Diagnostik bei Kindern mit verzögerter Sprachentwicklung
Diagnostik bei Kindern mit verzögerter Sprachentwicklung: Online: Do. 13.05.2027, 09.30 - 14.00 Uhr (7 UE)
Sprachliche Verzögerungen können mit zwei Jahren zuverlässig erfasst werden. Sie können ein Hinweis auf eine isolierte sprachliche Auffälligkeit (sog. Late Talker) oder auf Primärbeeinträchtigungen (Hörstörung, Autismus-Spektrum-Störung, Intelligenzminderung) sein. Zur Frühdiagnostik stehen Elternfragebögen für ein erstes Screening sowie Sprachentwicklungstests, allgemeine Entwicklungstests bzw. nonverbale Intelligenztests und Verhaltensfragebögen zur Verfügung. Im Seminar erlernen Sie das pragmatische diagnostische Vorgehen nach Buschmann et al. (2008). Was lernen Sie in dieser Fortbildung?Sie erwerben Grundlagenwissen zu frühen Auffälligkeiten in der SprachentwicklungSie lernen das diagnostische Vorgehen im Alter von 2 bis 3 Jahren kennen und erfahren, wie es praktisch umgesetzt wird.Sie gewinnen praxisnahe Einblicke in relevante Elternfragebögen wie SBE-2-KT oder ELFRA-2.Sie entwickeln Sicherheit im Einsatz diagnostischer Verfahren, zum Beispiel dem SETK-2.Sie erhalten einen Überblick über Möglichkeiten der Frühintervention.Literatur: Buschmann, A. & Sachse, S. (2017). Frühdiagnostik von Sprachentwicklungsstörungen - differenzialdiagnostisches Vorgehen und Methoden. Frühförderung Interdisziplinär, 36, S. 82-92. Buschmann et al. (2008). Children with developmental language delay at 24 months of age: results of a diagnostic work-up. Developmental Medicine & Child Neurology, 50(3), 223-229.Dittmann, F. & Buschmann, A. (2020). Verzögerte Sprachentwicklung bei Zweisprachigkeit? Diagnostische Abklärung früher Sprachauffälligkeiten. Monatsschrift Kinderheilkunde. DOI 10.1007/s00112-020-00966-0 Buschmann, A., Sachse, S. & Bockmann A.-K.(2020): Lehrbuch Sprachentwicklung - Entwicklung – Diagnostik – Förderung im Kleinkind- und Vorschulalter Teil des Zertifizierungskurses Sprach-, Sprech-, Kommunikationsstörungen bei Kindern/Jugendlichen.Hinweis: Teilnehmer*innen, die die HET Ausbildung besuchen, oder bereits abgeschlossen haben, erhalten einen Sonderpreis von 150,-€ Referent*innen: Falko DittmannZielgruppe: Fachpersonen aus den Bereichen Sprachtherapie, Frühförderung, Sozialpädiatrie, Kinder- und Jugendlichenpsychologie und -psychotherapie und Sonderpädagogik sowie Ärzt*innen

175,00 €
Gebärden und Piktogramme in Kita und Frühförderung erfolgreich nutzen
Gebärden: Heidelberg (Präsenz): Do. 17.06.2027, 09:30 - 16:00 Uhr - Fr. 19.06.2027, 09:30 - 16:00 Uhr (14UE)
Kinder kommunizieren bereits nonverbal bevor sie sprechen können: Sie teilen sich „mit Händen und Füßen“ und mit ihrer Mimik mit. Dieses natürliche Verhalten können Sie als Fachperson durch Gebärden verstärken und damit Kindern den Weg zur Lautsprache erleichtern. Lautsprachunterstützende Gebärden (LUG) und Piktogramme können in Kita und Frühförderung effektiv genutzt werden. Inklusion ist dabei ein wichtiger Aspekt: Durch den Einsatz von Gebärden und Piktogrammen werden alle Kinder, unabhängig von ihrer sprachlichen oder entwicklungsbezogenen Ausgangslage, in ihrer Kommunikation unterstützt. Besonders hilfreich sind Gebärden und Piktogramme für: mehrsprachige Kinder Kinder mit einer Sprachentwicklungsverzögerung oder -störung Kinder mit einer globalen Entwicklungsstörung, z. B. genetisches Syndrom So können sich die Kinder frühzeitig und erfolgreich ausdrücken und besser an ihrem Alltag teilhaben. In diesem Seminar lernen Sie lautsprachunterstützende Gebärden und Piktogramme kennen, um die alltägliche Kommunikation mit Babys, Kleinkindern und Kindergartenkindern inklusiv zu gestalten. Sie lernen die Grundlagen und verschiedene Systeme kennen, sowie Methoden zur Einführung der LUG. Was lernen Sie in dieser Fortbildung? Basiswissen zur gebärdenunterstützten Kommunikation Überblick über Gebärden-Systeme (z.B. Deutsche Gebärdensprache und Gebärdenunterstützte Kommunikation -GuK von Etta Wilken) Erster Grundwortschatz an Gebärden Methoden der Einführung von Gebärden Einsatz von Metacom-Symbolen, Fotos und Bildern zur Visualisierung Kombination von Bildsymbolen und Gebärden Literatur: Buschmann, A. & Dittmann, F. (2021). Lautsprachunterstützende Gebärden (LUG): Elterninformation. Sprache-Stimme-Gehör 2021 (45), 103-104 Das Seminar ist Teil der Zertifizierungskurse: Fachkraft/Multiplikator*in für alltagsintegrierte Sprachbildung und Sprachförderung in der KitaFachkraft für frühkindliche Bildung und Förderung für Kinder unter drei JahrenFachkraft für Inklusionspädagogik im Früh- und Elementarbereich Referent*in: Brigitte Degitz; Dr. Falko DittmannZielgruppe: Pädagogische Fachkräfte aus Krippe, Kindergarten und Frühförderung, Fachpersonen aus der Heilpädagogik, Ergotherapie und Sprachtherapie Kursort (Heidelberg): ZEL Heidelberg, Kaiserstr. 36, 69115 HeidelbergKursort (Leipzig): IKOME Dr. Barth GmbH & Co. KG, Hohe Str. 11, 04107 LeipzigAnreise: die Fortbildung findet zentral in Leipzig (Nähe Bayrischer Bf) statt und ist gut mit der S-Bahn (Haltestelle Bayrischer Bf) oder dem Auto (B+B Parkplatz Beethovenstraße 11 oder Sternwartenstraße 35) zu erreichen.

280,00 €
Spiel als Türöffner – Sprache im Autismus-Spektrum fördern
Spiel als Türöffner – Sprache im Autismus-Spektrum fördern: Online: Do. 24.06.2027, 13.00 - 16.30 Uhr • Fr. 25.06.2027, 09.30 - 16.00 (13 UE)
Kontakt gestalten, Motivation wecken und Kommunikation wirksam werden lassen Wie gelingt es, mit autistischen Kindern in echten Kontakt zu kommen und daraus Entwicklung von Sprache und Kommunikation entstehen zu lassen? In diesem Workshop steht ein spielorientierter Ansatz im Mittelpunkt, der die Perspektive des Kindes ernst nimmt und Kommunikation als gemeinsamen, sinnvollen Prozess versteht. Sie erfahren, wie Motivation für Kommunikation entstehen kann, wie Kinder Sprache besser verstehen und wie wir unseren sprachlichen Input so gestalten, dass er für das Kind gut verständlich und nutzbar wird. Ein zentrales Anliegen ist es dabei, über Kommunikation erlebte Wirksamkeit zu ermöglichen und so Entwicklung in Gang zu bringen.Welche Inhalte und Schwerpunkte werden in dieser Fortbildung vermittelt?Aufbau eines gelingenden Kontakts mit autistischen Kindern Förderung von Motivation für Kommunikation und deren gezielte Unterstützung Gestaltung von klarem, verständlichem und angemessenem sprachlichen Input Unterstützung von Selbstwirksamkeitserfahrungen des Kindes durch Kommunikation Nutzung von Spiel als Grundlage für Sprachentwicklung Der Workshop bietet neben fachlichem Input viele praxisnahe Beispiele, Raum für Reflexion sowie die Möglichkeit, eigene Praxisbeispiele einzubringen und gemeinsam weiterzudenken.Referentin: Kristin SnippeZielgruppe: Fachpersonen aus Krippe, Kita, Kindertagespflege, Heilpädagogik, Soziale Arbeit, Logopädie & Frühförderung

280,00 €