpunkte und die Anwendung werden dargestellt. Die konkrete Durchführung des CELF-5 wird anhand spezifischer Informationen zu den einzelnen Untertests erläutert. Videoclips illustrieren die Anwendung. Die Auswertung des Testverfahrens wird im Detail behandelt. Ebenso gibt es den CELF-5 auch als Screening Test, welcher hier kurz vorgestellt wird. Abschließend wird die Interpretation der Testergebnisse anhand von Fallbeispielen eingeübt.
Welche Kompetenzen erwerben Sie in dieser Fortbildung?
Kenntnissen über die theoretischen Grundlagen des CELF-5
Sicherheit im Umgang mit den Testmaterialien
Kenntnisse zur Durchführung und Protokollierung
praxisnahes Wissen über die Auswertung
Kenntnisse zur Interpretation der Ergebnisse
Referent*in: Falko DittmannZielgruppe: Fachpersonen aus den Bereichen Sprachtherapie, Sozialpädiatrie, Psychologie, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie, Sonderpädagogik und Interessierte angrenzender Fachgebiete. Einen Artikel von Dr. Falko Dittmann zum Thema: "Einsatz des CELF-5 Screening Test und CELF-5 im sprachheilpädagogischen Kontext" können Sie sich hier herunterladen
Entdecken Sie die Welt der Kinder im Autismus-Spektrum und gestalten Sie Ihre pädagogische Arbeit einfühlsamer und wirksamer.Autistische Kinder fallen im pädagogischen Alltag oft dadurch auf, dass ihr Verhalten „anders" erscheint – manchmal schwer einzuordnen oder sogar irritierend. Doch genau hier liegt eine wertvolle Chance: Mit fundiertem Wissen und einem offenen Blick können Sie die Kinder besser verstehen, ihre besonderen Stärken erkennen und sie gezielt und wertschätzend begleiten.In diesem Seminar erhalten Sie einen fundierten Einstieg in das Thema Autismus Spektrum mit Schwerpunkt Kindesalter. Sie lernen die Besonderheiten im Denken und Erleben kennen und setzen sich einerseits mit typischen Merkmalen und andererseits mit der Vielfalt an Erscheinungsformen auseinander. Darüber hinaus erlangen Sie fundiertes Wissen zu Ursachen und Häufigkeit von Autismus sowie zu den zugrundeliegenden Besonderheiten in der Reizwahrnehmung und -verarbeitung.Sie profitieren von zahlreichen Praxisimpulsen, konkreten Fallbeispielen und Raum für Austausch und Reflexion. So wird das theoretische Wissen lebendig und direkt anwendbar für Ihre Arbeit mit Kindern und Familien.Dieses Seminar ist der ideale Einstieg in den Zertifikatskurs „Autismus-Spektrum: Basiswissen für die Praxis". Die Module können Sie auch unabhängig voneinander besuchen – ganz nach Ihren Interessen und Zielen. Nutzen Sie diese Fortbildung, um Ihre Fachkompetenz zu erweitern, mehr Sicherheit im Umgang mit autistischen Kindern zu gewinnen und einen wertvollen Beitrag zu einer inklusiven, verständnisvollen Praxis zu leisten!Welche Kompetenzen erwerben Sie in dieser Fortbildung?fundiertes Grundlagenwissen zu Kindern im Autismus-Spektrumsicheres Verständnis für typische Merkmale und VerhaltensmusterSensibilität und Handlungssicherheit im professionellen und einfühlsamen Umgang im inklusiven pädagogischen und therapeutischen AlltagEinblicke in verschiedene Ausprägungen und mögliche Entwicklungsverläufe
Das Seminar ist Teil der Zertifizierungskurse:Autismus-Spektrum: Basiswissen für die PraxisFachkraft für Inklusionspädagogik im Früh- und ElementarbereichFachkraft für frühkindliche Bildung und Förderung für Kinder unter drei JahrenSprach-, Sprech-, Kommunikationsstörungen bei Kindern/Jugendlichen
Passend dazu die weiteren Seminare der Autismus-Spektrum-Reihe:Autismus-Spektrum II: Diagnostik, Therapie und pädagogische Förderung im ÜberblickAutismus-Spektrum III: Asperger-Syndrom
Besuchen Sie auch:In der Vortragsreihe „Neurodivergenz, Sprache und Kommunikation über die Lebensspanne" erhalten Sie von erfahrenen Referent*innen kompakte und praxisnahe Einblicke in Diagnostik, Förderung und Begleitung sowie in den Alltag von Betroffenen – von der frühen Kindheit bis ins Erwachsenenalter. Auch zu Autismus finden Sie hier Vorträge.Zur Vortragsreihe: Fachvorträge NeurodivergenzReferent*in: Prof. Dr. Anke BuschmannZielgruppe: Fachpersonen aus pädagogischen und therapeutischen Bereichen (Kindertagespflege, Krippe, Kita, Schule, Frühförderung, Frühe Hilfen, Heilpädagogik, Soziale Arbeit, Logopädie, Ergotherapie, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie, Sozialpädiatrie) sowie weitere Interessierte
Bühne frei für den Einsatz von Handpuppen in Kita und Grundschule!In
diesem Workshop lernen Sie aktuelle Theorien und Konzepte für den
Einsatz von Handpuppen in der Sprachvermittlung mit Kindern kennen.
Handpuppen tragen dazu bei, Barrieren abzubauen und Ängste zu mindern.
Wir beleuchten den Einsatz, insbesondere zur Unterstützung von Kindern
beim Erwerb von Deutsch als Zweitsprache. Gemeinsam erarbeiten wir
Konzepte für den effektiven Einsatz von Handpuppen. Der Schwerpunkt
liegt auf dem Einsatz der Handpuppe als Assistent*in für pädagogische
Fachkräfte. Die Referentin zeigt die vielfältigen Funktionen, die die
Puppe je nach Zielsetzung im Spracherwerb übernehmen kann. Wir
diskutieren geeignete Einsatzszenarien und die erforderlichen
Voraussetzungen für den Einsatz im pädagogischen Alltag. Potentielle
Herausforderungen und Hürden werden gemeinsam identifiziert und
Lösungsansätze erarbeitet. Dieser Workshop gewährt Einblicke in
die Puppenspielkunst zur Förderung des Spracherwerbs und ermutigt zu
ersten Schritten in diesem Bereich.Welche Kompetenzen erwerben Sie in dieser Fortbildung?Konzepte und Theorien zum Einsatz von Handpuppen im Fremdsprachenunterricht kennenErfolgsfaktoren für den Einsatz von Handpuppen in Kindergärten und Grundschulen kennen und Hürden überwindengeeignete Ziele setzen und Voraussetzungen für die Realisierung von Projekten mit Handpuppen identifizierenTeil des Zertifizierungskurses Fachkraft für alltagsintegrierte Sprachbildung und Sprachförderung in der Kita.Referent*in: Dorothea Slevogt
Zielgruppe: Fachpersonen aus den Bereichen Kita und
Grundschule, insbesondere Fach- und Lehrkräfte, die eine Fremdsprache
bzw. DaZ unterrichten, Interessierte aus Sprach-AGs und Deutschkursen
für Kinder mit Migrationshintergrund
Das Seminar ist ein spezifisches Angebot für Fachkräfte, die den „Heidelberger Elternworkshop – Mehrsprachigkeit als Chance“ erlernt haben. Das Supervisionsseminar dient der Reflexion des ersten durchgeführten Workshops. Die Teilnehmer*innen bringen hierfür eine Videoaufnahme dieses Elternworkshops mit, die gemeinsam besprochen wird. Im Fokus des Seminars stehen der Erfahrungsaustausch, die Beantwortung entstandener Fragen und der Umgang mit typischen Schwierigkeiten.
Die Teilnehmer*innen sind nach erfolgreichem Abschluss des Supervisionsseminars dazu berechtigt, den Elternworkshop im Rahmen des Heidelberger Elterntrainings sowie als eigenständiges Angebot in Krippen, Kindergärten, Stadtteiltreffs usw. anzubieten.Referent*in: Carmen Huck
In diesem eintägigen Aufbaumodul lernen Sie die praktische Umsetzung des HET GES (Buschmann & Jooss, 2012) für Kinder mit einer globalen Entwicklungsstörung (z. B. im Rahmen eines Down-Syndroms, eines Fragilen-X-Syndroms oder unklarer Genese) kennen. Wesentliche Bausteine des HET GES werden Ihnen präsentiert. Zudem werden Ihnen Varianten der Durchführung als Wochenendworkshop vorgestellt.
Neu ab 2019: Überarbeitete und ergänzende Materialien
Teilnehmer*innen des Kurses erhalten komplett überarbeitete Arbeitsblätter für Eltern sowie weitere von Dr. Anke Buschmann neu konzipierte Materialien im modernen Design.
Die Einarbeitung in folgende Literatur ist notwendig:
Buschmann, A. & Jooss, B. (2012). Heidelberger Elterntraining zur Kommunikations- und Sprachanbahnung bei Kindern mit globaler Entwicklungsstörung. Trainermanual. München: Elsevier bei Urban & Fischer.
Den Abschluss der Ausbildung bildet eine individuell vereinbarte Supervision des ersten eigenen Trainings (Prüfung). Diese schließt mit einem Zertifikat ab, welches zur selbstständigen Durchführung berechtigt. Die Kosten dafür betragen 250,- Euro (ab 01.01.2027: 325,- Euro).
Dieses Aufbaumodul kann nur von Personen besucht werden, die bereits die Ausbildung HET Late Talker absolviert haben. Bitte kontaktieren Sie uns vor Ihrer Anmeldung.
Dieses Modul wird ab drei Personen durchgeführt. Bei Teilnahme von weniger als acht Personen findet es aufgrund der erhöhten Intensität von 9.30 bis 13.00 Uhr statt.
Referent*in: Prof. Dr. Anke Buschmann
Zielgruppe: Fachpersonen aus den Bereichen Sprachdiagnostik und Sprachtherapie, Psychologie, Medizin, Sonderpädagogik, Heilpädagogik sowie Interessierte
Sprache und Emotion:
Online: Di. 12.01.2027, 09.30 - 16.00 Uhr (7 UE)
Sprache ist ein zentrales Element der menschlichen Kommunikation, und sie spielt eine entscheidende Rolle in der emotionalen und sozialen Entwicklung von Kindern. Dreijährige mit hohen Sprachkompetenzen weisen im Mittel im Vorschul- und Schulalter gute sozial-emotionale Kompetenzen auf (Rose et al., 2016). Dagegen haben Kinder mit Sprachentwicklungsstörungen (SES) ein hohes Risiko für emotionale Defizite und zeigen häufiger psychische Auffälligkeiten als Kinder ohne SES, besonders davon betroffen sind Kinder mit deutlich reduzierter Verständlichkeit sowie Kinder mit eingeschränktem Sprachverständnis (Benner et al., 2002). Aktuelle Studien aus Deutschland zeigen, dass in Schulen für emotionale und soziale Entwicklung viele Kinder unterrichtet werden, die in ihren Sprachkompetenzen eingeschränkt sind (Mayer et al., 2024). In dieser Fortbildung richten wir den Blick auf die Zusammenhänge zwischen sprachlicher und emotionaler Entwicklung. Wir betrachten die Entstehungsmechanismen psychischer Auffälligkeiten bei Kindern mit SES. Zudem lernen Sie empirisch gesicherte und praxistaugliche Unterstützungsangebote vom Kleinkind- bis ins Schulalter kennen.Fallbeispiele aus der aktuellen Praxis der Referentin und Videoclips veranschaulichen die Inhalte und erleichtern eine direkte Anwendungsübertragung in den beruflichen Alltag.Was lernen Sie in dieser Fortbildung?Verstehen des Zusammenhangs zwischen sprachlicher und emotionaler Entwicklung. Kennen von empirischen Daten zum Auftreten psychischer Auffälligkeiten bei Kindern mit SES und umgekehrt. Erkennen des besonders hohen Risikos bei Defiziten im SprachverständnisWissen über praxisnahe Unterstützungsangebote vom Kleinkind- bis ins SchulalterDas Seminar ist Teil der Zertifizierungskurse:Sprach-, Sprech-, Kommunikationsstörungen bei Kindern/JugendlichenFachkraft/Multiplikator*in für alltagsintegrierte Sprachbildung und Sprachförderung in der KitaReferent*in: Prof. Dr. Anke BuschmannZielgruppe: Fachpersonen aus den Bereichen Psychologie, Kinder- und Jugendlichenpsychatrie, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie, Sonderpädagogik, Sozialpädiatrie, Logopädie, Kita
Eine Person ist trans*-ident sofern sich das biologische Geschlecht in einem Ungleichgewicht zur Geschlechtsidentität befindet. Dabei ist es möglich, dass sich die Person entweder als binär (weiblich, männlich) oder non-binär (weder weiblich noch männlich, queer, agender) identifiziert. Den Gegenstand dieses Seminars bilden die Klärung der Definition von Trans*-Identität und die Erläuterung des diagnostischen Prozesses. Weiterhin werden der Entwicklungsprozess trans*-identer Kinder und Jugendlicher sowie Möglichkeiten der pädagogischen und therapeutischen Unterstützung exemplarisch vorgestellt. Geeignete Bilderbücher und Materialien zur Entwicklung der eigenen Identität werden präsentiert.
Welche Kompetenzen erwerben Sie in dieser Fortbildung?
Einführung in das Thema Trans*-Identität
Wissen zur Diagnostik bei Trans*-Identität
Vorstellung des Entwicklungsprozesses trans*-identer Personen
Pädagogische und therapeutische Fördermöglichkeiten
Das Seminar ist Teil des
Zertifizierungskurses:
Fachkraft für Inklusionspädagogik im Früh- und Elementarbereich
Referent*in: Maximilian ChristmannZielgruppe: Fachpersonen aus den Bereichen Logopädie/Sprachtherapie, Psychologie/Psychotherapie, Kita/Tagespflege, Schule, Ergotherapie, Medizin und Physiotherapie
Verstehen, erkennen, weiterhelfen: stärken Sie Ihre Kompetenz in der Diagnostik bei Menschen im Autismus-Spektrum Eine frühzeitige und fundierte Diagnostik bei Verdacht auf Autismus ist der Schlüssel, um betroffene Kinder gezielt zu unterstützen und es in seinen Entwicklungsmöglichkeiten optimal zu fördern. Als pädagogische oder therapeutische Fachkraft sind Sie oft die erste Person, die die Vielfalt an Besonderheiten eines Kindes erkennt und die Eltern in ihrer Sorge versteht. Damit Sie die Eltern im diagnostischen Prozess gut begleiten können, ist es wichtig, dass Sie die verschiedenen Schritte einer Differenzialdiagnostik kennen und verstehen. Genau hier setzt dieses Seminar an. Sie erhalten einen praxisnahen Überblick über die Diagnostik und Differenzialdiagnostik bei ASS – verständlich, kompakt und auf Ihre Berufspraxis zugeschnitten. Im Mittelpunkt stehen die wichtigsten Diagnoseinstrumente und Verfahren, darunter auch der sogenannte „Goldstandard" in der Autismusdiagnostik. Außerdem erfahren Sie, wie ASS von anderen Störungsbildern abgegrenzt werden kann und welche bewährten kind- und elternzentrierten Therapieansätze aktuell zur Verfügung stehen. Durch konkrete Fallbeispiele, interaktive Elemente und kollegialen Austausch wird das Wissen lebendig vermittelt. Nach dem Seminar können Sie Eltern kompetent über diagnostische Schritte informieren und geeignete therapeutische Maßnahmen empfehlen. Das ist ein Gewinn für Ihre Arbeit und für die Familien, die Sie begleiten. Das Seminar befähigt nicht zur Durchführung einer bestimmten Therapieform. Wir empfehlen zur Vorbereitung die Teilnahme am Seminar „Autismus-Spektrum I", um eine solide inhaltliche Grundlage mitzubringen. Welche Kompetenzen erwerben Sie in dieser Fortbildung? praxisnahes, übergeordnetes Wissen über das diagnostische Vorgehen bei Verdacht auf Autismus Kennen der gängigen Verfahren zur Diagnostik und Differenzialdiagnostik Orientierung zu wirksamen Therapiekonzepten und evidenzbasierten Interventionen Inklusives Handeln in Kita, Schule, Therapie und Familie Kennen der Bedeutsamkeit des eigenen Verhaltens und Sprachangebots auf das Verhalten von autistischen Menschen Beispiele für wirksame Strukturierungsmaßnahmen Kompetenz zur fundierten Beratung von Eltern zu diagnostischen Schritten und geeigneten Therapiemöglichkeiten Das Seminar ist Teil des Zertifizierungskurses: Autismus-Spektrum: Basiswissen für die Praxis Passend dazu die weiteren Seminare der Autismus-Spektrum-Reihe: Autismus-Spektrum I: Merkmale, Ursachen und Entwicklungsverlauf Autismus-Spektrum III: Asperger-Syndrom Besuchen Sie auch: In der Vortragsreihe „Neurodivergenz, Sprache und Kommunikation über die Lebensspanne" erhalten Sie von erfahrenen Referent*innen kompakte und praxisnahe Einblicke in Diagnostik, Förderung und Begleitung sowie in den Alltag von Betroffenen – von der frühen Kindheit bis ins Erwachsenenalter. Auch zu Autismus finden Sie hier Vorträge. Zur Vortragsreihe: Fachvorträge Neurodivergenz Referent*in: Prof. Dr. Anke Buschmann Zielgruppe: Fachpersonen aus pädagogischen und therapeutischen Bereichen (Kindertagespflege, Krippe, Kita, Schule, Frühförderung, Frühe Hilfen, Heilpädagogik, Soziale Arbeit, Logopädie, Ergotherapie, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie, Sozialpädiatrie) sowie weitere Interessierte
Wenn das Lernen schwerfällt I:
Online: Fr. 29.01.2027, 09.30 - 16.00 Uhr (7 UE)
Man kann davon ausgehen, dass sich in jeder Schulklasse ein Kind mit einer Lernstörung befindet. Diese Kinder haben oftmals einen hohen Leidensdruck, der zu weiteren Lernproblemen, einem niedrigen Selbstwertgefühl und psychischen Auffälligkeiten führen kann. Viele Kinder befinden sich in einer negativen Lernstruktur, nach Betz & Breuninger (1985) in einem Teufelskreis, aus dem sie allein nur schwer herausfinden. Eine Schwierigkeit in der Behandlung der Kinder liegt in dem Erkennen, in welchem Stadium der negativen Lernstruktur sich ein Kind gerade befindet. Hiervon hängen jedoch entscheidend die notwendigen therapeutischen Schritte ab.
Auf der Basis von Fallbeispielen werden in diesem Seminar alltagsrelevantes Störungswissen hinsichtlich der Vielfalt von Lernstörungen sowie mögliche Ursachen und auftretende Sekundärprobleme erarbeitet.
Überblick über Lernstörungen und deren Ursachen
Abgrenzung und Definition: Lern-, Entwicklungs- und Teilleistungsstörung, Lernbehinderung
Ursachen von Lernstörungen und Fallbeispiele
mit Lernstörungen verbundene Sekundärprobleme
Blickwinkel erweitern, Selbsterfahrung, Übungen
Aufgrund der Vielfalt des Themenfeldes Lernstörungen bieten wir ein ergänzendes Seminar zu Diagnostik und Intervention an. Wir empfehlen den Besuch beider Seminartage. Die Seminare sind jedoch auch unabhängig voneinander buchbar.
Referent*in: Dr. Thomas DreisörnerZielgruppe: Fachpersonen aus den Bereichen Sprachtherapie, Ergotherapie, Sonderpädagogik, (Heil-)Pädagogik, Lerntherapie, Frühförderung, Psychologie und Medizin sowie Grundschul-, Hauptschul-, Realschul-, und Gymnasiallehrer*innen
Wenn das Lernen schwerfällt II:
Online: Sa. 30.01.2027, 09.30 - 16.00 Uhr (7 UE)
Dieses Seminar ist die inhaltliche Fortsetzung der Fortbildung „Wenn das Lernen schwerfällt I“. Ausgehend von den am Vortag vorgestellten Lernstörungen werden Möglichkeiten zur diagnostischen Abklärung dieser und zu störungsspezifischen Interventionsmaßnahmen behandelt.
Testverfahren, mit denen man die kindliche Intelligenz, Konzentrationsfähigkeit, Lese-, Rechtschreib- oder Rechenfertigkeit erfassen kann, werden vorgestellt. Anknüpfend daran wird besprochen, wie sich aus den Ergebnissen eine Diagnose ableiten lässt.
Zweiter Schwerpunkt des Seminars ist die Intervention bei Lernstörungen. Bewährte Maßnahmen aus den Bereichen Prävention, Training und Therapie werden eingehend erläutert und ihre praktische Umsetzung anhand von Fallbeispielen illustriert.
Welche Kompetenzen erwerben Sie in dieser Fortbildung?
Kenntnis über Tests zu Intelligenz, Konzentration, Lesen, Rechtschreibung und Rechnen
Berechnung des Diskrepanzkriteriums zur Diagnosestellung einer Teilleistungsstörung
Einsatz sinnvoller Interventionsmöglichkeiten bei ADHS, LRS und Dyskalkulie
Referent*in: Dr. Thomas DreisörnerZielgruppe: Fachpersonen aus den Bereichen Sprachtherapie, Ergotherapie, Sonderpädagogik, (Heil-)Pädagogik, Lerntherapie, Frühförderung, Psychologie und Medizin sowie Grundschul-, Hauptschul-, Realschul-, und Gymnasiallehrer*innen
Besser geht es mit den Eltern:
Online: Mo. 01.02.2027, 09.30 - 14.30 Uhr (5 UE)
In diesem Seminar liegt der Fokus auf dem Einfluss des elterlichen Interaktionsverhaltens für eine erfolgreiche Sprachentwicklung. Es wird der Zusammenhang zwischen der Sprachumwelt eines Kindes und der Entwicklung sprachlicher Fähigkeiten anhand von Fakten aus wissenschaftlichen Studien präsentiert. Es wird auf die Bereiche elterliche Responsivität, Qualität und Quantität des Sprachangebots sowie anregende Umgebungsbedingungen eingegangen. Ausführlich werden die Merkmale eines responsiven (feinfühligen) Interaktionsverhaltens besprochen, da dieses in engem Zusammenhang zu einem erfolgreichen Sprachlernen steht.
Berücksichtigt werden Daten zu Kindern mit altersentsprechender Sprachentwicklung, verzögerter Sprachentwicklung und zu Kindern mit einer globalen Entwicklungsstörung.
Des Weiteren erhalten Sie Informationen darüber, welche inhaltlichen Komponenten und methodischen Mittel eine Elternanleitung/-schulung erfolgreich werden lassen. Auf Wirksamkeit überprüfte Elternschulungskonzepte, die sich für den Einsatz in der Frühförderung und Sprachtherapie eignen, werden Ihnen im Überblick vorgestellt.
Welche Kompetenzen erwerben Sie in dieser Fortbildung?
Kenntnis über den Zusammenhang zwischen Sprachanregung und sprachlichen Fähigkeiten des Kindes
Wissen über die Bedeutsamkeit eines feinfühligen Interaktionsverhaltens
Wissen über erforderliche Komponenten erfolgreicher Elternschulungskonzepte
Ideen für die eigene Zusammenarbeit mit den Eltern
Das Seminar ist Teil der
Zertifizierungskurse: Fachkraft/Multiplikator*in für alltagsintegrierte Sprachbildung und Sprachförderung in der KitaFachkraft für Inklusionspädagogik im Früh- und ElementarbereichFachkraft für frühkindliche Bildung und Förderung für Kinder unter drei JahrenSprach-, Sprech-, Kommunikationsstörungen bei Kindern/JugendlichenReferent*in: Prof. Dr. Anke BuschmannZielgruppe: Fachkräfte aus den Bereichen Frühförderung, Heilpädagogik, Psychologie, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie sowie pädagogische Fachkräfte
Kinder mit Down-Syndrom:
Online: Mo. 08.02.2027, 09.30-16.00 Uhr (7 UE)
Es wird ein umfassender Überblick über die genetische Störung Trisomie 21 gegeben.
Ursachen, Häufigkeit und Erscheinungsbild
Entwicklung: Motorik, Kognition, Wahrnehmung, soziale-emotionale Entwicklung, Verhalten
Fokus Kommunikations- und Sprachentwicklung
Profil der Sprachentwicklung im Verlauf und Ursachen der verzögerten Sprachentwicklung
Vorstellung von wissenschaftlichen Studien zum Wortschatzerwerb
Kommunikations- und Sprachförderungsmöglichkeiten im (pädagogischen) Alltag
frühe Verwendung von Gebärden als Hilfe, Verbesserung der Interaktion
Das Seminar ist Teil der
Zertifizierungskurse:
Fachkraft für frühkindliche Bildung und Förderung für Kinder unter drei Jahren
Fachkraft für Inklusionspädagogik im Früh- und Elementarbereich
Referent*in: Prof. Dr. Anke BuschmannZielgruppe: Fachpersonen und Interessierte aus Krippe, Tagespflege, Kindergarten, Grundschule und aus dem therapeutischen Bereich
Kinder mit Deletionssyndrom:
Online: Mo. 22.02.2027, 09.30-14.00 Uhr (5 UE)
Das Deletionssyndrom 22q11 (DS 22q11) ist nach der Trisomie 21 der zweithäufigste Gendefekt und dennoch unter Fachpersonen bisher wenig bekannt. Frühere Bezeichnungen sind: DiGeorge-Syndrome, Shprintzen-Syndrom, Velocardiofaciales Syndrom und CATCH22. Es ist der Gendefekt mit den „vielen Gesichtern“ (zit. nach 22Q e.V). Zu den häufigsten Auffälligkeiten gehören: Herzfehler, Gaumensegelveränderungen, Infektanfälligkeit, Ernährungsprobleme, verminderte Muskelspannung, allgemeine Entwicklungsverzögerung, Sprachentwicklungsverzögerung. Im Seminar erhalten Sie einen umfassenden Überblick über das DS 22q11 und lernen anhand von Fallbeispielen die Besonderheiten und den Umgang mit den Kindern kennen. Folgende Inhalte werden im Seminar besprochen:
Ursachen des Gendefekts, Erscheinungsbild und klinische Symptome
Besonderheiten in der Entwicklung dieser Kinder von Geburt bis zum Erwachsenenalter
Kommunikations- und Sprachentwicklung sowie Möglichkeiten der Förderung
Die Referentin arbeitet seit 2012 mit betroffenen Familien im Rahmen von Wochenend-Workshops zum Heidelberger Elterntraining.
Teil des
Zertifizierungskurses
Fachkraft für Inklusionspädagogik im Früh- und Elementarbereich
Referent*in: Prof. Dr. Anke BuschmannZielgruppe: Fachpersonen und Interessierte aus Krippe, Tagespflege, Kindergarten, Grundschule und aus dem therapeutischen Bereich
Das Heidelberger Elterntraining (HET) wurde von Dr. Buschmann entwickelt. Es richtet sich an Eltern von Kindern mit einer Sprachentwicklungsverzögerung (Late Talker). Diese werden im HET befähigt, sprachförderliche Alltagsinteraktionen mit ihren Kindern zu gestalten. Die Eltern lernen zudem, ihr Sprachangebot entsprechend dem Entwicklungsstand ihres Kindes anzupassen und erleichtern ihm somit den Spracherwerb. In der aktuellen S3-Leitlinie zur
Therapie von Sprachentwicklungsstörungen wird das HET ausdrücklich als wirksame
Intervention empfohlen (AWMF Leitlinienregister, 2022).
Ablauf der AusbildungIm Basismodul (Tag 1+2) werden Ihnen die Hintergründe des HET sowie die
Inhalte und Rahmenbedingungen präsentiert. Sie lernen die Methodik der
kooperativen und systematischen Zusammenarbeit mit einer Elternkleingruppe
kennen. Viele Elemente des HET können ebenfalls in die kindzentrierte Arbeit einfließen.
Im Praxismodul (Tag 3+4) üben Sie die konkrete Durchführung des
HET. Als Vorbereitung arbeiten Sie sich in ein Element des HET ein. Dies ermöglicht
Ihnen ein intensives Lernen und die Antizipation typischer Schwierigkeiten in
Elterntrainings. Darüber hinaus wird die im HET eingesetzte
Video-Interaktionsanalyse ausführlich besprochen.
Im Aufbaumodul (Tag 5) zum Thema
„Mehrsprachigkeit“
erlernen Sie
die Durchführung des Workshops
„Mehrsprachigkeit als Chance“. An diesem Workshop sollten mehrsprachig erziehende Eltern vor dem HET teilnehmen. In diesem erlernen sie den Umgang mit den verschiedenen Sprachen in der Familie. Des Weiteren werden elterliche Fragen rund um das Thema Mehrsprachigkeit unter Einbeziehung verbreiteter Mythen umfassend beantwortet. Dieser zweistündige Workshop kann auch mit
Eltern durchgeführt werden, die nicht am HET teilnehmen.
Im Seminarpreis ist ein umfangreiches Materialpaket für die
Durchführung des HET (u. a. Videoclips, Fotokarten, Arbeitsblätter)
sowie eine Materialbox für die Umsetzung des Elternworkshops
zur Mehrsprachigkeit enthalten.
Zertifizierung per SupervisionMit einer Supervision schließt die Ausbildung ab. Diese besteht aus einer individuellen Supervision des ersten eigenen HET Late Talkers (250 €) und der Teilnahme am Supervisionsseminar zum Workshop „Mehrsprachigkeit als Chance“. Im Anschluss erhalten Sie die Zertifikate als Elterntrainer*in für das HET sowie als Workshopleiter*in. Gerne nehmen wir Sie auch als zertifizierte Trainer*in auf unsere Website auf.AufbaumoduleFür eine Weiterqualifizierung im HET GES, HET 3-6, TASK oder Kugel ist der anschließende Besuch des jeweiligen Aufbaumoduls nötig.
Das Seminar ist Teil der
Zertifizierungskurse
:
Sprach-, Sprech-, Kommunikationsstörungen bei Kindern/Jugendlichen
Fachkraft/Multiplikator*in für alltagsintegrierte Sprachbildung und Sprachförderung in der Kita
Fachkraft für frühkindliche Bildung und Förderung für Kinder unter drei Jahren
Referent*in: Prof. Dr. Anke BuschmannZielgruppe: Fachpersonen, die mit sprachauffälligen Kindern arbeiten (u. a. aus den Bereichen Logopädie, Frühförderung, Psychologie, Sozialpädiatrie, Sozialpädagogik und Heilpädagogik)
Veranstaltungsort: ZEL-Zentrum für Entwicklung und Lernen, Heidelberg, Kaiserstraße 36, 69115 Heidelberg