Für Kinder steht ein reichhaltiges und abwechslungsreiches Medienangebot zur Freizeitgestaltung zur Verfügung. Auch unter jungen Kindern ist die digitale Mediennutzung daher heute deutlich stärker verbreitet als noch vor zehn Jahren. Neben dem Fernseher haben Smartphone, Tablet und Co. einen festen Platz im Alltag zahlreicher Familien. Diese Entwicklung verunsichert viele Eltern und Fachkräfte und führt zu Fragen wie:Welcher Konsum ist (noch) unbedenklich?Welchen Einfluss hat die Nutzung digitaler Medien auf die Sprachentwicklung der Kinder?Was gilt es bei der Auswahl digitaler Medien zu beachten?Im Seminar werden Ihnen aktuelle Studienergebnisse zum Nutzungsverhalten digitaler Medien im Kindesalter präsentiert und Sie lernen die Auswirkungen digitaler Medien auf den Spracherwerb von Kindern kennen. Weiterhin wird besprochen, wie innerhalb einer Familie ein gemeinsamer Plan zur Mediennutzung erarbeiten werden kann, der den unterschiedlichen Wünschen und Ansprüchen der Familienmitglieder gerecht wird. Darüber hinaus wird gemeinsam erarbeitet, welche Kriterien bei der Auswahl von Medien zu beachten sind. Welche Kompetenzen erwerben Sie in dieser Fortbildung?Reflexion des Nutzungsverhaltens digitaler Medien im KindesalterWissen zum Zusammenhang von Mediennutzung und SpracherwerbIdeen zur Gestaltung einer angemessenen Medienzeit und -nutzungEinschätzung des Sprachförderpotentials unterschiedlicher MedienAuswahl geeigneter Medien entsprechend der individuellen Voraussetzungen und Bedürfnisse des KindesReferent*in: Carmen Huck und Falko Dittmann Zielgruppe: Pädagogische Fachkräfte aus den Bereichen: Krippe, Kita, Kindertagespflege und Heilpädagogik
Kinderschutz, Gefährdungen des Kindeswohls und deren frühzeitige
Erkennung sind ethische wie auch rechtliche Verpflichtung mit höchster
Bedeutung. Dieses zweitägige Seminar widmet sich dem Thema im pädagogischen wie
auch therapeutischen Kontext. Teilnehmer*innen lernen, Gefährdungen des
Kindeswohls frühzeitig zu erkennen und im Team und mit Eltern angemessen zu
sprechen und zu handeln. Sie werden in der Umsetzung der notwendigen Maßnahmen
gestärkt und für die Aufgaben sensibilisiert, die wir alle, auch die Träger, im
Rahmen des Kinderschutzes wahrnehmen müssen.
Am ersten Tag werden die notwendigen Grundkenntnisse
erarbeitet. Ausgehend von der Definition von Grenzüberschreitung, Gefährdung
und Verletzung des Kindeswohls leiten wir mögliche Risikofaktoren ab. Wir
diskutieren, wie diese identifiziert und präventiv vermieden werden können.
Anhand von praktischen Aufgaben wird erprobt, wie mit Hinweisen und
Verdachtsfällen sensibel, aber rechtlich korrekt und zielführend umgegangen
werden kann. Ein besonderes Augenmerk liegt auf den spezifischen Aufgaben des
Trägers, der Leitungen und der Teammitglieder. Dazu gehört auch die Erstellung
eines Kinderschutz-Konzepts. Bei Bedarf können die Grundsätze und eine Gliederung
einer Kinderschutz-Konzeption dargestellt werden.
Am zweiten Seminartag steht eine einfühlsame Kommunikation
im Team und mit den Eltern im Mittelpunkt. Dazu gehört die teaminterne
Kommunikation bei Verdachtsfällen und ein abgestuftes und strukturiertes
Vorgehen im Team und mit externen Partnern. Ein anderer Schwerpunkt liegt auf
einer wertschätzenden Gesprächsführung. Besonders wichtig ist die Bearbeitung
der emotionalen Reaktionen und Unsicherheiten bei Ihnen selbst, bei Kolleginnen
und Kollegen und bei Eltern.
Welche Kompetenzen erwerben Sie in dieser Fortbildung:
Wichtige gesetzliche Grundlagen und die Rechte der KinderDefinition und Beispiele von Grenzüberschreitung, Gefährdung und
Verletzung des Kindeswohls
Identifizieren von Gefährdungshinweisen und Einordnen von auffälligem
Verhalten
Handlungsrichtlinien bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung
Wissen über präventive Maßnahmen
Angemessene Gesprächsführung mit betroffenen und nicht-betroffenen
Eltern
Richtlinien für den sensiblen Umgang im Team
Ggf. Grundlagen einer Kinderschutz-Konzeption
Referent: Dr. Henning RosenkötterZielgruppe: Fachpersonen aus Kindergarten, Krippe, Tagespflege und Frühförderstellen sowie logopädischen und ergotherapeutischen (Groß-) PraxenDas Seminar ist Teil des Zertifikatskurses: Fachkraft für Inklusionspädagogik im Früh- und Elementarbereich
Wenn das Sprechen hüpft oder sich anhört als wenn es vorgespult wird, spricht man von Stottern oder Poltern. Wobei handelt es sich bei diesen Veränderungen des Sprechens und ab wann spricht man von Stottern oder Poltern? Wie können betroffene Personen unterstützt werden und worauf ist in der Kommunikation als Gesprächspartner*in zu achten? Mit diesen Fragen und dem diagnostischen Vorgehen setzen wir uns im Seminar näher auseinander. Weiteren Bestandteil stellt die Vorstellung von Fördermöglichkeiten und -material dar.
Welche Kompetenzen erwerben Sie in dieser Fortbildung?
Einführung in die Themen Stottern und Poltern
Wissen zur Diagnostik bei Stottern und Poltern
Wissen zur Kommunikation als Gesprächspartner*in bei Stottern und Poltern
pädagogische und therapeutische Fördermöglichkeiten
Das Seminar ist Teil des
Zertifizierungskurses:
Fachkraft/Multiplikator*in für alltagsintegrierte Sprachbildung und Sprachförderung in der Kita
Referent*in: Maximilian ChristmannZielgruppe: Fachpersonen aus den Bereichen
Kita/Tagespflege,
Logopädie/Sprachtherapie, Psychologie/Psychotherapie, , Schule, Ergotherapie, Medizin und Physiotherapie
Das eintägige Seminar bietet einen Überblick über häufige Verhaltensauffälligkeiten im Kindes- und Jugendalter wie ADHS, Störungen des Sozialverhaltens, Angst und Depression. Die Fachkräfte lernen, wie sie in der therapeutischen und pädagogischen Arbeit adäquat mit den Kindern und deren spezifischen Störungen umgehen können. Ein weiterer Fokus des Seminars liegt auf der Zusammenarbeit mit den Eltern. Denn manchmal fällt es diesen schwer, die Störung ihres Kindes anzuerkennen. Dies ist aber eine notwendige Voraussetzung, um weitere Hilfen für das Kind oder die Familie anzunehmen.
Die Fortbildung dient dazu, die Kompetenzen der Fachkräfte zu erweitern, aber auch ihr Bewusstsein für die Grenzen des pädagogischen und therapeutischen Handelns zu schärfen. Es werden Optionen aus dem Netzwerk des Gesundheitssystems und der Kinder- und Jugendhilfe vorgestellt, die zu weiterer Unterstützung herangezogen werden können.
Welche Kompetenzen erwerben Sie in dieser Fortbildung?
Überblick über Verhaltensstörungen sowie die Kennzeichen der häufigsten Störungsbilder
Überblick über Interventionsmöglichkeiten
Sensibilisierung für den Umgang mit diesen Kindern im schulischen und therapeutischen Kontext
Teil des
Zertifizierungskurses
Fachkraft für Inklusionspädagogik im Früh- und Elementarbereich
Referent*in: Dr. Thomas DreisörnerZielgruppe: Fachpersonen aus den Bereichen Logopädie, Sprachtherapie, Ergotherapie, Physiotherapie, Frühförderung, Sonderpädagogik, Heilpädagogik, Lernpädagogik, Früh- und Elementarpädagogik, Psychologie, Medizin, sowie Kindergarten und Schule
Einfühlsam, respektvoll und lösungsorientiert kommunizierenWie gelingt es, Eltern auf die Entwicklungsfähigkeiten ihres Kindes anzusprechen, ohne diese zu verunsichern?In diesem Vortrag erfahren Sie, welche Faktoren ein schwieriges Elterngespräch gelingen lassen und wie sie wertschätzend, auf Augenhöhung und lösungsorientiert kommunizieren können.Gemeinsam gehen wir folgenden Fragen nach:Wie bereite ich mich gut auf ein herausforderndes Gespräch vor?Welcher Zeitpunkt ist der richtige, um Auffälligkeiten anzusprechen?Wie formuliere ich Beobachtungen klar, verständlich und ohne Bewertung?Wie kann ich Eltern motivieren, Unterstützung anzunehmen und gemeinsam nächste Schritte zu gehen?
Referent: Prof. Dr. Anke BuschmannZielgruppe: Fachpersonen aus Krippe, Kita, Kindertagespflege, Heilpädagogik, Soziale Arbeit & FrühförderungAlle weitere Vorträge der Reihe finden Sie hier: Praxiswissen auf den Punkt
Alkoholkonsum während der Schwangerschaft hat erhebliche Auswirkungen auf die Gesundheit des ungeborenen Kindes. Er kann zu lebenslangen körperlichen und geistigen Schädigungen sowie zu Verhaltensauffälligkeiten des Kindes führen. In Deutschland kommen jährlich schätzungsweise 3000 bis 4000 Neugeborene mit dem Vollbild eines Fetales Alkoholsyndrom (FAS) zur Welt. Viele Fälle werden nicht oder erst spät erkannt. Zudem gibt es eine erheblich höhere Zahl weiterer Kinder, die mit unterschiedlicher Ausprägung einer Fetalen Alkoholspektrumstörung (FASD) geboren werden.
In diesem Seminar erlangen Sie einen einen umfassenden Überblick über die Formen der Fetalen Alkohol-Spektrums-Störung (FASD) und Möglichkeiten der (Differenzial-) Diagnostik. Sie erfahren, wie Sie Sie betroffene Kinder im pädadogischen und Therapeutischen Alltag unterstützen können.
Welche Kompetenzen erwerben Sie in diese Fortbildung?
Erscheinungsbild eines FAS und einer FASD
Häufigkeit des Auftretens und Dunkelziffer
typische Symptome in der frühen und späteren Kindheit
Entwicklung bis in das Erwachsenenalter
Diagnostik und Differenzialdiagnostik
Möglichkeiten der Früherkennung
Umgang mit Lern- und Verhaltensproblemen
Therapieansätze
Referent*innen: Dr. med. Cornelia BußmannZielgruppe: Frühförderung und Frühberatung, Heilpädagogik, Ergotherapie, Logopädie, Psychologie, Sozialpädiatrie, Krippe, Kindergarten, Schule, Familienhebammen u.a.
Vortrag: Praktische Autismuskunde - wie gestaltet man eine autistenfreundliche Schule?:
Online: Do. 12.11.2026, 17.30 - 20.30 Uhr (4 UE)
Dr. Peter Schmidt ist
Diplom-Geophysiker, SAP-Experte, Autor und Referent. Nach einer kurzen
Karriere als Wissenschaftler wechselte er vor 20 Jahren in die
IT-Abteilung eines großen Pharma-Konzerns. Seither ist er dort in
verschiedenen Funktionen tätig, zunächst als Programmierer, dann als
Projektleiter und Systemmanager und zurzeit als internationaler
Koordinator für IT-Projekte.
Herr Schmidt ist 55 Jahre alt und
Vater von zwei Kindern. Im Alter von 41 Jahren fand er heraus, dass er
Autist ist. Auf die Frage an Fachärzte, ob das denn stimme, hieß es, bei
ihm sei Autismus in Form des Asperger- Syndroms geradezu klassisch
ausgeprägt. Völlig untypisch dagegen sei das, was er aus seinem Leben
gemacht habe. Seitdem veröffentlichte er mehrere Bücher über sein Leben
als Autist im Beruf, in der Kindheit und im Privatleben. Sein Buch "Ein Kaktus zum Valentinstag. Ein Autist und die Liebe"
stand auf der Spiegel- Bestsellerliste und wurde in verschiedene
Sprachen übersetzt. 2020 veröffentlichte er sein neustes Buch „Aus dem
Rahmen gefallen: Praktische Autismuskunde von einem, der es wissen
muss“.
Peter Schmidt spricht über über
seine Erfahrung als Autist in der Schule. Er erklärt Autismus aus der
Innen- und Außenperspektive, erläutert die autistische Wahrnehmung und
wie diese den Alltag beeinflusst. Vor allem die fehlende Wahrnehmung der
Beziehungsebene in einer Kommunikation führt schnell zu
Missverständnissen. Wird dies verstanden, können autistische
Handlungsmuster leichter nachvollzogen und Hindernisse abgebaut werden.
Am Beispiel eigener Erfahrungen illustriert er, welche Strategien zur
Gestaltung einer autistenfreundlichen Schule hilfreich sein können, und
welche Verhaltensweisen besser vermieden werden sollten.
Im Anschluss an den Vortrag gibt es Zeit für Fragen.
Referent(in): Dr. Peter SchmidtZielgruppe: Alle Interessenten
Vom Wahrnehmen zum Lernen:
Online: Fr. 13.11.2026, 09.00 - 16.00 Uhr (8 UE)
Kein Mensch kann lernen, ohne wahrzunehmen. Jedoch nehmen viele Menschen etwas wahr, ohne daraus zu lernen. Wir sollten daher viel über Wahrnehmung lernen. Wahrnehmung, Gedächtnis und Aufmerksamkeit sind wichtige Voraussetzungen für Lernen. Um Therapie- und Bildungsprozesse gezielter zu gestalten, lernen Sie verschiedene Wahrnehmungsformen kennen und erfahren, wie diese in Alltagshandlungen eingebettet sind. Es werden Möglichkeiten besprochen, wie eine Krippe, Kita oder Praxis unter dem Aspekt Wahrnehmung gestaltet werden kann. Fallbeispiele sind willkommen.
Welche Kompetenzen erwerben Sie in dieser Fortbildung?
Definition von Wahrnehmung und Unterschiede in den Wahrnehmungsfunktionen
Diskussion der Begriffe „gezielte Förderung“, „spielerisch“ und Ganzheitlichkeit
Erkennen von Wahrnehmungsstörungen
Beispiele und Anregungen für Wahrnehmungsspiele und -therapie
prüfender Blick auf die Raumgestaltung und das Therapiematerial
Literaturangabe:Groschwald & Rosenkötter (2016). Vom Wahrnehmen zum Lernen, Frühe Bildung in Krippe und Kita. Herder Verlag.
Teil des
Zertifizierungskurses Fachkraft für Inklusionspädagogik im Früh- und Elementarbereich
Referent*in: Dr. Henning RosenkötterZielgruppe: Fachpersonen aus den Bereichen Krippe, Kindergarten, Tagespflege, Kinderpflege, Heilpädagogik, Frühförderung, Ergotherapie, Sonderpädagogik, Lernpädagogik und Psychologie
Sprachdiagnostik mit dem CELF-5 :
Online: Di. 17.11.2026, 09.30 - 16.00 Uhr (7 UE)
Sprachentwicklungsstörungen (SES) sind die häufigsten Entwicklungsauffälligkeiten bei Kindern und persistieren zum Teil bis ins Schul- und Jugendalter. Im Vergleich zu Kindern ohne SES zeigen die Betroffenen deutlich häufiger Verhaltensauffälligkeiten und emotionale Störungen, die einer psychotherapeutischen Behandlung bedürfen. Zudem besteht ein deutlich erhöhtes Risiko für Schwierigkeiten im Lese-Schriftspracherwerb sowie für allgemeine Schulleistungsprobleme. Demzufolge erhalten viele Kinder mit einer SES im Schulalter eine pädagogische Förderung und/oder psychotherapeutische Behandlung. Für die fundierte pädagogische oder therapeutische Arbeit mit dem Kind ist es von hoher Wichtigkeit, dass die zugrundeliegenden sprachlichen Defizite Berücksichtigung finden. Dies Bedarf im Vorfeld und auch im Verlauf einer umfassenden standardisierten diagnostischen Abklärung der sprachlichen Kompetenzen. Hierfür eignet sich das neue Verfahren CELF-5 (Clinical Evaluation of Language Fundamentals – Fifth Edition) zur Erfassung der Sprachfähigkeiten bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 6;0 bis 16;11 Jahren.
In diesem Seminar wird nach einer kurzen Einführung in das Thema SES (Erscheinungsbild, Ursachen, Folge- und Begleitsymptomatik) der standardisierte Sprachentwicklungstest CELF-5 vorgestellt. Die theoretischen Hintergründe des Verfahrens, die inhaltlichen Schwerpunkte und die Anwendung werden dargestellt. Die konkrete Durchführung des CELF-5 wird anhand spezifischer Informationen zu den einzelnen Untertests erläutert. Videoclips illustrieren die Anwendung. Die Auswertung des Testverfahrens wird im Detail behandelt. Ebenso gibt es den CELF-5 auch als Screening Test, welcher hier kurz vorgestellt wird. Abschließend wird die Interpretation der Testergebnisse anhand von Fallbeispielen eingeübt.
Welche Kompetenzen erwerben Sie in dieser Fortbildung?
Kenntnissen über die theoretischen Grundlagen des CELF-5
Sicherheit im Umgang mit den Testmaterialien
Kenntnisse zur Durchführung und Protokollierung
praxisnahes Wissen über die Auswertung
Kenntnisse zur Interpretation der Ergebnisse
Referent*in: Falko DittmannZielgruppe: Fachpersonen aus den Bereichen Sprachtherapie, Sozialpädiatrie, Psychologie, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie, Sonderpädagogik und Interessierte angrenzender Fachgebiete. Einen Artikel von Dr. Falko Dittmann zum Thema: "Einsatz des CELF-5 Screening Test und CELF-5 im sprachheilpädagogischen Kontext" können Sie sich hier herunterladen
Kinder lernen, indem sie aktiv werden in der Interaktion mit Kindern und Erwachsenen. Diese Lernprozesse in der Kita feinfühlig und entwicklungsförderlich zu begleiten, erfordert Fach- und Methodenwissen. Dabei ist die Bereitschaft zur Reflexion des eigenen Handelns zentrale Voraussetzung für eine bedürfnisorientierte Pädagogik. In diesem Grundlagen- und Methodenseminar steht die Interaktion zwischen Fachkraft und Kind im Mittelpunkt. Ziel ist die entwicklungsgerechte Begleitung von Spiel- und Alltagssituationen im Sinne der Zone der nächsten Entwicklung (Wygotski).In diesem pädagogischen Basisseminar erhalten Sie einen Überblick zur Entwicklung des Denkens, der Sprache und zur sozial-emotionalen Entwicklung. Im Zusammenspiel dieser Kompetenzen bauen Kinder die Fähigkeit zur Perspektivübernahme auf. Wie Sie diesen komplexen Lernprozess begleiten können, erfahren Sie in praxisnahen Übungen. Damit Kinder gut lernen können, brauchen sie eine „haltende Umgebung“ (Gutknecht 2015). Im Seminar erfahren Sie, wie sie einen sicheren und anregenden Orientierungsrahmen gestalten. Sie erlernen zudem, wie Sie die Aufmerksamkeit und Impulskontrolle der Kinder fördern können. So können Kinder Lernchancen in Projekten, Spiel- und Alltagssituationen besser nutzen.Was lernen Sie in dieser Fortbildung?Methoden einer responsiven InteraktionsgestaltungÜberblick zu den Meilensteinen der Entwicklung (Bereiche Denken, sozio-emotionale Entwicklung, Sprache)Methoden einer entwicklungsgerechten Begleitung von Bildungssituationen (Spiel, Alltag, Projekte)Förderung von Aufmerksamkeit & Impulskontrolle in LernsituationenReferentinnen: Brigitte Degitz, Carmen Huck Zielgruppe: Interessierte aus pädagogischen Bereichen, für BW: nichtpädagogische Fachkräfte zur Vorqualifikation für ISF+
WichtigDieses Seminar wurde gem. den Vorgaben der Verwaltungsvorschrift Kolibri konzipiert und dient der Vorqualifizierung von nicht pädagogisch vorgebildeten Personen, die Sprachfachkraft im Programm ISF+ werden möchten. Sie erhalten im Vorfeld Unterlagen zur Vorbereitung. Bitte lesen Sie sich diese vor dem Seminartag gründlich durch, damit die Inhalte im Seminar aufgegriffen und bearbeitet werden können.
Handpuppen als Sprachvermittler in Kindergärten und Grundschulen:
Online: Fr. 27.11.2026, 09:30 - 14:00 (5 UE)
Bühne frei für den Einsatz von Handpuppen in Kita und Grundschule!In
diesem Workshop lernen Sie aktuelle Theorien und Konzepte für den
Einsatz von Handpuppen in der Sprachvermittlung mit Kindern kennen.
Handpuppen tragen dazu bei, Barrieren abzubauen und Ängste zu mindern.
Wir beleuchten den Einsatz, insbesondere zur Unterstützung von Kindern
beim Erwerb von Deutsch als Zweitsprache. Gemeinsam erarbeiten wir
Konzepte für den effektiven Einsatz von Handpuppen. Der Schwerpunkt
liegt auf dem Einsatz der Handpuppe als Assistent*in für pädagogische
Fachkräfte. Die Referentin zeigt die vielfältigen Funktionen, die die
Puppe je nach Zielsetzung im Spracherwerb übernehmen kann. Wir
diskutieren geeignete Einsatzszenarien und die erforderlichen
Voraussetzungen für den Einsatz im pädagogischen Alltag. Potentielle
Herausforderungen und Hürden werden gemeinsam identifiziert und
Lösungsansätze erarbeitet. Dieser Workshop gewährt Einblicke in
die Puppenspielkunst zur Förderung des Spracherwerbs und ermutigt zu
ersten Schritten in diesem Bereich.Welche Kompetenzen erwerben Sie in dieser Fortbildung?Konzepte und Theorien zum Einsatz von Handpuppen im Fremdsprachenunterricht kennenErfolgsfaktoren für den Einsatz von Handpuppen in Kindergärten und Grundschulen kennen und Hürden überwindengeeignete Ziele setzen und Voraussetzungen für die Realisierung von Projekten mit Handpuppen identifizierenTeil des Zertifizierungskurses Fachkraft für alltagsintegrierte Sprachbildung und Sprachförderung in der Kita.Referent*in: Dorothea Slevogt
Zielgruppe: Fachpersonen aus den Bereichen Kita und
Grundschule, insbesondere Fach- und Lehrkräfte, die eine Fremdsprache
bzw. DaZ unterrichten, Interessierte aus Sprach-AGs und Deutschkursen
für Kinder mit Migrationshintergrund
Möchten Sie Kinder mit schwachem Arbeitsgedächtnis noch gezielter unterstützen und ihre Lernchancen nachhaltig verbessern? Wie können Sie präventiv gegen die Entwicklung von LRS, Rechenschwäche oder Aufmerksamkeitsproblemen vorgehen? In diesem Seminar erfahren Sie, wie Sie durch die Förderung der Exekutiven Funktionen die Arbeitsgedächtniseffizienz von Kindern nachhaltig verbessern können. Während eine direkte Steigerung der Arbeitsgedächtniskapazität wissenschaftlich nicht belegbar ist, zeigen aktuelle Forschungsergebnisse deutlich: Die gezielte Förderung der "kognitiven Kontroll- und Regulationsprozesse" ermöglicht eine effizientere Nutzung vorhandener Ressourcen und stabilisiert Verarbeitungs- und Speicherprozesse. Freuen Sie sich auf eine praxisbezogene Veranstaltung mit erprobten Förderkonzepten, gemeinsamen Übungen und dem fachlichen Austausch mit Kolleginnen und Kollegen. Gemeinsam entwickeln wir konkrete Strategien, um Kinder mit schwachem Arbeitsgedächtnis gezielt zu unterstützen und ihre Lernchancen zu verbessern.Was lernen Sie in der Fortbildung? Wie sich schwache Arbeitsgedächtnisleistungen auf verschiedene Entwicklungsbereiche auswirken Zusammenhänge zwischen Arbeitsgedächtnis und Sprachentwicklung, Lesen, Schreiben und Rechnen Wissenschaftliche Grundlagen der Exekutiven Funktionen als "Management des Arbeitsgedächtnisses" Bewährte Förderkonzepte zur Steigerung der Exekutiven Funktionen Praktische Übungen und Methoden für den therapeutischen Alltag Präventive Ansätze zur Vermeidung von LRS, Rechenschwäche und Aufmerksamkeitsproblemen Referentin: Dr. Petra Küspert Zielgruppe: Fachpersonen aus der Logopädie und Sprachtherapie Sprachheilpädagogik, Sozialpädiatrie und verwandte Gebiete