Grundlagen für Kita, frühe Förderung und TherapieKinder hören, was gesagt wird – und verstehen es dennoch nicht immer richtig. Eine auditive Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörung (AVWS) kann den Alltag von Kindern in Kita, Frühförderung, Therapie und Familie deutlich beeinflussen und wird häufig mit Sprachstörungen, Aufmerksamkeitsproblemen oder anderen Entwicklungsauffälligkeiten verwechselt.In diesem Seminar erhalten Sie einen verständlichen und praxisnahen Überblick über AVWS. Sie erfahren, was unter auditiver Wahrnehmung und AVWS verstanden wird und wie sich diese im Alltag von Kindern zeigen kann. Anhand anschaulicher Beispiele wird erläutert, wie sich AVWS auf Sprache, Verhalten, Aufmerksamkeit und Lernen auswirkt und worin die Unterschiede zu Sprachstörungen, ADHS und Autismus liegen.Darüber hinaus erhalten Sie einen Überblick über Beobachtungsmöglichkeiten sowie über diagnostische Verfahren und deren Grenzen. Sie lernen Unterstützungs- und Fördermöglichkeiten für den pädagogischen und therapeutischen Alltag kennen – in der Kita, in der Frühförderung, in der Therapie und im familiären Umfeld. Das Seminar richtet sich an pädagogische und therapeutische Fachpersonen sowie an interessierte Eltern, die Kinder mit AVWS besser verstehen und gezielter begleiten möchten.Was lernen Sie in dieser Fortbildung?was eine auditive Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörung (AVWS) ist und wie sie entstehtwie sich AVWS im Alltag von Kita, Frühförderung, Therapie und Familie zeigen kannworin sich AVWS von Sprachstörungen, ADHS und Autismus unterscheidetwelche Anzeichen und Beobachtungskriterien auf eine AVWS hinweisen könnenwelche Möglichkeiten und Grenzen der Diagnostik es gibtwie Kinder mit AVWS im pädagogischen und therapeutischen Alltag unterstützt und gefördert werden könnenwie Fachpersonen und Eltern sicherer im Umgang und in der Beratung werdenReferentin: Dr. Henning RosenkötterZielgruppe: Pädagogische und therapeutische Fachpersonen aus Kita, Frühförderung, Therapie und angrenzenden Arbeitsfeldern sowie interessierte Eltern und weitere Bezugspersonen von Kindern mit AVWS
Wozu wird eigentlich beobachtet? Nur, weil der jeweilige
Bildungs- und Erziehungsplans es einfordert, oder hat auch das Kind etwas
davon? Inwieweit profitiert die tägliche pädagogische Arbeit von der
Beobachtung und Dokumentation?
Eine Entwicklungsbeobachtung ist so etwas wie eine
Diagnostik: Man vergleicht ein Kind mit sich selbst im individuellen Verlauf
und mit gleichaltrigen Kindern (Altersnorm). Und man vergleicht eine Gruppe von
Kindern mit anderen Gruppen der gleichen Einrichtung, im gleichen Bundesland
etc.
Entwicklungsbeobachtung lenkt die Aufmerksamkeit frühzeitig
auf Entwicklungsrisiken, zeigt Stärken und Schwächen eines Kindes und deswegen
eine wichtige Grundlage für die individuelle Entwicklungsbegleitung. Leider
sind viele Verfahren eher sperrig, erfordern eine gesonderte 1 zu 1 -Situation
oder sind nur mit den entsprechenden medizinischen, statistischen oder
psychologischen Vorkenntnissen verlässlich auszuwerten.
Der Fokus dieses Seminars liegt dagegen auf erprobten
Verfahren, die sich gut in den pädagogischen Alltag einfügen und wenig
fachfremde Vorkenntnisse erfordern. Teilnehmer*innen lernen diese kennen, die
jeweiligen Vor- und Nachteile abzuwägen und ein geeignetes Verfahren für die
jeweilige Situation zu wählen. Es wird erarbeitet, wie aus der Beobachtung
Förderschwerpunkte abgeleitet werden können. Zuletzt wird thematisiert, wie
sich auf Basis der Ergebnisse ein fundiertes Gespräch über den Entwicklungsstandes
des Kindes im Kollegium, mit den Eltern oder auch mit ärztlichen oder
therapeutischen Fachkräften gestaltet werden kann.
Welche Kompetenzen erhalten Sie in dieser Fortbildung?
Wissen
über die Bedeutung von Entwicklungsbeobachtung
Grenz-
und Meilensteine unterscheiden und ihre Bedeutung einordnen können
Freie
und qualifizierte Beobachtung abgrenzen können
Vor-
und Nachteile abwägen und auf die eigene Situation übertragen können
Integrieren
von Verfahren in den pädagogischen Alltag
strukturierte
Entwicklungsbeobachtung mit dem Beobachtungsbogen Kita (BB 1-6)
Die
Ergebnisse interpretieren und daraus Schwerpunkte für die individuelle
Förderung ableiten können
Kommunikation
der Ergebnisse im Team, ggü. den Eltern sowie ggf. medizinischen und
therapeutischen Fachkräften
Das Seminar ist Teil der zertifizierten Weiterbildungen:
Fachkraft
für Inklusionspädagogik im Früh- und ElementarbereichFachkraft für frühkindliche Bildung und Förderung für Kinder unter drei
Jahren
Referent*in: Dr. Henning Rosenkötter
Zielgruppe: Fachpersonen und Leitungskräfte aus Krippe, Kindergarten und
Kindertagespflege
In diesem Seminar lernen die Teilnehmer*innen die altersgemäße motorische Entwicklung von Säuglingen und Kindern in den ersten sechs Lebensjahren kennen und sie von einer verzögerten Entwicklung zu unterscheiden. In zwei Tagen werden Kenntnisse in der Körpermotorik, in der Hand- und der Grafomotorik vermittelt.Im Verlauf des Seminars werden Auffälligkeiten der motorischen Entwicklung behandelt, von vorübergehenden leichten Teilleistungsstörungen bis zur motorischen Behinderung. Einfache Beobachtungsmöglichkeiten, um Abweichungen von der normalen Entwicklung zuverlässig und frühzeitig zu erkennen, werden vorgestellt und diskutiert.
Ausführlich erfahren die Teilnehmer*innen, wie sie Kinder mit und ohne Beeinträchtigungen fachkundig fördern und wie sie Schwierigkeiten in der motorischen Entwicklung präventiv entgegenwirken können. Wichtige Teilbereiche wie z.B. Händigkeit, Stifthaltung oder Zusammenhänge zwischen der motorischen und der geistigen Entwicklung werden thematisiert.
Welche Kompetenzen erwerben Sie in dieser Fortbildung?
Altersgemäße und auffällige Entwicklung der Motorik zwischen 0-6 Jahre (er-) kennen und abgrenzen könnenBeobachtung, Meilen- und GrenzsteineMöglichkeiten der Förderung & Therapie Zusammenhänge zwischen der motorischen und der geistigen Entwicklung
Das Seminar ist Teil der Zertifizierungskurse:
Fachkraft für frühkindliche Bildung und Förderung für Kinder unter drei Jahren
Fachkraft für Inklusionspädagogik im Früh- und Elementarbereich
Referent*in: Dr. Henning RosenkötterZielgruppe: Pädagogische Fachkräfte aus der Krippe, Kiga und Tagespflege sowie Frühförderung, Ergotherapie und Heilpädagogik
Die Teilnehmer*innen lernen die Definition von auditiver Wahrnehmung und die Erscheinungsbilder einer Auditiven Wahrnehmungsstörung sowie deren Auswirkung auf die Sprachentwicklung, das Verhalten und das Lernen im allgemeinen sowie auf den Schriftspracherwerb kennen. Es werden Möglichkeiten der Beobachtung und Diagnostik dargestellt. Sie erhalten Informationen über Beratung, pädagogische Förderung und Therapieansätze. Es gibt Hinweise für die Therapie von Kindern mit Lese-Rechtschreibschwierigkeiten in der 1. und 2. Klasse.
Das Seminar will Fachpersonen aus den Bereichen Grundschulpädagogik,
Sonderpädagogik, Inklusion, Logopädie, Ergotherapie und Schulpsychologie dabei
unterstützen, Wahrnehmungsstörungen frühzeitig zu erkennen und Übungen zu
beschreiben, die den Schwierigkeiten der Kinder angepasst sind.
Welche Kompetenzen erwerben Sie in dieser Fortbildung?
Einführung in das Thema Wahrnehmung und Wahrnehmungsstörung
Auswirkungen einer Auditiven Wahrnehmungsstörung auf die
Sprachentwicklung, das Verhalten, die Aufmerksamkeit und den
Schreib-Leseerwerb
Möglichkeiten und Grenzen der Diagnostik von AVWS
Abgrenzung von Entwicklungsverzögerung, Teilleistungsstörung, Lese-Rechtschreibstörung
und Aufmerksamkeitsstörung
Möglichkeiten der Prävention, der Förderung und der Therapie
Elternberatung
Das Seminar ist Teil der Zertifikatskurse:
Sprach-, Sprech-, Kommunikationsstörungen bei Kindern/Jugendlichen
Fachkraft für Inklusionspädagogik im Früh- und Elementarbereich
Referent*in: Dr. Henning Rosenkötter
Zielgruppe: Fachpersonen, die mit Kindern im Schulalter arbeiten: u.
a. Grundschule, Sonderpädagogik, Logopädie, Ergotherapie, Heilpädagogik, Sozialpädiatrie,
Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie, Schulpsychologie, Ärzt*innen
Kinderschutz, Gefährdungen des Kindeswohls und deren frühzeitige
Erkennung sind ethische wie auch rechtliche Verpflichtung mit höchster
Bedeutung. Dieses zweitägige Seminar widmet sich dem Thema im pädagogischen wie
auch therapeutischen Kontext. Teilnehmer*innen lernen, Gefährdungen des
Kindeswohls frühzeitig zu erkennen und im Team und mit Eltern angemessen zu
sprechen und zu handeln. Sie werden in der Umsetzung der notwendigen Maßnahmen
gestärkt und für die Aufgaben sensibilisiert, die wir alle, auch die Träger, im
Rahmen des Kinderschutzes wahrnehmen müssen.
Am ersten Tag werden die notwendigen Grundkenntnisse
erarbeitet. Ausgehend von der Definition von Grenzüberschreitung, Gefährdung
und Verletzung des Kindeswohls leiten wir mögliche Risikofaktoren ab. Wir
diskutieren, wie diese identifiziert und präventiv vermieden werden können.
Anhand von praktischen Aufgaben wird erprobt, wie mit Hinweisen und
Verdachtsfällen sensibel, aber rechtlich korrekt und zielführend umgegangen
werden kann. Ein besonderes Augenmerk liegt auf den spezifischen Aufgaben des
Trägers, der Leitungen und der Teammitglieder. Dazu gehört auch die Erstellung
eines Kinderschutz-Konzepts. Bei Bedarf können die Grundsätze und eine Gliederung
einer Kinderschutz-Konzeption dargestellt werden.
Am zweiten Seminartag steht eine einfühlsame Kommunikation
im Team und mit den Eltern im Mittelpunkt. Dazu gehört die teaminterne
Kommunikation bei Verdachtsfällen und ein abgestuftes und strukturiertes
Vorgehen im Team und mit externen Partnern. Ein anderer Schwerpunkt liegt auf
einer wertschätzenden Gesprächsführung. Besonders wichtig ist die Bearbeitung
der emotionalen Reaktionen und Unsicherheiten bei Ihnen selbst, bei Kolleginnen
und Kollegen und bei Eltern.
Welche Kompetenzen erwerben Sie in dieser Fortbildung:
Wichtige gesetzliche Grundlagen und die Rechte der KinderDefinition und Beispiele von Grenzüberschreitung, Gefährdung und
Verletzung des Kindeswohls
Identifizieren von Gefährdungshinweisen und Einordnen von auffälligem
Verhalten
Handlungsrichtlinien bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung
Wissen über präventive Maßnahmen
Angemessene Gesprächsführung mit betroffenen und nicht-betroffenen
Eltern
Richtlinien für den sensiblen Umgang im Team
Ggf. Grundlagen einer Kinderschutz-Konzeption
Referent: Dr. Henning RosenkötterZielgruppe: Fachpersonen aus Kindergarten, Krippe, Tagespflege und Frühförderstellen sowie logopädischen und ergotherapeutischen (Groß-) PraxenDas Seminar ist Teil des Zertifikatskurses: Fachkraft für Inklusionspädagogik im Früh- und Elementarbereich
Vom Wahrnehmen zum Lernen:
Online: Fr. 13.11.2026, 09.00 - 16.00 Uhr (8 UE)
Kein Mensch kann lernen, ohne wahrzunehmen. Jedoch nehmen viele Menschen etwas wahr, ohne daraus zu lernen. Wir sollten daher viel über Wahrnehmung lernen. Wahrnehmung, Gedächtnis und Aufmerksamkeit sind wichtige Voraussetzungen für Lernen. Um Therapie- und Bildungsprozesse gezielter zu gestalten, lernen Sie verschiedene Wahrnehmungsformen kennen und erfahren, wie diese in Alltagshandlungen eingebettet sind. Es werden Möglichkeiten besprochen, wie eine Krippe, Kita oder Praxis unter dem Aspekt Wahrnehmung gestaltet werden kann. Fallbeispiele sind willkommen.
Welche Kompetenzen erwerben Sie in dieser Fortbildung?
Definition von Wahrnehmung und Unterschiede in den Wahrnehmungsfunktionen
Diskussion der Begriffe „gezielte Förderung“, „spielerisch“ und Ganzheitlichkeit
Erkennen von Wahrnehmungsstörungen
Beispiele und Anregungen für Wahrnehmungsspiele und -therapie
prüfender Blick auf die Raumgestaltung und das Therapiematerial
Literaturangabe:Groschwald & Rosenkötter (2016). Vom Wahrnehmen zum Lernen, Frühe Bildung in Krippe und Kita. Herder Verlag.
Teil des
Zertifizierungskurses Fachkraft für Inklusionspädagogik im Früh- und Elementarbereich
Referent*in: Dr. Henning RosenkötterZielgruppe: Fachpersonen aus den Bereichen Krippe, Kindergarten, Tagespflege, Kinderpflege, Heilpädagogik, Frühförderung, Ergotherapie, Sonderpädagogik, Lernpädagogik und Psychologie
Dieses zweitägige Seminar bildet den Auftakt der zertifizierten Weiterbildung Fachkraft für Inklusionspädagogik im Früh- und Elementarbereich. Gemeinsam beschreiten die Teilnehmer*innen mit den erfahrenen Referent*innen den Weg von der Integration zur Inklusion anhand der UN-Behindertenrechtskonvention und der Gesetzgebung zur Inklusion in der Kita in Deutschland. Es wird das Inklusionsverständnis gemäß der Weiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte (WIFF) diskutiert.
Die Teilnehmer*innen werden in den Index für Inklusion eingeführt. Dieser ermöglicht einen nachhaltigen Praxistransfer in das Kita-Team.
Sie erhalten Evaluationsmaterial, anhand dessen Sie sich ein Bild über den aktuellen Stand der Inklusion in Ihrer Kita verschaffen und Ideen zur Weiterentwicklung mit Ihrem Team erarbeiten können. Gemeinsam wird diskutiert, wie Inklusion in den Einrichtungen konkret gelingen kann, welche Faktoren die Umsetzung begünstigen und welche sie erschweren.
Schließlich werden die inklusionspädagogischen Ansätze „Heterogenität“, „Anti-Bias-Ansatz“ und „vorurteilsbewusste Pädagogik“ vorgestellt. Die Teilnehmer*innen reflektieren ihr eigenes Rollenverständnis, ihre Normen und Werte im Abgleich mit diesen Konzepten.
Dieses Seminar ist zudem auch für Leitungskräfte geeignet, die sich darauf vorbereiten möchten, mit ihrem Team den Weg zur inklusiven Kita zu gehen.
Welche Kompetenzen erwerben Sie in dieser Fortbildung?
Grundlagenwissen zu Inklusion: Definition, Abgrenzung und rechtliche Grundlage
Basiswissen über verschiedene Behinderungen sowie über soziale und psycho-emotionale Störungen
Fähigkeit, die Situation in der eigenen Kita zu analysieren: pädagogische Haltung, Erfahrungen, vorhandene Teamprozesse, Umgang mit den Wünschen der Eltern
Abwägen und Einordnen von „Pro“ und „Contra“: Gibt es Kinder oder Situationen im Team, die Inklusion in Frage stellen oder unmöglich machen?
Transparente und strukturierte Steuerung des Aufnahmeprozesses eines Kindes anhand gezielter Fragen und Materialien
Kenntnis über rechtliche, finanzielle und organisatorische Bedingungen für Inklusionshilfe und Unterstützungen
Ansätze zur Kooperation mit anderen Berufsgruppen und Institutionen
Literatur:
Groschwald, A. & Rosenkötter, H.: Inklusion in Krippe und Kita. Ein Leitfaden für die Praxis. Herder-Verlag, 2021
Teil der zertifizierten Weiterbildung Fachkraft für Inklusionspädagogik im Früh- und Elementarbereich
Referent*in: Dr. Henning RosenkötterZielgruppe: Fachpersonen und Leitungskräfte aus Krippe, Kindergarten, Kindertagespflege und Heilpädagogik