Das HET LRS „Mein Kind mit Lese-Rechtschreibschwierigkeiten verstehen, stärken und unterstützen“ (Buschmann & Multhauf) zielt auf eine Steigerung der Freude des Kindes am Lesen und Schreiben und auf eine Reduktion der elterlichen Belastung ab. Die Wirksamkeit des HET LRS wurde in einer wissenschaftlichen Studie am ZEL überprüft. Eltern, die am Training teilnahmen, fühlten sich sicherer im Umgang mit den Problemen des Kindes, konnten ihr Kind besser beim Lesen- und Schreibenlernen unterstützen und zum Üben in alltäglichen Situationen motivieren.
Im Basismodul wird das Konzept des HET LRS inkl. Rahmenbedingungen und Organisation vorgestellt. Sie lernen die Inhalte und den Aufbau jeder Sitzung kennen. Anhand praktischer Demonstrationen von Elementen des HET LRS werden Sie mit der Methodik der kooperativen Zusammenarbeit mit einer Elternkleingruppe vertraut gemacht. Aus den Inhalten lassen sich viele Elemente zusätzlich für die Einzelberatung von Eltern adaptieren. Im Aufbaumodul werden die konkrete Durchführung des HET LRS besprochen und zentrale Bestandteile ausführlich gemeinsam geübt. Hierfür bereiten die Teilnehmer*innen je ein Element des Trainings vor und führen dieses mit der Gruppe durch. Dies ermöglicht ein intensives gemeinsames Lernen und ein Antizipieren typischer Schwierigkeiten in Elterntrainings.
Den Abschluss der Ausbildung bildet eine individuell vereinbarte Supervision des ersten eigenen Trainings (Prüfung). Diese schließt mit einem Zertifikat ab, welches zur selbstständigen Durchführung berechtigt. Die Kosten dafür betragen 250,- Euro (ab 01.01.2027: 325,- Euro).
Die Einarbeitung in folgende Literatur ist notwendig:
Buschmann, A. & Multhauf, B. (2018). Heidelberger Elterntraining Lese-Rechtschreibschwierigkeiten. HET LRS. München: Elsevier bei Urban & Fischer. Teil des
Zertifizierungskurses
Sprach-, Sprech-, Kommunikationsstörungen bei Kindern/Jugendlichen.Referent*innen: Prof. Dr. Anke BuschmannZielgruppe: Fachpersonen aus den Bereichen LRS-Förderung und LRS-Therapie
Zum neuen Durchgang ab dem 27.09.2027 startet das ZEL mit "HIT Kiga+" ein überarbeitetes HIT-Programm für Kitas. Die bewährten Inhalte und Methoden bleiben erhalten, werden aber um neue Bausteine ergänzt. Details zu den Neuerungen folgen in Kürze.Das Heidelberger Interaktionstraining – HIT Kiga ist ein evaluiertes und praxisorientiertes Fortbildungskonzept. Die Wirksamkeit wurde in verschiedenen Studien wiederholt nachgewiesen (u. a. Simon & Sachse 2011, 2013). Dies zeichnet das HIT Kiga gegenüber anderen Konzepten aus. Seit seiner Einführung wurden bereits über 3000 Fachkräfte von unseren Mitarbeiter*innen geschult.
Im HIT Kiga werden Sie zu einem sprachförderlichen Interaktionsverhalten in natürlichen Kommunikationssituationen befähigt. Sie erwerben zunächst ein Grundlagenwissen zu den Themen Ablauf der Sprachentwicklung, Verzögerungen/Störungen im Spracherwerb und Früherkennung von Sprachauffälligkeiten. Darauf aufbauend lernen Sie, situationsübergreifend eine sprachförderliche Grundhaltung gegenüber den Kindern einzunehmen und ihr Sprachangebot so an das jeweilige Kind anzupassen, dass es den nächsten sprachlichen Entwicklungsschritt erreicht. Sie erfahren, wie Sie bestimmte Situationen, z. B. die gemeinsame Bilderbuchbetrachtung oder das gemeinsame Spiel, gezielt sprachförderlicher gestalten und welche Verhaltensweisen sich eher hemmend auf die kindliche Sprechfreude auswirken können.
Das HIT Kiga enthält vier bis sechs Module im Abstand von vier Wochen. Es wird außerordentlich praxisnah durchgeführt. Im Vordergrund steht das gemeinsame Erarbeiten theoretischer und praktischer Inhalte unter Einbezug Ihres Wissens und Ihrer Erfahrungen. Mittels Videoclips werden Lerninhalte erarbeitet und anschließend aktiv in Kleingruppen ausprobiert. Zwischen den Sitzungen besteht Zeit, das Gelernte im Kita-Alltag direkt umzusetzen.
Teil des
Zertifizierungskurses
Fachkraft/Multiplikator*in für alltagsintegrierte Sprachbildung und Sprachförderung in der Kita
Das Seminar entspricht den in der "Verwaltungsvorschrift Kolibri" skizzierten Anforderungen und ist zur Qualifizierung von Sprachförderkräften im Rahmen des Programms „Intensive Sprachförderung Plus" (ISF+) geeignet.
Referent*in: Brigitte Degitz, Carmen Huck, Falko Dittmann
Kinderschutz in der Sprachtherapie: Beobachten, Erkennen, Handeln:
Online: Do, 09.09.2027, 14.00 - 17.00 Uhr (4 UE)
Sprachtherapeut*innen werden im Arbeitskontext immer wieder mit dem Thema
Kindeswohlgefä hrdung konfrontiert. Ihre fachliche Perspektive sowie berufsethische und
gesetzliche Verpflichtung zum Schutz von Kindern stellen wichtige Ressourcen fü r den
interdisziplinä ren Kinderschutz dar, werfen aber auch Fragen auf:Was ist überhaupt eine Kindeswohlgefä hrdung?Wo liegen Beobachtungs- und Wahrnehmungschancen im Rahmen der Sprachtherapie?Welche Schritte sind bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung zu gehen?In der Fortbildung werden sozialpädagogische und rechtliche Grundlagen zum Kindeswohl
und seiner Gefährdung beleuchtet sowie das Vorgehen und wichtige Anlaufstellen bei
Verdacht auf Kindeswohlgefährdung vorgestellt.Referentin: Marie SeeligerZielgruppe: angehende und praktizierende Sprachtherapeut*innen und Logopä*innen
In diesem eintägigen Aufbaumodul lernen Sie die praktische Umsetzung des HET GES (Buschmann & Jooss, 2012) für Kinder mit einer globalen Entwicklungsstörung (z. B. im Rahmen eines Down-Syndroms, eines Fragilen-X-Syndroms oder unklarer Genese) kennen. Wesentliche Bausteine des HET GES werden Ihnen präsentiert. Zudem werden Ihnen Varianten der Durchführung als Wochenendworkshop vorgestellt.
Neu ab 2019: Überarbeitete und ergänzende Materialien
Teilnehmer*innen des Kurses erhalten komplett überarbeitete Arbeitsblätter für Eltern sowie weitere von Dr. Anke Buschmann neu konzipierte Materialien im modernen Design.
Die Einarbeitung in folgende Literatur ist notwendig:
Buschmann, A. & Jooss, B. (2012). Heidelberger Elterntraining zur Kommunikations- und Sprachanbahnung bei Kindern mit globaler Entwicklungsstörung. Trainermanual. München: Elsevier bei Urban & Fischer.
Den Abschluss der Ausbildung bildet eine individuell vereinbarte Supervision des ersten eigenen Trainings (Prüfung). Diese schließt mit einem Zertifikat ab, welches zur selbstständigen Durchführung berechtigt. Die Kosten dafür betragen 250,- Euro (ab 01.01.2027: 325,- Euro).
Dieses Aufbaumodul kann nur von Personen besucht werden, die bereits die Ausbildung HET Late Talker absolviert haben. Bitte kontaktieren Sie uns vor Ihrer Anmeldung.
Dieses Modul wird ab drei Personen durchgeführt. Bei Teilnahme von weniger als acht Personen findet es aufgrund der erhöhten Intensität von 9.30 bis 13.00 Uhr statt.
Referent*in: Prof. Dr. Anke Buschmann
Zielgruppe: Fachpersonen aus den Bereichen Sprachdiagnostik und Sprachtherapie, Psychologie, Medizin, Sonderpädagogik, Heilpädagogik sowie Interessierte
Beißen in der Krippe:
Online: Fr. 23.09.2027, 09.30 - 16.00 Uhr (7 UE)
Entwicklungspsychologisch betrachtet ist es nicht ungewöhnlich, wenn kleine Kinder andere Kinder in der Gruppe beißen. Wenn es zu Verletzungen gekommen ist, oder das Verhalten häufiger auftritt, wird es allerdings schnell zu einem schwerwiegenden Problem für alle Beteiligten in Krippe oder Kita. Eltern verlangen den Ausschluss des „Beißers“ oder der „Beißerin“ oder nehmen ihr Kind, wenn es gebissen wurde, gleich ganz aus der Einrichtung. Pädagogische Fachkräfte fragen sich in solchen Situationen, wie sie mit dem Verhalten angemessen umgehen sollen, denn: Selbst wenn das beißende Kind regelrecht „beschattet“ wird, kann es zu „Attacken aus heiterem Himmel“ kommen. Das Verhalten kann sich sogar auf die Gruppe ausweiten, und es gibt plötzlich mehrere Kinder, die beißen. Im Seminar werden auf Basis aktueller Forschungsergebnisse abgestimmte – responsive – Strategien im Umgang mit Beißen vorgestellt, die alle Beteiligten in den Blick nehmen: Kinder, Eltern, Fachkräfte, Leitung und Träger.
Das Seminar ist Teil der Zertifizierungskurse
:Fachkraft für frühkindliche Bildung und Förderung für Kinder unter drei JahrenFachkraft für Inklusionspädagogik im Früh- und ElementarbereichReferent*in: Prof. Dr. Dorothee GutknechtZielgruppe: Alle Berufsgruppen, die mit Säuglingen und Kleinkindern arbeiten, insbesondere in Krippe, Kita und Kindertagespflege
Die Arbeit mit selektiv mutistischen Kindern ist seit vielen Jahren der zentrale Therapie- und Forschungsschwerpunkt im Sprachtherapeutischen Ambulatorium der Technischen Universität Dortmund. Beratungs- und Therapieanfragen von Familien mutistischer Kinder erfolgen deutschlandweit. In dieser Fortbildung wird der therapeutische Ansatz „DortMuT“ (Dortmunder Mutismus-Therapie) vorgestellt, der auf dem Konzept von Katz-Bernstein für schweigende Kinder und Jugendliche basiert.
Wesentliche Aspekte der Fortbildung:
Fachliche Grundlagen zum selektiven Mutismus
Gestaltung von Erstkontakten mit selektiv mutistischen Kindern und Jugendlichen
Beratung von Eltern, interdisziplinäre Zusammenarbeit und Vernetzung
Zugänge im sprachtherapeutischen Kontext, unter anderem:
Konzept des Safe Place und Transferaufgaben
Arbeit mit Handpuppen, Symbol- und Rollenspiel als therapeutische Intervention
verhaltenstherapeutische Elemente: Verhandlungen und Verträge
Die Arbeit mit Betroffenen wird anhand vielfältiger Videobeispiele veranschaulicht. Gerne können Fallbeispiele von Teilnehmer*innen eingebracht werden.
Aufbauend auf das Basisseminar bieten wir am ZEL zudem jährlich wechselnde Vertiefungsseminare an.
Teil des
Zertifizierungskurses
Sprach-, Sprech-, Kommunikationsstörungen bei Kindern/Jugendlichen.
Referent*in: Kerstin BahrfeckZielgruppe: Fachpersonen aus den Bereichen Sprachtherapie, Logopädie, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie, Heilpädagogik und Ergotherapie sowie Ärzt*innen
Schlafen in der Kinderkrippe:
Online: Fr. 24.09.2027, 09.30 - 16.00 Uhr (7 UE)
Wenn in Krippe oder Kita das Schlafengehen bevorsteht, steigt bei vielen Fachkräften der Stresspegel: Denn der Übergang, bis jedes Kind schläft, kann als große Herausforderung empfunden werden. Daneben müssen auch Formen der Ruhebegleitung für die Kinder gefunden werden, die den Tagesschlaf bereits aufgegeben haben. Fachkräfte stehen hier täglich vor der Aufgabe, mit den Schlafgewohnheiten des Kindes und den Wünschen der Eltern zu arbeiten. Die gesamte Pädagogik in der Mittagszeit einer Einrichtung sollte die Selbstregulation der Kinder unterstützen, damit die Kinder „loslassen" und sich im Sinne eines Spannungsabbaus „herunterregulieren" können. Wie bei anderen Schlüsselsituationen im Tagesablauf auch, liegen die Vorstellungen von Eltern zum kindlichen Schlafbedürfnis mit jenen der pädagogischen Fachkräfte oft weit auseinander. Die pädagogische Fachkraft ist gefordert, die Wünsche der Eltern zu respektieren und gleichzeitig einen Weg zu finden, der am Wohl des Kindes ausgerichtet ist und die Grundorientierungen der Einrichtung aufgreift. Welche Kompetenzen erwerben Sie in dieser Fortbildung?Wissen über das kindliche Schlafbedürfnis und die Konsequenzen von Schlafmangel Umgang mit Unruhe im Schlafraum Gestaltung der Schlafsituation in der Eingewöhnung Begleitung der Tagesübergänge (Mikrotransitionen), z. B. vom Essen zum Schlafen Professionelle und konstruktive Zusammenarbeit mit Eltern rund um das Thema Schlaf Optimierung des „Drehbuch-Skripts" vom Schlafen und Ruhen in der jeweiligen Einrichtung Teil des Zertifizierungskurses Fachkraft für frühkindliche Bildung und Förderung für Kinder unter drei Jahren
Referentin: Prof. Dr. Dorothee Gutknecht Zielgruppe: Alle Berufsgruppen, die mit Säuglingen und Kleinkindern arbeiten, insbesondere in Krippe, Kita und Kindertagespflege