Autismus-Spektrum III: Asperger-Syndrom
175,00 €
Autismus-Spektrum-Störungen III:
Online: Mo. 14.09.2026, 09.30 - 15.00 Uhr (6 UE)
Stärken erkennen, Verständnis fördern, Perspektiven erweitern: Begleiten Sie Kinder mit Asperger-Syndrom einfühlsam und inklusiv. Obwohl das Asperger-Syndrom im aktuellen Klassifikationssystem (ICD-11) nicht mehr als eigenständige Diagnose geführt wird, bleibt es im fachlichen Diskurs und im Alltag vieler Menschen präsent. Denn die damit verbundenen Besonderheiten – etwa in der sozialen Interaktion, im Kommunikationsverhalten oder im Umgang mit Reizen bei guter bis sehr guter intellektueller Leistungsfähigkeit – prägen die Erlebniswelt dieser Menschen und ihrer Mitmenschen auf besondere Weise. In diesem Seminar tauchen Sie tief in das Erleben von Menschen mit Asperger-Syndrom ein. Sie lernen typische Verhaltensweisen kennen, reflektieren Denk- und Wahrnehmungsmuster und entdecken die Stärken der Menschen mit ASS. Durch authentische Fallbeispiele und praxisnahe Impulse zu Maßnahmen im Alltag wie Strukturierung und Ruheinseln erhalten Sie wertvolles Wissen, das Sie direkt in Ihrem pädagogischen, therapeutischen und familiären Alltag anwenden können. Gemeinsam entwickeln wir Wege, wie Sie betroffene Kinder und Erwachsene besser verstehen, individuell begleiten und ihre Entwicklung aktiv unterstützen können. Denn ein achtsames, informiertes Umfeld kann sehr viel bewirken, damit sich eine Person mit ASS in der Gemeinschaft wohl fühlt und sein Entwicklungspotenzial entfalten. Nutzen Sie dieses Seminar, um Ihre Fachkompetenz zu stärken, neue Perspektiven zu gewinnen und mit mehr Sicherheit und Empathie Menschen mit Asperger-Syndrom zu begegnen. Als inhaltliche Vorbereitung empfehlen wir die Seminare Autismus-Spektrum I und . Die Teilnahme ist jedoch keine Voraussetzung. Welche Kompetenzen erwerben Sie in dieser Fortbildung? vertieftes Wissen über das Asperger-Syndrom im Kontext des Autismus-Spektrums Einsicht in die Denk- und Wahrnehmungswelt von Menschen mit Asperger-Syndrom Handlungskompetenz für die individuelle Begleitung in pädagogischen und therapeutischen Settings sowie im familiären Rahmen Kennen von leicht umsetzbaren Schritten, um den Alltag für einen Menschen mit ASS zu erleichtern und ihm Teilhabe in der Kita, Schule, Familie zu ermöglichen Strategien für eine gelingende und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Eltern Das Seminar ist Teil des Zertifizierungskurses: Autismus-Spektrum: Grundlagen Besuchen Sie auch: Autismus verstehen: Von den Anfängen bis zur Zukunft – Forschung, Praxis und Gesellschaft im Wandel Vortrag: Mädchen und Frauen im Autismus-Spektrum Vortrag: Praktische Autismuskunde – wie gestaltet man eine autistenfreundliche Schule? Referent*in: Prof. Dr. Anke Buschmann Zielgruppe: Fachpersonen aus pädagogischen und therapeutischen Bereichen (Kindertagespflege, Krippe, Kita, Schule, Frühförderung, Frühe Hilfen, Heilpädagogik, Soziale Arbeit, Logopädie, Ergotherapie, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie, Sozialpädiatrie) sowie weitere Interessierte
Sprachförderung & Sprachtherapie bei Autismus: Evidenzbasierte verhaltenstherapeutische Ansätze I
320,00 €
Evidenzbasierte Therapie bei ASS - Grundkurs:
Online: Do. 03.09.2026, 08:45 - 17:30 & Fr. 04.09.2026, 08:45-17:15 (19UE)
GrundmodulDie Arbeit mit Kindern mit einer Autismus-Spektrum-Störung stellt in vielerlei Hinsicht eine Herausforderung dar. Denn viele dieser Kinder haben Probleme damit, in die verbale Sprache zu kommen, aber auch in eine Interaktion mit ihnen zu treten und Kommunikation zu fördern erscheint oftmals schwer. Hinzu kommen außerdem bei vielen Kindern herausfordernde Verhaltensweisen, die den Umgang mit ihnen erschweren. Im Seminar bekommen die Teilnehmer*innen einen „roten Faden“ für die Förder- und Therapieplanung. Sie werden mithilfe der vermittelten verhaltenstherapeutischen Prinzipien, welche aus der angewandten Verhaltensanalyse stammen, in der Lage sein, die auftretenden rezeptiven und produktiven sprachlichen Probleme von Kindern im Autismus-Spektrum besser zu verstehen und somit gezielter behandeln zu können. Es werden außerdem konkrete Techniken vermittelt, mit denen wir als Therapeut*innen die Kinder beim Erwerb neuer (rezeptiver wie produktiver) Fähigkeiten unterstützen können. Zudem lernen die Teilnehmer*innen, das herausfordernde Verhalten der Kinder genauer im Kontext zu analysieren, in dem es auftritt. Es werden daraufhin Lösungsmöglichkeiten besprochen, mit denen schwierige Situationen so gestaltet werden können, dass sie für die Kinder zu bewältigen sind und sie als Folge nicht mehr auf herausforderndes Verhalten zurückgreifen müssen. Was lernen Sie in dieser Fortbildung? Strukturierte Planung sprachtherapeutischer Angebote für Kinder mit Autismus-Spektrum-Störung Anwendung verhaltenstherapeutischer Techniken zur Förderung kommunikativer Fähigkeiten Analyse herausfordernden Verhaltens im therapeutischen Alltag Entwicklung praktikabler und kindgerechter Handlungsstrategien für schwierige Situationen Referentin: Stephanie Goyer Zielgruppe: Fachkräfte aus Logopädie und Sprachtherapie, Heilpädagogik, FrühförderungWir bieten zu dieser Veranstaltung auch einen Aufbaukurs an, der Therapiegestaltung mit Kindern mit ASS vertieft.
Vom Wickeln zum Toilettengang: Die Lebensaktivität Ausscheiden in der Kita achtsam und responsiv begleiten
175,00 €
Vom Wickeln zum Toilettengang:
Online: Do. 24.09.2026, 09.30 - 16.00 Uhr (7 UE)
Die Begleitung von jungen Kindern im
Übergang vom Wickeln zum eigenständigen Toilettengang stellt eine
anspruchsvolle Aufgabe dar. Der Blick auf die hier anstehenden
Entwicklungsschritte des Kindes hat sich dabei in den letzten Jahren
deutlich verändert: So vermitteln die gebräuchlichen Begriffe
‚Sauberkeitserziehung‘ oder ‚trocken und sauber werden‘ oft eine
Einteilung von Kindern in ‚sauber‘ und ‚nicht sauber‘ – eine
Perspektive, die der individuellen Entwicklung nicht gerecht wird.
Forschungserkenntnisse zeigen, dass Kinder in diesem Entwicklungsprozess
durch ein beziehungsorientiertes, responsives Antwortverhalten optimal
unterstützt werden können.Die
Fortbildung vermittelt ein fundiertes Wissen und praxisnahe Strategien
zur achtsamen und responsiven Begleitung von jungen Kindern in ihrer
Entwicklung zur Ausscheidungsautonomie. Die Teilnehmer*innen erwerben
dabei ein tieferes Verständnis für die körperlichen, emotionalen und
sozialen Aspekte dieses Entwicklungsprozesses. Wir nehmen auch die
verbale und nonverbale Begleitung der Kinder in den Blick. Eine achtsame
Begleitung stärkt die Selbstregulation und das Selbstbewusstsein der
Kinder.In der
Zusammenarbeit mit Eltern zeigen sich häufig unterschiedliche
Vorstellungen bei der Begleitung des Kindes. Es gilt, elterliche Wünsche
zu respektieren und gleichzeitig ein Vorgehen zu wählen, das das Wohl
des Kindes berücksichtigt. Nicht
jeder Ansatz (zum Beispiel die Windelfrei-Methode) ist in einer
Einrichtung umsetzbar. Im geteilten Betreuungsfeld von Familie und Kita
ist eine gut aufeinander abgestimmte achtsame Zusammenarbeit wichtig.
Fachkräfte stehen hier vor der Aufgabe, elterliche Wünsche wertschätzend
einzubeziehen, zugleich aber auch die strukturellen und pädagogischen
Rahmenbedingungen der Einrichtung zu berücksichtigen. Entwicklungspsychologische
Grundlagen, neue Erkenntnisse aus der kulturvergleichenden Forschung
sowie praktische Methoden für den pädagogischen Alltag stehen im
Mittelpunkt. Die Teilnehmer*innen erfahren, wie sie Kinder im Übergang
zur Ausscheidungsautonomie einfühlsam begleiten, indem sie die
Entwicklung der Blasen- und Darmkontrolle berücksichtigen sowie zentrale
kindliche Signale nutzen. Zudem lernen sie, Mikrotransitionen rund um
den Toilettengang zu gestalten und Herausforderungen wie Konfliktnässen
oder Zuwendungsverlustängsten von Kindern einfühlsam zu begegnen.
Gleichzeitig stärken sie ihre Kompetenz in der Zusammenarbeit mit Eltern
und im souveränen Umgang mit oft tabuisierten Ekelemotionen. Welche Kompetenzen erwerben Sie in dieser Fortbildung? Grundwissen über die Entwicklung der Blasen- und DarmkontrolleSicheres Erkennen zentraler kindlicher Signale, die auf ihre Bereitschaft zur Ausscheidungsautonomie hinweisenSchaffen einer unterstützenden Umgebung die Sicherheit vermittelt und Zuwendungsverlustängste reduziertBegleitung der Mikrotransitionen (z. B. vom Spielen zum Toilettengang) durch den Einsatz von Übergangsobjekten und -liedernEntwicklung
eines kindgerechten „Drehbuch-Skripts“ für den Toilettengang, das
Orientierung und Sicherheit auch bei der Bewältigung der
Reinigungsfunktionen gibtGeschlechtsspezifische Unterschiede bei der Begleitung von Kindern zur AusscheidungsautonomieKompetenter Umgang mit typischen Herausforderungen, wie Ängsten vor der Toilette oder KonfliktnässenZusammenarbeit mit Eltern und interdisziplinären FachkräftenReflexion eigener Haltungen zu Sauberkeit, Körperlichkeit und Ekel, um ein professionelles Antwortverhalten sicherzustellenSouveräner Umgang mit tabubehafteten Themen wie Ekel - Entwicklung von Strategien zum Ekelmanagement
Das Seminar ist Teil der Zertifizierungskurses
Fachkraft für frühkindliche Bildung und Förderung für Kinder unter drei Jahren Referentin: Prof. Dr. Dorothee GutknechtZielgruppe: Alle Berufsgruppen, die mit Säuglingen und Kleinkindern arbeiten, insbesondere in Krippe, Kita und Tagespflege
Frau Gutknecht bietet am ZEL weitere Seminare zu den Lebensaktivitäten Schlafen und Essen sowie zu Beißverhalten an:
Schlafen und Ruhen in der Kita achtsam und responsiv begleiten Beißverhalten von Kindern in der Kita - Achtsame und responsive HandlungsmöglichkeitenBildungsort Mahlzeit: Dramen und Herausforderungen beim Essen lernen!
Wann braucht ein Kind Logopädie und wie bekommt es diese?
55,00 €
Vortrag: Logopädie:
Online: Mo., 14.09.2026 - 16:00 - 17:30 Uhr
Ein Einblick in die Versorgungsstrukturen bei Kindern mit SESLogopädie ist ein ärztlich verordnetes Heilmittel, das durch staatlich anerkannte Logopäd*innen bzw. verwandte Berufe erbracht wird. Die Kosten hierfür tragen die gesetzlichen und privaten Krankenkassen. In diesem Vortrag werden der Weg von der ärztlichen Verordnung bis zum Beginn der Therapie beschrieben und Besonderheiten in der logopädischen Versorgung von Kindern mit Sprachentwicklungsstörungen erläutert. Hierbei werden auch Sprachtherapie und Sprachförderung voneinander abgegrenzt und Sie erfahren, worin genau die Unterschiede bestehen. Durch den Vortrag erweitern Sie Ihr Fachwissen, das Sie sowohl in der Kooperation mit Eltern nutzen können als in der professionellen Zusammenarbeit mit Logopäd*innen und Kinderärzt*innen. Sie erhalten zudem Ideen zum Aufbau von Netzwerken und Kooperationen zwischen allen an der Versorgung Beteiligten
Referent: Dr. Falko DittmannZielgruppe: Fachpersonen aus Krippe, Kita, Kindertagespflege, Heilpädagogik, Soziale Arbeit & FrühförderungAlle weitere Vorträge der Reihe finden Sie hier: Praxiswissen auf den Punkt