Beißen in der Krippe:
Online: Fr. 23.09.2027, 09.30 - 16.00 Uhr (7 UE)
Entwicklungspsychologisch betrachtet ist es nicht ungewöhnlich, wenn kleine Kinder andere Kinder in der Gruppe beißen. Wenn es zu Verletzungen gekommen ist, oder das Verhalten häufiger auftritt, wird es allerdings schnell zu einem schwerwiegenden Problem für alle Beteiligten in Krippe oder Kita. Eltern verlangen den Ausschluss des „Beißers“ oder der „Beißerin“ oder nehmen ihr Kind, wenn es gebissen wurde, gleich ganz aus der Einrichtung. Pädagogische Fachkräfte fragen sich in solchen Situationen, wie sie mit dem Verhalten angemessen umgehen sollen, denn: Selbst wenn das beißende Kind regelrecht „beschattet“ wird, kann es zu „Attacken aus heiterem Himmel“ kommen. Das Verhalten kann sich sogar auf die Gruppe ausweiten, und es gibt plötzlich mehrere Kinder, die beißen. Im Seminar werden auf Basis aktueller Forschungsergebnisse abgestimmte – responsive – Strategien im Umgang mit Beißen vorgestellt, die alle Beteiligten in den Blick nehmen: Kinder, Eltern, Fachkräfte, Leitung und Träger.
Das Seminar ist Teil der Zertifizierungskurse
:Fachkraft für frühkindliche Bildung und Förderung für Kinder unter drei JahrenFachkraft für Inklusionspädagogik im Früh- und ElementarbereichReferent*in: Prof. Dr. Dorothee GutknechtZielgruppe: Alle Berufsgruppen, die mit Säuglingen und Kleinkindern arbeiten, insbesondere in Krippe, Kita und Tagespflege
Als „Late
Talker“ bezeichnet man Kinder, die deutlich später anfangen zu sprechen
als andere, obwohl sie ansonsten altersgerecht erscheinen. Genau diese
Kinder wecken seit einigen Jahren unser besonderes Interesse. Es stellt
sich bei jedem Kind erneut die Frage: Sollen wir abwarten oder nicht?
Ziel des Seminars ist es, Ihnen
einen wissenschaftlich fundierten und praxisnahen Überblick über das
Erscheinungsbild der „Late Talker“ zu geben. Möglichkeiten zur
Früherkennung und -förderung dieser Kinder werden dargestellt.
Fallbeispiele aus der täglichen Praxis des ZEL werden zur Illustration
eingesetzt.
Welche Kompetenzen erwerben Sie in dieser Fortbildung?
Kenntnisse über die Ursachen von Verzögerungen in der Sprachentwicklung
Wissen über die weitere Entwicklung und Prognose von Late Talker
Kenntnisse über Möglichkeiten der Früherkennung und Anlaufstellen für Diagnostik
Kenntnis über wirksame Förderansätze
Das Seminar ist Teil der
Zertifizierungskurse:
Fachkraft/Multiplikator*in für alltagsintegrierte Sprachbildung und Sprachförderung in der Kita
Fachkraft für frühkindliche Bildung und Förderung für Kinder unter drei Jahren
Fachkraft für Inklusionspädagogik im Früh- und Elementarbereich
Referent*in: Dr. Falko DittmannZielgruppe: Fachpersonen aus Krippe, Tagespflege, Kita und Frühförderung sowie Ärzt*innen
Das gesunde Zusammenwirken von Mundmotorik, Nasenatmung und
Gehör spielt vom ersten Lebenstag an eine wichtige Rolle für die sprachliche
und körperliche Entwicklung. Saug- und Lutschgewohnheiten sowie ständig
wiederkehrende Erkältungen wirken hier ungünstig ein, wenn nicht achtsam
gegengesteuert wird.
In diesem Seminar lernen Fachkräfte die Bedeutung von Mund,
Nase und Ohr für die (früh-) kindliche Entwicklung kennen, vertiefen ihr Wissen, um Fehlentwicklungen frühzeitig erkennen zu können und erarbeiten gemeinsam Handlungsmöglichkeiten für die Förderung und Elternarbeit. Es wird thematisiert, wie Fachkräfte
in der Kita sowohl die Eltern als auch die Kinder verständnisvoll unterstützen
können, um ungünstiges Verhalten abzubauen (z. B. Schnullerentwöhnung) und eine
gesunde Entwicklung rund um den Mund zu fördern.
Die Entstehung einer schwachen Mundmuskulatur (fachsprachlich „Myofunktionelle Störungen“)
beginnt im
Säuglings- und Kleinkindalter.
In dieser Zeit kann durch einfache Maßnahmen entgegengewirkt werden,
wenn die Bezugspersonen über die Zusammenhänge der Mundfunktionen Bescheid
wissen und eine Fehlentwicklung früh erkennen.
Neben einer genetischen Veranlagung ist die Mundmuskulatur nämlich von
äußeren Einflussfaktoren wie z. B. Ernährungsweise oder Schnullergebrauch
abhängig.
Unbehandelt
verursacht eine schwach ausgeprägte Mundmuskulatur Zahn- und Kieferfehlstellungen sowie Sprechstörungen. Ein stets offener Mund führt zu häufigen Infekten, welche die Sprachentwicklung ungünstig beeinflussen können. Denn häufig ist die Belüftung des Mittelohres beeinträchtigt, was zu Schallleitungsstörungen führt, so dass die Kinder phasenweise schlechter hören.
Welche Kompetenzen erwerben Sie in dieser Fortbildung?Grundlagenwissen zu Aufbau, Funktion und Zusammenarbeit von Mund, Nase und OhrErkennen der Schlüsselfunktion von Mundschluss
und NasenatmungEinordnen der kurz- mittel- und langfristigen Auswirkungen von mangelndem Mundschluss und Mundatmung Wertschätzende Beratung zu Nutzen und Schaden des Schnullergebrauchs und Begleitung bei der EntwöhnungEinschätzen, welche alltäglichen Tätigkeiten und Kita-Spiele förderlich oder ungünstig für die Entwicklung von Mundschluss und Nasenatmung sind
Referent*in: Stefanie ZilligZielgruppe: Fachpersonen aus Krippe, Tagespflege und Kita sowie Ärzt*innen
Das Seminar gibt einen Überblick über das Thema Hochbegabung im Kindergarten- und Grundschulalter. Aktuelle Erkenntnisse zu Definition, Diagnose und Intervention werden praxisnah vorgestellt. Hierbei wird besonders auf die frühzeitige Identifikation hochbegabter Kinder und entsprechende Fördermöglichkeiten eingegangen. Anhand verschiedener Fallbeispiele werden Beratungsoptionen vorgestellt.
Im Seminar erhalten Sie auf folgende Fragen Antwort:
Was ist Hochbegabung und wie kann Hochbegabung erkannt und getestet werden?
Entwickeln sich hochbegabte Kinder anders?
Wie können Kinder mit Hochbegabung in Kindergarten und Schule gefördert werden?
Wie kann Verhaltens- und Schulproblemen vorgebeugt werden?
Welche Kompetenzen erwerben Sie in dieser Fortbildung?
Grundwissen zu Hochbegabung und theoretischen Modellen
Überblick über wichtige Aspekte, die bei der Diagnostik zu beachten sind
Kenntnis über Intelligenztests
Möglichkeiten der Förderung von hochbegabten Kindern (v. a. Enrichment und Akzeleration)
Umgang mit Underachievern
Referent*in: Dr. Thomas DreisörnerZielgruppe: Fachpersonen aus den Bereichen Lern-, Ergo- und Sprachtherapie, Psychologie, Kinder- und Jugendlichenpychotherapie, Psychiatrie, Früh-, Heil- und Sonderpädagogik sowie Interessierte aus Kindergarten und Grundschule
Vortrag: Kinder stärken, Krisen bewältigen – Resilienzförderung in der Kita:
Online: Mo., 12.10.2026 - 16:00 - 17:30 Uhr (2 UE)
Resilienz beschreibt die
Fähigkeit, mit belastenden Lebenssituationen konstruktiv umzugehen, Krisen zu
bewältigen und gestärkt aus schwierigen Erfahrungen hervorzugehen. Besonders
Kinder sind in herausfordernden Zeiten häufig starken Belastungen ausgesetzt.
Während manche Kinder unter schwierigen Lebensbedingungen leiden, gelingt es
anderen erstaunlich gut, diese zu bewältigen und daran zu wachsen.
Der Vortrag vermittelt
grundlegendes Wissen darüber, welche Faktoren die psychische Widerstandskraft
von Kindern beeinflussen und wie resilienzfördernde Prozesse von pädagogischen
Fachkräften unterstützt werden können. Gleichzeitig richtet sich der Blick auch
auf die eigenen Ressourcen der Fachkräfte und die Bedeutung von Selbstfürsorge
im pädagogischen Alltag.
Referentin: Laura RösslerZielgruppe: Fachpersonen aus Krippe, Kita, Kindertagespflege,
Heilpädagogik, Soziale Arbeit & Frühförderung
Kinder kommunizieren bereits nonverbal bevor sie sprechen können: Sie teilen sich „mit Händen und Füßen“ und mit ihrer Mimik mit. Dieses natürliche Verhalten können Sie als Fachperson durch Gebärden verstärken und damit Kindern den Weg zur Lautsprache erleichtern. Lautsprachunterstützende Gebärden (LUG) und Piktogramme können in Kita und Frühförderung effektiv genutzt werden. Inklusion ist dabei ein wichtiger Aspekt: Durch den Einsatz von Gebärden und Piktogrammen werden alle Kinder, unabhängig von ihrer sprachlichen oder entwicklungsbezogenen Ausgangslage, in ihrer Kommunikation unterstützt. Besonders hilfreich sind Gebärden und Piktogramme für: mehrsprachige Kinder Kinder mit einer Sprachentwicklungsverzögerung oder -störung Kinder mit einer globalen Entwicklungsstörung, z. B. genetisches Syndrom So können sich die Kinder frühzeitig und erfolgreich ausdrücken und besser an ihrem Alltag teilhaben. In diesem Seminar lernen Sie lautsprachunterstützende Gebärden und Piktogramme kennen, um die alltägliche Kommunikation mit Babys, Kleinkindern und Kindergartenkindern inklusiv zu gestalten. Sie lernen die Grundlagen und verschiedene Systeme kennen, sowie Methoden zur Einführung der LUG. Was lernen Sie in dieser Fortbildung? Basiswissen zur gebärdenunterstützten Kommunikation Überblick über Gebärden-Systeme (z.B. Deutsche Gebärdensprache und Gebärdenunterstützte Kommunikation -GuK von Etta Wilken) Erster Grundwortschatz an Gebärden Methoden der Einführung von Gebärden Einsatz von Metacom-Symbolen, Fotos und Bildern zur Visualisierung Kombination von Bildsymbolen und Gebärden Literatur: Buschmann, A. & Dittmann, F. (2021). Lautsprachunterstützende Gebärden (LUG): Elterninformation. Sprache-Stimme-Gehör 2021 (45), 103-104 Das Seminar ist Teil der Zertifizierungskurse: Fachkraft/Multiplikator*in für alltagsintegrierte Sprachbildung und Sprachförderung in der KitaFachkraft für frühkindliche Bildung und Förderung für Kinder unter drei JahrenFachkraft für Inklusionspädagogik im Früh- und Elementarbereich Referent*in: Brigitte Degitz; Dr. Falko DittmannZielgruppe: Pädagogische Fachkräfte aus Krippe, Kindergarten und Frühförderung, Fachpersonen aus der Heilpädagogik, Ergotherapie und Sprachtherapie
Kursort (Heidelberg): ZEL Heidelberg, Kaiserstr. 36, 69115 HeidelbergKursort (Leipzig): IKOME Dr. Barth GmbH & Co. KG, Hohe Str. 11, 04107 LeipzigAnreise:
die Fortbildung findet zentral in Leipzig (Nähe Bayrischer Bf) statt und
ist gut mit der S-Bahn (Haltestelle Bayrischer Bf) oder dem Auto (B+B
Parkplatz Beethovenstraße 11 oder Sternwartenstraße 35) zu erreichen.
In diesem Seminar erwerben Sie zentrale theoretische Grundlagen und erste praktische Kompetenzen zur systematischen Beobachtung, Dokumentation und Beurteilung der sprachlichen Entwicklungsprozesse bei Kindern im Alter von null bis sechs Jahren. Die Teilnehmer*innen erhalten einen Überblick über methodische Herangehensweisen sowie über verschiedene Beobachtungsverfahren (u. a. sismik, seldak, liseb, BaSik) mit dem Ziel, die kindliche Sprachentwicklung kompetent zu begleiten.
Im Seminar erarbeiten die Teilnehmer*innen Basiswissen zur Beobachtung und zu typischen Beobachtungsfehlern, die die Wahrnehmung und Einschätzung sprachlicher Fähigkeiten beeinflussen. Kriterien für die Qualität einer Beobachtung werden erarbeitet und unterschiedliche Herangehensweisen vorgestellt: Dokumentation der Spontansprache, Einsatz strukturierter Beobachtungsverfahren und Screenings, Abgrenzung gegenüber Testverfahren mit dem Ziel einer Diagnostik. Es werden praktische Übungen zur Beobachtung der Spontansprache durchgeführt.
Welche Kompetenzen erwerben Sie in diesem Seminar?
Grundlagen zur Beobachtung und Dokumentation von (Spontan-)Sprache
Überblickswissen über Methoden und Verfahren der Sprachbeobachtung
entscheiden können, welches Verfahren für die eigene Praxis geeignet ist
Das Seminar ist Teil der
Zertifizierungskurse:
Fachkraft/Multiplikator*in für alltagsintegrierte Sprachbildung und Sprachförderung in der Kita
Fachkraft für Inklusionspädagogik im Früh- und Elementarbereich
Referent*in: Brigitte DegitzZielgruppe: Pädagogische Fachkräfte aus Krippe, Kindergarten und Tagespflege, Fachberatungen und Sprachexpert*innen
Fast jedes zehnte Kind kommt als Frühgeborenes zur Welt, jedes hundertste sogar als Extrem-Frühgeborenes mit einem Geburtsgewicht unter 1000 Gramm. Dank der modernen Medizin haben Frühgeborene heute immer bessere Überlebens- und Entwicklungschancen. Das Risiko für spätere Besonderheiten oder sogar Störungen in der Entwicklung ist bei diesen Kindern aber deutlich erhöht. Insbesondere die Aufmerksamkeit und die Selbstregulation sind kritische Entwicklungsbereiche, die bei Frühgeborenen von Anfang an gut beobachtet werden sollten.
Das Seminar gibt einen umfassenden Überblick aus medizinischer und psychologischer Sicht:
Hintergrundwissen zu Ursachen, Akutbehandlung und Komplikationen
Belastung für Eltern und Geschwisterkinder
Besonderheiten in der Entwicklung (Motorik, Kognition, Verhalten)
Entwicklungsrisiken erkennen
häufig übersehene Risiken von „spät“ frühgeborenen Kindern (32.-36. Woche)
Möglichkeiten der Entwicklungsförderung (Schwerpunkt Selbstregulation und Aufmerksamkeit)
Das Seminar ist Teil der
Zertifizierungskurse:
Fachkraft für frühkindliche Bildung und Förderung für Kinder unter drei Jahren
Fachkraft für Inklusionspädagogik im Früh- und Elementarbereich
Hinweis für Ärzt*innen: Dieses Seminar wurde von der Landesärztekammer Baden-Württemberg mit Fortbildungspunkten akkreditiert.
Referent*innen: Dr. Cornelia BußmannZielgruppe: Pädagogische Fachkräfte aus Krippe, Tagespflege, Kindergarten und Schule, Hebammen sowie Fachkräfte aus der Frühförderung, Heilpädagogik, Ergotherapie, Sozialpädagogik und Psychologie
ADHS ist eine der häufigsten psychischen Störungen im Kindes- und Jugendalter. In Ihrer täglichen Arbeit begegnen Sie immer wieder Kindern und Jugendlichen, die durch Unaufmerksamkeit, Hyperaktivität oder Impulsivität auffallen. Diese Verhaltensweisen führen oft zu Fragen wie: Wann handelt es sich um normale Entwicklungsphasen und wann um ADHS? Was muss bei einer fundierten Diagnostik beachtet werden? Welche Interventionen sind in welchem Alter am wirksamsten? Wann ist der Einsatz von Medikation sinnvoll? In diesem Seminar lernen Sie die aktuellen diagnostischen Kriterien kennen und erfahren, wie sich die Symptomatik vom Kindergarten bis ins Jugendalter verändert. Anhand praxisnaher Fallbeispiele werden Ihnen wirksame Interventionsmöglichkeiten für verschiedene Altersgruppen vorgestellt. Eine eigene Einheit widmet sich der altersangepassten Medikation bei ADHS. Videos, Kleingruppenarbeiten und Diskussionen ermöglichen Ihnen einen lebendigen Austausch mit anderen Fachkräften. Welche Kompetenzen erwerben Sie in dieser Fortbildung? Fundiertes Grundwissen zu Störungsbild und Verlauf von der frühen Kindheit bis ins Jugendalter Sicherheit in der altersgerechten Diagnostik und differenzialdiagnostischen Abgrenzung Überblick über wirksame, entwicklungsangepasste Behandlungsansätze (v. a. verhaltenstherapeutisch) Verständnis für altersspezifische Herausforderungen in Kindergarten, Schule und Adoleszenz Kenntnisse über die Veränderung der ADHS-Symptomatik im Entwicklungsverlauf Handlungssicherheit bei Entscheidungen zum Medikamenteneinsatz in verschiedenen Altersgruppen Strategien für die erfolgreiche Zusammenarbeit mit Familien, Schulen und anderen Institutionen Wissen über die Bedeutung von ADHS im Erwachsenenalter und langfristige Perspektiven Das Seminar ist Teil des Zertifizierungskurses Fachkraft für Inklusionspädagogik im Früh- und Elementarbereich
Referent*in: Dr. Thomas Dreisörner Zielgruppe: Fachpersonen aus den Bereichen Lern-, Ergo- und Sprachtherapie, Psychologie, Psychiatrie, (Früh-, Heil-, Sonder-) Pädagogik, Ärzt*innen sowie Interessierte aus den Bereichen Kindergarten und Grundschule
Kinder mit Sprachverständnisstörungen erkennen und unterstützen:
Online: Mo. 26.10.2026 - 09:30 - 16:00 Uhr (7UE)
Wenn ein Kind nicht richtig spricht, wird dies meistens rasch bemerkt. Aber wenn ein Kind Sprache nicht richtig versteht, bleibt dies oft unbemerkt. Nicht selten wird ein „falsches“ Verhalten als böswillig oder provozierend interpretiert. Oder es wird vermutet, dass das Kind nicht richtig zuhört, beispielsweise im Morgenkreis oder beim Buchanschauen. Es gibt jedoch Kinder, die können genauso gut denken und hören wie andere Kinder, aber sie verstehen Sprache nicht altersentsprechend. Dies ist häufig im Rahmen einer Sprachentwicklungsstörung der Fall und wird als Sprachverständnisstörung bezeichnet.In diesem Seminar wird folgenden Fragen nachgegangen: Woran erkenne ich, dass ein Kind Schwierigkeiten hat, Sprache zu verstehen? Welche Folgen hat eine Sprachverständnisstörung für die weitere Entwicklung des Kindes? Wie können betroffene Kinder effektiv unterstützt werden?Welche Kompetenzen erwerben Sie in dieser Fortbildung?Ursachen und Erscheinungsbild von SprachverständnisstörungenErkennen betroffener Kinder im pädagogischen AlltagAuswirkungen einer Sprachverständnisstörung auf andere EntwicklungsbereichePraktische Maßnahmen und Ansätze zur gezielten Förderung des Sprachverständnisses im Einzelkontakt und in der GruppeReflexion und Analyse des eigenen pädagogischen HandelnsReferent: Dr. Falko DittmannZielgruppe: Fachpersonen aus Krippe, Heilpädagogik, Frühförderung, Tagespflege und Kindergarten
Kinder mit Sprachentwicklungsstörung im Vorschul- und Schulalter:
Online: Di. 27.10.2026, 09.30 - 16.00 Uhr (7 UE)
Fünf bis acht Prozent der Kinder weisen Auffälligkeiten in ihrer Sprachentwicklung bei ansonsten altersentsprechender Allgemeinentwicklung auf. Diese sog. Sprachentwicklungsstörungen (SES) bestehen mitunter bis ins Vorschul- bzw. Grundschulalter. In dieser Fortbildung wird das Erscheinungsbild einer SES ausführlich vorgestellt und deren verschiedenen Facetten (Auffälligkeiten im Wortschatz, in der Grammatik, in der Aussprache, im Sprachverstehen) anhand von Fallbeispielen ein- und mehrsprachig aufwachsender Kinder näher beleuchtet. Das Zusammenspiel verschiedener ursächlicher Faktoren wird betrachtet und die Auswirkungen auf schulisches Lernen erläutert. Sie lernen effektive Unterstützungsmöglichkeiten kennen, die in der Kita und in der Schule genutzt und auch Eltern empfohlen werden können.
Welche Kompetenzen erwerben Sie in dieser Fortbildung?
Überblick über die Erscheinungsform einer Sprachentwicklungsstörung
Verständnis für die sprachlichen und emotionalen Probleme betroffener Kinder
Sicherheit in der Unterstützung der Kinder im Kita- und Schulalltag
Fach- und Handlungswissen zur Beratung von Eltern, um ihnen Handlungsempfehlungen geben zu können
Das Seminar ist Teil der
Zertifizierungskurse:
Sprach-, Sprech-, Kommunikationsstörungen bei Kindern/Jugendlichen
Fachkraft/Multiplikator*in für alltagsintegrierten Spracherwerb und Sprachbildung in der Kita
Fachkraft für Inklusionspädagogik im Früh- und Elementarbereich
Referent: Falko DittmannFachpersonen, die mit Kindern im Schulalter arbeiten (u. a. Lehrkräfte aus Grund- und weiterführenden Schulen, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie, Psychologie, Kindergarten, Sonderpädagogik, Heilpädagogik)
Veranstaltungsort: Online via Zoom
Der Kita-Alltag ist für die Jüngsten ein spannendes Abenteuer mit vielen herausfordernden Situationen. Um diesen zu meisten, brauchen Unter-Dreijährige Fachkräfte, die sie dabei feinfühlig und entwicklungsförderlich begleiten. Welche Methoden können Fachkräfte ganz praktisch in der Beziehungsgestaltung einsetzen? Wie können Sie den Tagesablauf in Krippe und Kindertagespflege entwicklungsförderlich gestalten? Am ersten Seminartag erhalten Sie Grundlagenwissen zu den kindlichen Bedürfnissen. Daran anknüpfend erarbeiten wir resultierenden Anforderungen an die Fachkraft-Kind-Interaktion. Sie lernen Interaktionsstrategien kennen, wie der Einsatz musikalischer und sprachlicher Elemente oder Rituale. Der zweite Seminartag startet mit einem Überblick über die häufigsten von Übergängen im Tagesablauf (Mikrotransitionen) im Kita-Alltag und die Auswirkungen einer fehlenden feinfühligen Begleitung der Kinder. An Praxisbeispielen (z. B. vom Anziehen zum Draußenspielen) lernen Sie Methoden zur responsiven Gestaltung von Mikrotransitionen. Auf dieser Grundlage analysieren und reflektieren Sie systematisch die eigene Praxis der Übergangsgestaltung Was lernen Sie in dieser Fortbildung? Grundlagenwissen zur Funktion und Entwicklung von Bindung / bindungsähnlichen Beziehungen Überblick zu den Bedürfnissen von Kindern unter drei Jahren Strategien einer responsiven Interaktionsgestaltung Basiswissen zu den verschiedenen Arten von Mikrotransitionen Methoden zur Gestaltung von Übergängen im Tagesablauf Methoden zur Analyse und Reflexion der Übergangsgestaltung in der eigenen Praxis Das Seminar ist Teil der zertifizierten Weiterbildungen: Fachkraft für frühkindliche Bildung und Förderung für Kinder unter drei Jahren Referentinnen: Carmen Huck , Brigitte DegitzZielgruppe: Fachpersonen aus Krippe und Tagespflege sowie Interessierte
Kinderschutz, Gefährdungen des Kindeswohls und deren frühzeitige
Erkennung sind ethische wie auch rechtliche Verpflichtung mit höchster
Bedeutung. Dieses zweitägige Seminar widmet sich dem Thema im pädagogischen wie
auch therapeutischen Kontext. Teilnehmer*innen lernen, Gefährdungen des
Kindeswohls frühzeitig zu erkennen und im Team und mit Eltern angemessen zu
sprechen und zu handeln. Sie werden in der Umsetzung der notwendigen Maßnahmen
gestärkt und für die Aufgaben sensibilisiert, die wir alle, auch die Träger, im
Rahmen des Kinderschutzes wahrnehmen müssen.
Am ersten Tag werden die notwendigen Grundkenntnisse
erarbeitet. Ausgehend von der Definition von Grenzüberschreitung, Gefährdung
und Verletzung des Kindeswohls leiten wir mögliche Risikofaktoren ab. Wir
diskutieren, wie diese identifiziert und präventiv vermieden werden können.
Anhand von praktischen Aufgaben wird erprobt, wie mit Hinweisen und
Verdachtsfällen sensibel, aber rechtlich korrekt und zielführend umgegangen
werden kann. Ein besonderes Augenmerk liegt auf den spezifischen Aufgaben des
Trägers, der Leitungen und der Teammitglieder. Dazu gehört auch die Erstellung
eines Kinderschutz-Konzepts. Bei Bedarf können die Grundsätze und eine Gliederung
einer Kinderschutz-Konzeption dargestellt werden.
Am zweiten Seminartag steht eine einfühlsame Kommunikation
im Team und mit den Eltern im Mittelpunkt. Dazu gehört die teaminterne
Kommunikation bei Verdachtsfällen und ein abgestuftes und strukturiertes
Vorgehen im Team und mit externen Partnern. Ein anderer Schwerpunkt liegt auf
einer wertschätzenden Gesprächsführung. Besonders wichtig ist die Bearbeitung
der emotionalen Reaktionen und Unsicherheiten bei Ihnen selbst, bei Kolleginnen
und Kollegen und bei Eltern.
Welche Kompetenzen erwerben Sie in dieser Fortbildung:
Wichtige gesetzliche Grundlagen und die Rechte der KinderDefinition und Beispiele von Grenzüberschreitung, Gefährdung und
Verletzung des Kindeswohls
Identifizieren von Gefährdungshinweisen und Einordnen von auffälligem
Verhalten
Handlungsrichtlinien bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung
Wissen über präventive Maßnahmen
Angemessene Gesprächsführung mit betroffenen und nicht-betroffenen
Eltern
Richtlinien für den sensiblen Umgang im Team
Ggf. Grundlagen einer Kinderschutz-Konzeption
Referent: Dr. Henning RosenkötterZielgruppe: Fachpersonen aus Kindergarten, Krippe, Tagespflege und Frühförderstellen sowie logopädischen und ergotherapeutischen (Groß-) PraxenDas Seminar ist Teil des Zertifikatskurses: Fachkraft für Inklusionspädagogik im Früh- und Elementarbereich
Wenn das Sprechen hüpft oder sich anhört als wenn es vorgespult wird, spricht man von Stottern oder Poltern. Wobei handelt es sich bei diesen Veränderungen des Sprechens und ab wann spricht man von Stottern oder Poltern? Wie können betroffene Personen unterstützt werden und worauf ist in der Kommunikation als Gesprächspartner*in zu achten? Mit diesen Fragen und dem diagnostischen Vorgehen setzen wir uns im Seminar näher auseinander. Weiteren Bestandteil stellt die Vorstellung von Fördermöglichkeiten und -material dar.
Welche Kompetenzen erwerben Sie in dieser Fortbildung?
Einführung in die Themen Stottern und Poltern
Wissen zur Diagnostik bei Stottern und Poltern
Wissen zur Kommunikation als Gesprächspartner*in bei Stottern und Poltern
pädagogische und therapeutische Fördermöglichkeiten
Das Seminar ist Teil des
Zertifizierungskurses:
Fachkraft/Multiplikator*in für alltagsintegrierte Sprachbildung und Sprachförderung in der Kita
Referent*in: Maximilian ChristmannZielgruppe: Fachpersonen aus den Bereichen
Kita/Tagespflege,
Logopädie/Sprachtherapie, Psychologie/Psychotherapie, , Schule, Ergotherapie, Medizin und Physiotherapie
Vom Wahrnehmen zum Lernen:
Online: Fr. 13.11.2026, 09.00 - 16.00 Uhr (8 UE)
Kein Mensch kann lernen, ohne wahrzunehmen. Jedoch nehmen viele Menschen etwas wahr, ohne daraus zu lernen. Wir sollten daher viel über Wahrnehmung lernen. Wahrnehmung, Gedächtnis und Aufmerksamkeit sind wichtige Voraussetzungen für Lernen. Um Therapie- und Bildungsprozesse gezielter zu gestalten, lernen Sie verschiedene Wahrnehmungsformen kennen und erfahren, wie diese in Alltagshandlungen eingebettet sind. Es werden Möglichkeiten besprochen, wie eine Krippe, Kita oder Praxis unter dem Aspekt Wahrnehmung gestaltet werden kann. Fallbeispiele sind willkommen.
Welche Kompetenzen erwerben Sie in dieser Fortbildung?
Definition von Wahrnehmung und Unterschiede in den Wahrnehmungsfunktionen
Diskussion der Begriffe „gezielte Förderung“, „spielerisch“ und Ganzheitlichkeit
Erkennen von Wahrnehmungsstörungen
Beispiele und Anregungen für Wahrnehmungsspiele und -therapie
prüfender Blick auf die Raumgestaltung und das Therapiematerial
Literaturangabe:Groschwald & Rosenkötter (2016). Vom Wahrnehmen zum Lernen, Frühe Bildung in Krippe und Kita. Herder Verlag.
Teil des
Zertifizierungskurses Fachkraft für Inklusionspädagogik im Früh- und Elementarbereich
Referent*in: Dr. Henning RosenkötterZielgruppe: Fachpersonen aus den Bereichen Krippe, Kindergarten, Tagespflege, Kinderpflege, Heilpädagogik, Frühförderung, Ergotherapie, Sonderpädagogik, Lernpädagogik und Psychologie
Für Kinder steht ein reichhaltiges und abwechslungsreiches Medienangebot zur Freizeitgestaltung zur Verfügung. Auch unter jungen Kindern ist die digitale Mediennutzung daher heute deutlich stärker verbreitet als noch vor zehn Jahren. Neben dem Fernseher haben Smartphone, Tablet und Co. einen festen Platz im Alltag zahlreicher Familien. Diese Entwicklung verunsichert viele Eltern und Fachkräfte und führt zu Fragen wie:Welcher Konsum ist (noch) unbedenklich?Welchen Einfluss hat die Nutzung digitaler Medien auf die Sprachentwicklung der Kinder?Was gilt es bei der Auswahl digitaler Medien zu beachten?Im Seminar werden Ihnen aktuelle Studienergebnisse zum Nutzungsverhalten digitaler Medien im Kindesalter präsentiert und Sie lernen die Auswirkungen digitaler Medien auf den Spracherwerb von Kindern kennen. Weiterhin wird besprochen, wie innerhalb einer Familie ein gemeinsamer Plan zur Mediennutzung erarbeiten werden kann, der den unterschiedlichen Wünschen und Ansprüchen der Familienmitglieder gerecht wird. Darüber hinaus wird gemeinsam erarbeitet, welche Kriterien bei der Auswahl von Medien zu beachten sind. Welche Kompetenzen erwerben Sie in dieser Fortbildung?Reflexion des Nutzungsverhaltens digitaler Medien im KindesalterWissen zum Zusammenhang von Mediennutzung und SpracherwerbIdeen zur Gestaltung einer angemessenen Medienzeit und -nutzungEinschätzung des Sprachförderpotentials unterschiedlicher MedienAuswahl geeigneter Medien entsprechend der individuellen Voraussetzungen und Bedürfnisse des KindesReferent*in: Carmen Huck und Falko Dittmann Zielgruppe: Pädagogische Fachkräfte aus den Bereichen: Krippe, Kita, Kindertagespflege und Heilpädagogik
Kinder lernen, indem sie aktiv werden in der Interaktion mit Kindern und Erwachsenen. Diese Lernprozesse in der Kita feinfühlig und entwicklungsförderlich zu begleiten, erfordert Fach- und Methodenwissen. Dabei ist die Bereitschaft zur Reflexion des eigenen Handelns zentrale Voraussetzung für eine bedürfnisorientierte Pädagogik. In diesem Grundlagen- und Methodenseminar steht die Interaktion zwischen Fachkraft und Kind im Mittelpunkt. Ziel ist die entwicklungsgerechte Begleitung von Spiel- und Alltagssituationen im Sinne der Zone der nächsten Entwicklung (Wygotski).In diesem pädagogischen Basisseminar erhalten Sie einen Überblick zur Entwicklung des Denkens, der Sprache und zur sozial-emotionalen Entwicklung. Im Zusammenspiel dieser Kompetenzen bauen Kinder die Fähigkeit zur Perspektivübernahme auf. Wie Sie diesen komplexen Lernprozess begleiten können, erfahren Sie in praxisnahen Übungen. Damit Kinder gut lernen können, brauchen sie eine „haltende Umgebung“ (Gutknecht 2015). Im Seminar erfahren Sie, wie sie einen sicheren und anregenden Orientierungsrahmen gestalten. Sie erlernen zudem, wie Sie die Aufmerksamkeit und Impulskontrolle der Kinder fördern können. So können Kinder Lernchancen in Projekten, Spiel- und Alltagssituationen besser nutzen.Was lernen Sie in dieser Fortbildung?Methoden einer responsiven InteraktionsgestaltungÜberblick zu den Meilensteinen der Entwicklung (Bereiche Denken, sozio-emotionale Entwicklung, Sprache)Methoden einer entwicklungsgerechten Begleitung von Bildungssituationen (Spiel, Alltag, Projekte)Förderung von Aufmerksamkeit & Impulskontrolle in LernsituationenReferentinnen: Brigitte Degitz, Carmen Huck Zielgruppe: Interessierte aus pädagogischen Bereichen, für BW: nichtpädagogische Fachkräfte zur Vorqualifikation für ISF+
WichtigDieses Seminar wurde gem. den Vorgaben der Verwaltungsvorschrift Kolibri konzipiert und dient der Vorqualifizierung von nicht pädagogisch vorgebildeten Personen, die Sprachfachkraft im Programm ISF+ werden möchten. Sie erhalten im Vorfeld Unterlagen zur Vorbereitung. Bitte lesen Sie sich diese vor dem Seminartag gründlich durch, damit die Inhalte im Seminar aufgegriffen und bearbeitet werden können.
Entdecken Sie die Welt der Kinder im Autismus-Spektrum und gestalten Sie Ihre pädagogische Arbeit einfühlsamer und wirksamer.Autistische Kinder fallen im pädagogischen Alltag oft dadurch auf, dass ihr Verhalten „anders" erscheint – manchmal schwer einzuordnen oder sogar irritierend. Doch genau hier liegt eine wertvolle Chance: Mit fundiertem Wissen und einem offenen Blick können Sie die Kinder besser verstehen, ihre besonderen Stärken erkennen und sie gezielt und wertschätzend begleiten.In diesem Seminar erhalten Sie einen fundierten Einstieg in das Thema Autismus Spektrum mit Schwerpunkt Kindesalter. Sie lernen die Besonderheiten im Denken und Erleben kennen und setzen sich einerseits mit typischen Merkmalen und andererseits mit der Vielfalt an Erscheinungsformen auseinander. Darüber hinaus erlangen Sie fundiertes Wissen zu Ursachen und Häufigkeit von Autismus sowie zu den zugrundeliegenden Besonderheiten in der Reizwahrnehmung und -verarbeitung.Sie profitieren von zahlreichen Praxisimpulsen, konkreten Fallbeispielen und Raum für Austausch und Reflexion. So wird das theoretische Wissen lebendig und direkt anwendbar für Ihre Arbeit mit Kindern und Familien.Dieses Seminar ist der ideale Einstieg in den Zertifikatskurs „Autismus-Spektrum: Basiswissen für die Praxis". Die Module können Sie auch unabhängig voneinander besuchen – ganz nach Ihren Interessen und Zielen. Nutzen Sie diese Fortbildung, um Ihre Fachkompetenz zu erweitern, mehr Sicherheit im Umgang mit autistischen Kindern zu gewinnen und einen wertvollen Beitrag zu einer inklusiven, verständnisvollen Praxis zu leisten!Welche Kompetenzen erwerben Sie in dieser Fortbildung?fundiertes Grundlagenwissen zu Kindern im Autismus-Spektrumsicheres Verständnis für typische Merkmale und VerhaltensmusterSensibilität und Handlungssicherheit im professionellen und einfühlsamen Umgang im inklusiven pädagogischen und therapeutischen AlltagEinblicke in verschiedene Ausprägungen und mögliche Entwicklungsverläufe
Das Seminar ist Teil der Zertifizierungskurse:Autismus-Spektrum: Basiswissen für die PraxisFachkraft für Inklusionspädagogik im Früh- und ElementarbereichFachkraft für frühkindliche Bildung und Förderung für Kinder unter drei JahrenSprach-, Sprech-, Kommunikationsstörungen bei Kindern/Jugendlichen
Passend dazu die weiteren Seminare der Autismus-Spektrum-Reihe:Autismus-Spektrum II: Diagnostik, Therapie und pädagogische Förderung im ÜberblickAutismus-Spektrum III: Asperger-Syndrom
Besuchen Sie auch:In der Vortragsreihe „Neurodivergenz, Sprache und Kommunikation über die Lebensspanne" erhalten Sie von erfahrenen Referent*innen kompakte und praxisnahe Einblicke in Diagnostik, Förderung und Begleitung sowie in den Alltag von Betroffenen – von der frühen Kindheit bis ins Erwachsenenalter. Auch zu Autismus finden Sie hier Vorträge.Zur Vortragsreihe: Fachvorträge NeurodivergenzReferent*in: Prof. Dr. Anke BuschmannZielgruppe: Fachpersonen aus pädagogischen und therapeutischen Bereichen (Kindertagespflege, Krippe, Kita, Schule, Frühförderung, Frühe Hilfen, Heilpädagogik, Soziale Arbeit, Logopädie, Ergotherapie, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie, Sozialpädiatrie) sowie weitere Interessierte
Bühne frei für den Einsatz von Handpuppen in Kita und Grundschule!In
diesem Workshop lernen Sie aktuelle Theorien und Konzepte für den
Einsatz von Handpuppen in der Sprachvermittlung mit Kindern kennen.
Handpuppen tragen dazu bei, Barrieren abzubauen und Ängste zu mindern.
Wir beleuchten den Einsatz, insbesondere zur Unterstützung von Kindern
beim Erwerb von Deutsch als Zweitsprache. Gemeinsam erarbeiten wir
Konzepte für den effektiven Einsatz von Handpuppen. Der Schwerpunkt
liegt auf dem Einsatz der Handpuppe als Assistent*in für pädagogische
Fachkräfte. Die Referentin zeigt die vielfältigen Funktionen, die die
Puppe je nach Zielsetzung im Spracherwerb übernehmen kann. Wir
diskutieren geeignete Einsatzszenarien und die erforderlichen
Voraussetzungen für den Einsatz im pädagogischen Alltag. Potentielle
Herausforderungen und Hürden werden gemeinsam identifiziert und
Lösungsansätze erarbeitet. Dieser Workshop gewährt Einblicke in
die Puppenspielkunst zur Förderung des Spracherwerbs und ermutigt zu
ersten Schritten in diesem Bereich.Welche Kompetenzen erwerben Sie in dieser Fortbildung?Konzepte und Theorien zum Einsatz von Handpuppen im Fremdsprachenunterricht kennenErfolgsfaktoren für den Einsatz von Handpuppen in Kindergärten und Grundschulen kennen und Hürden überwindengeeignete Ziele setzen und Voraussetzungen für die Realisierung von Projekten mit Handpuppen identifizierenTeil des Zertifizierungskurses Fachkraft für alltagsintegrierte Sprachbildung und Sprachförderung in der Kita.Referent*in: Dorothea Slevogt
Zielgruppe: Fachpersonen aus den Bereichen Kita und
Grundschule, insbesondere Fach- und Lehrkräfte, die eine Fremdsprache
bzw. DaZ unterrichten, Interessierte aus Sprach-AGs und Deutschkursen
für Kinder mit Migrationshintergrund
Die kindliche Entwicklung ist faszinierend, und unser Wissen darüber ist inzwischen sehr fundiert. Interessante Fragen sind u. a.: Welchen Einfluss haben Anlage und Umwelt auf die Entwicklung eines Kindes? Welche Rolle spielt das Kind selbst? Wirkt der soziokulturelle Kontext auf die Entwicklung eines Kindes? Warum sind Kinder so verschieden? Welche Risiken gibt es? In dieser Fortbildung erwerben Sie ein fundiertes Wissen über zentrale Meilensteine der kindlichen Entwicklung – von den frühen Wahrnehmungs- und Bindungserfahrungen bis hin zu symbolischem Spiel, Sprache, Empathie und logischem Denken.
Auf der Grundlage aktueller entwicklungspsychologischer Erkenntnisse reflektieren wir, was Kinder in diesem Alter brauchen und wie sie lernen. Entwicklungsabweichungen im Kindesalter werden praxisnah besprochen.Welche Kompetenzen erwerben Sie in dieser Fortbildung?Besseres Verständnis der normalen Entwicklungsschritte und -phasen von KindernWissen über zentrale EntwicklungsaufgabenFrühes Erkennen von EntwicklungsverzögerungenKenntnisse über den Einfluss der Entwicklungspsychologie auf den Umgang mit Kindern und ihre ErziehungBerücksichtigung entwicklungspsychologischer Kenntnisse für die Förderplanung
Das Seminar ist Teil der Zertifikatskurse:
Fachkraft für frühkindliche Bildung und Förderung für Kinder unter drei Jahren
Fachkraft für Inklusionspädagogik im Früh- und Elementarbereich
Referent*in: Prof. Dr. Anke BuschmannZielgruppe: Interessierte aus pädagogischen und therapeutischen Bereichen, u. a. Frühförderung, Krippe und Kindergarten,
Heilpädagogik, Soziale Arbeit, Logopädie und Sprachtherapie, PsychologieFür BW: nichtpädagogische Fachkräfte zur Vorqualifikation für ISF+
Das Seminar ist ein spezifisches Angebot für Fachkräfte, die den „Heidelberger Elternworkshop – Mehrsprachigkeit als Chance“ erlernt haben. Das Supervisionsseminar dient der Reflexion des ersten durchgeführten Workshops. Die Teilnehmer*innen bringen hierfür eine Videoaufnahme dieses Elternworkshops mit, die gemeinsam besprochen wird. Im Fokus des Seminars stehen der Erfahrungsaustausch, die Beantwortung entstandener Fragen und der Umgang mit typischen Schwierigkeiten.
Die Teilnehmer*innen sind nach erfolgreichem Abschluss des Supervisionsseminars dazu berechtigt, den Elternworkshop im Rahmen des Heidelberger Elterntrainings sowie als eigenständiges Angebot in Krippen, Kindergärten, Stadtteiltreffs usw. anzubieten.Referent*in: Carmen Huck
In fast jedem Kindergarten in Deutschland werden heute Kinder mit Wurzeln aus den verschiedensten Ländern und Kulturkreisen betreut. Manche sind in Deutschland geboren, manche kommen mit ihren Eltern im Kindesalter nach Deutschland. Alle sollten sich in der KiTa wohlfühlen und sich in der KiTa repräsentiert sehen und mit allem, was sie ausmacht, dazu zu gehören, und nicht durch ihr „Anderssein“ bewusst oder unbewusst ausgegrenzt werden.
In diesem Seminar entwickeln die Teilnehmer*innen ein Bewusstsein dafür, welche kulturbedingte Vorurteile und Diskriminierung im Kita-Alltag vorkommen können und welche Formen des Alltagsrassismus am häufigsten vorkommen. Sie erkennen, wo sie in der eigenen KiTa stattfinden und vermittelt werden. Gleichzeitig setzen sich die pädagogischen Fachkräfte mit den eigenen Denk-, Wahrnehmungs- und Handlungsmustern im Zusammenhang mit fremden Kulturen und Ländern auseinander und welchen Einfluss diese auf eine vorurteilsbewusste KiTa haben. Die pädagogischen Fachkräfte erhalten Ideen zur Sensibilisierung von Kindern für die Themen Vorurteile, Ausgrenzung und Diskriminierung. Es werden Bereiche aufgezeigt und diskutiert, in denen sich im Kindergartenalltag häufig Formen kultureller Ausgrenzung finden lassen und Lösungsvorschläge erarbeitet für die Gestaltung einer Alltagrassismus freien KiTa.
Welche Kompetenzen erwerben Sie in diesem Seminar?
Entwicklung eines Bewusstseins für Vorurteile und Diskriminierung im KiTa-Alltag
Sensibilisierung hinsichtlich der Repräsentation kultureller Vielfalt
Wahrnehmung und Erkennen von Bereichen, die auf kulturbedingten Vorurteilen, Klischees und Pauschalisierung basieren
Verständnis für die Bedeutung der eigenen kulturellen Prägung im pädagogischen Alltag
sensibler Umgang mit Konflikten, die aus kulturellen Unterschieden resultieren
Erkennen von Alltagsrassismus und Kennenlernen alternativer Verhaltensweisen
Das Seminar ist Teil der
Zertifizierungskurse:
Fachkraft für Inklusionspädagogik im Früh- und Elementarbereich
Fachkraft für frühkindliche Bildung und Förderung für Kinder unter drei Jahren
Fachkraft/Multiplikator*in für alltagsintegrierte Sprachbildung und Sprachförderung in der Kita
Referent*in: Dorothea SlevogtZielgruppe: Pädagogische Fachkräfte aus Kita und Schule sowie Interessierte aus anderen Bereichen
Vortrag: Zwischen Bedürfnissen, Emotionen und Gerechtigkeit:
Online: Mo., 14.12.2026 - 16:00 - 17:30 Uhr (2 UE)
Konflikte gehören zum Alltag von Kindern und sind ein wichtiger Bestandteil sozialer Entwicklung. Im Vortrag werden typische Kinderkonflikte in der Kita aus entwicklungspsychologischer Perspektive betrachtet. Es wird aufgezeigt, welche Bedeutung Konflikte für das Lernen haben und wie pädagogische Fachkräfte Kinder dabei unterstützen können, eigene Bedürfnisse zu vertreten, andere Perspektiven zu verstehen und gemeinsame Lösungen zu finden. Praxisnahe Anregungen für die Konfliktbegleitung im Kita-Alltag runden den Vortrag ab.Referentin: Prof.in Dr. Jeanette RoosZielgruppe: Fachpersonen aus Krippe, Kita, Kindertagespflege, Heilpädagogik, Soziale Arbeit und Frühförderung
Sprache und Emotion:
Online: Di. 12.01.2027, 09.30 - 16.00 Uhr (7 UE)
Sprache ist ein zentrales Element der menschlichen Kommunikation, und sie spielt eine entscheidende Rolle in der emotionalen und sozialen Entwicklung von Kindern. Dreijährige mit hohen Sprachkompetenzen weisen im Mittel im Vorschul- und Schulalter gute sozial-emotionale Kompetenzen auf (Rose et al., 2016). Dagegen haben Kinder mit Sprachentwicklungsstörungen (SES) ein hohes Risiko für emotionale Defizite und zeigen häufiger psychische Auffälligkeiten als Kinder ohne SES, besonders davon betroffen sind Kinder mit deutlich reduzierter Verständlichkeit sowie Kinder mit eingeschränktem Sprachverständnis (Benner et al., 2002). Aktuelle Studien aus Deutschland zeigen, dass in Schulen für emotionale und soziale Entwicklung viele Kinder unterrichtet werden, die in ihren Sprachkompetenzen eingeschränkt sind (Mayer et al., 2024). In dieser Fortbildung richten wir den Blick auf die Zusammenhänge zwischen sprachlicher und emotionaler Entwicklung. Wir betrachten die Entstehungsmechanismen psychischer Auffälligkeiten bei Kindern mit SES. Zudem lernen Sie empirisch gesicherte und praxistaugliche Unterstützungsangebote vom Kleinkind- bis ins Schulalter kennen.Fallbeispiele aus der aktuellen Praxis der Referentin und Videoclips veranschaulichen die Inhalte und erleichtern eine direkte Anwendungsübertragung in den beruflichen Alltag.Was lernen Sie in dieser Fortbildung?Verstehen des Zusammenhangs zwischen sprachlicher und emotionaler Entwicklung. Kennen von empirischen Daten zum Auftreten psychischer Auffälligkeiten bei Kindern mit SES und umgekehrt. Erkennen des besonders hohen Risikos bei Defiziten im SprachverständnisWissen über praxisnahe Unterstützungsangebote vom Kleinkind- bis ins SchulalterDas Seminar ist Teil der Zertifizierungskurse:Sprach-, Sprech-, Kommunikationsstörungen bei Kindern/JugendlichenFachkraft/Multiplikator*in für alltagsintegrierte Sprachbildung und Sprachförderung in der KitaReferent*in: Prof. Dr. Anke BuschmannZielgruppe: Fachpersonen aus den Bereichen Psychologie, Kinder- und Jugendlichenpsychatrie, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie, Sonderpädagogik, Sozialpädiatrie, Logopädie, Kita