Wenn das Sprechen hüpft oder sich anhört als wenn es vorgespult wird, spricht man von Stottern oder Poltern. Wobei handelt es sich bei diesen Veränderungen des Sprechens und ab wann spricht man von Stottern oder Poltern? Wie können betroffene Personen unterstützt werden und worauf ist in der Kommunikation als Gesprächspartner*in zu achten? Mit diesen Fragen und dem diagnostischen Vorgehen setzen wir uns im Seminar näher auseinander. Weiteren Bestandteil stellt die Vorstellung von Fördermöglichkeiten und -material dar.
Welche Kompetenzen erwerben Sie in dieser Fortbildung?
Einführung in die Themen Stottern und Poltern
Wissen zur Diagnostik bei Stottern und Poltern
Wissen zur Kommunikation als Gesprächspartner*in bei Stottern und Poltern
pädagogische und therapeutische Fördermöglichkeiten
Das Seminar ist Teil des
Zertifizierungskurses:
Fachkraft/Multiplikator*in für alltagsintegrierte Sprachbildung und Sprachförderung in der Kita
Referent*in: Maximilian ChristmannZielgruppe: Fachpersonen aus den Bereichen
Kita/Tagespflege,
Logopädie/Sprachtherapie, Psychologie/Psychotherapie, , Schule, Ergotherapie, Medizin und Physiotherapie
Möchten Sie Kinder mit schwachem Arbeitsgedächtnis noch gezielter unterstützen und ihre Lernchancen nachhaltig verbessern? Wie können Sie präventiv gegen die Entwicklung von LRS, Rechenschwäche oder Aufmerksamkeitsproblemen vorgehen? In diesem Seminar erfahren Sie, wie Sie durch die Förderung der Exekutiven Funktionen die Arbeitsgedächtniseffizienz von Kindern nachhaltig verbessern können. Während eine direkte Steigerung der Arbeitsgedächtniskapazität wissenschaftlich nicht belegbar ist, zeigen aktuelle Forschungsergebnisse deutlich: Die gezielte Förderung der "kognitiven Kontroll- und Regulationsprozesse" ermöglicht eine effizientere Nutzung vorhandener Ressourcen und stabilisiert Verarbeitungs- und Speicherprozesse. Freuen Sie sich auf eine praxisbezogene Veranstaltung mit erprobten Förderkonzepten, gemeinsamen Übungen und dem fachlichen Austausch mit Kolleginnen und Kollegen. Gemeinsam entwickeln wir konkrete Strategien, um Kinder mit schwachem Arbeitsgedächtnis gezielt zu unterstützen und ihre Lernchancen zu verbessern.Was lernen Sie in der Fortbildung? Wie sich schwache Arbeitsgedächtnisleistungen auf verschiedene Entwicklungsbereiche auswirken Zusammenhänge zwischen Arbeitsgedächtnis und Sprachentwicklung, Lesen, Schreiben und Rechnen Wissenschaftliche Grundlagen der Exekutiven Funktionen als "Management des Arbeitsgedächtnisses" Bewährte Förderkonzepte zur Steigerung der Exekutiven Funktionen Praktische Übungen und Methoden für den therapeutischen Alltag Präventive Ansätze zur Vermeidung von LRS, Rechenschwäche und Aufmerksamkeitsproblemen Referentin: Dr. Petra Küspert Zielgruppe: Fachpersonen aus der Logopädie und Sprachtherapie Sprachheilpädagogik, Sozialpädiatrie und verwandte Gebiete
Vortrag: Wenn Zweijährige kaum sprechen: Diagnostische Entscheidungswege bei verzögerter Sprachentwicklung:
Online: Do, 14.01.2027 - 17:00 - 18:30 Uhr (2 UE)
Für
zweijährige Kinder mit einem deutlich unterdurchschnittlichen Wortschatz
empfiehlt die aktuelle S3-Leitlinie „Therapie von Sprachentwicklungsstörungen“
(Kapitel 2: Late Talker) eine differenzialdiagnostische Abklärung. Dabei sind
das Ausmaß der Verzögerung in der expressiven Sprachentwicklung, die
kommunikativen Kompetenzen und insbesondere das Sprachverständnis zu
beurteilen. Zudem gilt es, Hinweise auf eine komplexe Entwicklungsstörung zu
erkennen und entsprechend abzuklären. Für die Planung von Förder- und
Therapiemaßnahmen reicht es daher nicht aus, lediglich den Umfang des
gesprochenen Wortschatzes zu erfassen.
Anhand
eines Fallbeispiels aus der Praxis des ZEL wird der diagnostische Prozess
Schritt für Schritt nachvollzogen: Welche Informationen sind relevant, wie
lassen sich unterschiedliche Befunde zusammenführen und differentialdiagnostisch
einordnen? Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der zeitökonomischen
Durchführung standardisierter Testverfahren bei zweijährigen Kindern: Wie
kann eine valide Diagnostik auch bei begrenzter Aufmerksamkeit und Mitarbeit
gelingen?
Der
Vortrag verbindet aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse mit den Erfahrungen
aus der langjährigen diagnostischen Praxis der Referentin und zeigt, wie aus
unterschiedlichen Befunden ein differenziertes Entwicklungsprofil entsteht
und daraus begründete Entscheidungen für Therapie, Förderung und weitere
Diagnostik abgeleitet werden können.
Referent: Prof. Dr. Anke BuschmannZielgruppe: Logopädie, Sozialpädiatrie, Frühförderung und Interessiert
Vortrag: Stottern im Alltag – Wenn die Worte einfach nicht rauskommen wollen:
Online: Di., 02.02.2027 - 18:00 - 19:30 Uhr (2 UE)
Ob in der Schule, an der Uni oder beim Bestellen im Restaurant: Sprache ist das zentrale Kommunikationsmittel unserer Gesellschaft. Schwierigkeiten beim Sprechen in Form von Stottern sorgen deshalb in nahezu jedem Lebensbereich für Probleme. Aus anfänglich reinem Stottern entwickeln sich bei Betroffenen häufig weitere Sekundärsymptome und soziale Ängste – ein Teufelskreis, der das Stottern zusätzlich verstärkt.
Obwohl etwa 1 % der Weltbevölkerung stottern, spielt Stottern in der Gesellschaft kaum eine Rolle und bleibt durch das Vermeidungsverhalten der Betroffenen häufig unsichtbar. Gerade deshalb halten sich Vorurteile über Stottern besonders hartnäckig.
Der Vortrag nimmt die Perspektive Betroffener ein und zeigt, mit welchen alltäglichen Herausforderungen stotternde Menschen konfrontiert sind. Stottern beeinflusst die einzelnen Lebensphasen auf unterschiedliche Weise und wirkt sich bei manchen Betroffenen sogar auf Berufswahl, Hobbys und Freundeskreis aus. Die psychosoziale Komponente wird dabei stark unterschätzt.
Beleuchtet wird außerdem, wie verschiedene Therapieansätze und Selbsthilfeangebote das Leben stotternder Menschen erleichtern können.
Referent: Florian GriebZielgruppe: Fachpersonen aus der Logopädie und angrenzenden Gebieten
Die Psycholinguistische Analyse kindlicher
Aussprachestörungen-III (PLAKSS-III) ist ein ausschließlich digitales Tool mit
teilautomatisierter Auswertung, das zur Diagnostik der verschiedenen
Unterformen einer Aussprachestörung angewendet werden kann.
Im Vortrag stehen folgende Fragen im Mittelpunkt:
Wie diagnostiziere ich kindliche
Aussprachestörungen?Welche Aussprachestörungen können aktuell mit
der PLAKSS-III diagnostiziert werden und was wird zukünftig ergänzt?Was kann die PLAKSS-III, was die PLAKSS-II nicht
konnte?Wie funktionieren die Durchführung und die
teilautomatisierte Auswertung?Referentin:
Wiebke Freese (M. Sc.)
Zielgruppe: Fachpersonen aus der Logopädie und angrenzenden
Gebieten
Vortrag: Was steckt hinter dem Nachsprechen? Phonologisches Arbeitsgedächtnis diagnostisch verstehen:
Online: Do, 04.03.2027 - 17:00 - 18:30 Uhr (2 UE)
Das Nachsprechen von Pseudowörtern ist ein etabliertes Verfahren zur Erfassung des phonologischen Arbeitsgedächtnisses (phonAG) und ein wichtiger Bestandteil der Sprachentwicklungsdiagnostik bei ein- und mehrsprachigen Kindern.Im Seminar erhalten Sie einen Überblick über aktuelle Instrumente zur Erfassung, Durchführnug und Interpretation der Leistung des phonologischen Arbeitsgedächtnisses.Beantwortet werden die folgenden Fragen:Welche Verfahren zur Erfassung des phonologischen Arbeitsgedächtnisses können in der Praxis eingesetzt werden (bspw. Mottier-Test, TEBIK 4-8, SETK 3-5)Worauf sollte bei der Durchführung mit mehrsprachigen Kindern geachtet werden?Wie sollten die Testitems (Pseudowörter und -sätze) präsentiert werden?Welche Normdaten verwende ich?Welche Bedeutung hat das Testergebnis für die logopädische Therapie?Referentin: Nathalie FreyZielgruppe: Fachpersonen aus der Logopädie und angrenzenden Gebieten
Praxisseminar: Logopädie goes digital - Videotherapie mit Kindern:
Online: Fr, 09.04.2027, 09.30 - 16.00 Uhr (7 UE)
Videotherapie mit Kindern ist für viele Logopäd:innen noch Neuland – dabei eröffnet sie vielfältige Möglichkeiten, die Therapie praxisnah, wirkungsvoll und für alle Beteiligten mit Freude zu gestalten. Videotherapie kann außerdem in vielen Situationen helfen, Therapieausfälle zu vermeiden und die Kontinuität der logopädischen Behandlung zu sichern. Studien zeigen, dass sie genauso wirksam sein kann wie Therapie in Präsenz.
In dieser Fortbildung teilen wir unsere Erfahrungen aus fünf Jahren logopädischer Videotherapie mit Kindern und erleichtern euch den Einstieg in die digitale Therapieform. Im Mittelpunkt stehen konkrete Fragen und Herausforderungen aus dem logopädischen Praxisalltag:
Welche technische Ausstattung lohnt sich?
Wie gestalte ich Videotherapie abwechslungsreich und motivierend?
Wo liegen die Grenzen der Behandlung?
Welche Plattformen und Tools haben sich in der Logopädie bewährt?
Darüber hinaus bietet die Fortbildung Raum für den kollegialen Austausch von Erfahrungen, Tipps und Best Practices. Ziel ist es, Logopäd:innen praxisorientierte Lösungen und Inspiration für ihren Berufsalltag mitzugeben.
Bitte beachtet, dass Fragen zur Abrechnung nicht Bestandteil dieses Kurses sind.
Referent*in: Hanna Dalitz
Zielgruppe: Logopäd:innen
Mehrsprachig aufwachsende Kinder stellen deutschsprachige Fachpersonen ohne Kenntnisse der Erstsprache des Kindes vor Herausforderungen. Eine der häufigsten Fragen lautet: Handelt es sich bei den Sprachproblemen um eine therapiebedürftige Sprachentwicklungsstörung oder um mangelnden Deutschkontakt? Um diese und weitere Fragen zu beantworten und geeignete Unterstützungsmaßnahmen zu finden, sind genaue Kenntnisse über den individuellen Sprachentwicklungsstand des Kindes und den Mehrsprachenkontext notwendig. In dieser Fortbildung werden Möglichkeiten für ein differenzialdiagnostisches Vorgehen bei linguistisch und kulturell divers aufwachsenden Kindern besprochen. Wichtige Aspekte der Anamnese, standardisierten Untersuchung sowie Beobachtung werden erarbeitet und durch Fallbeispiele illustriert. Daraus abgeleitet werden relevante Punkte zum therapeutischen Vorgehen sowie zur Beratung der Bezugspersonen vorgestellt.Das Besondere: In der Zeit zwischen den beiden Fortbildungstagen haben Sie die Möglichkeit, das Vorgehen und das vorgestellte Material zu erproben. Was lernen Sie in dieser Fortbildung?Fachwissen zum Zwei- und Mehrsprachenerwerb praxisnahe Kenntnisse zur Erhebung des Mehrsprachkontextes als elementarer Bestandteil der Sprachdiagnostik Handlungssicherheit bei der Auswahl, Durchführung, Auswertung und Interpretation standardisierter Diagnostikverfahren bei kulturell und linguistisch diversen Kindern Grundlagenwissen zur sprachtherapeutischen Behandlung von Sprachentwicklungsstörungen bei MehrsprachigkeitDas Seminar ist Teil des Zertifizierungskurses Sprach-, Sprech-, Kommunikationsstörungen bei Kindern/Jugendlichen. Referent: Falko Dittmann Zielgruppe: Fachpersonen aus den Bereichen Logopädie, Frühförderung, Sozialpädriatrische Zentren, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie und -psychiatrie, Sonderpädagogik
Vortrag: Was ist eine Sprachentwicklungsstörung und wie entsteht sie?:
Online: Mo, 26.04.2027 - 16:00 - 17:30 Uhr (2 UE)
In
diesem Vortrag wird zunächst das Zusammenspiel unterschiedlicher Faktoren für
einen erfolgreichen Spracherwerb betrachtet. Die Bedeutung von Umwelt-,
Entwicklungs- und individuelle Faktoren wird diskutiert. Sie erfahren, warum
das Sprechenlernen manchen Kindern schwerer fällt als den Gleichaltrigen und
warum Kinder mit einer Sprachentwicklungsstörung beispielsweise Probleme im
Wortschatzaufbau oder beim Erlernen der korrekten Grammatik haben. Ein
fundiertes Verständnis für die Schwierigkeiten von Kindern mit einer
Sprachentwicklungsstörung ist der zentrale Ausgangspunkt, um Kinder im Alltag
sicher und wirksam zu begleiten. Der Vortrag erweitert ihr Fachwissen und
stärkt Ihre Handlungssicherheit im Umgang mit sprachauffälligen Kindern.Referentin: Dr. Falko DittmannZielgruppe: Krippe, Kita, Kindertagespflege, Heilpädagogik, Soziale Arbeit & Frühförderung, Logopädie, Sozialpädiatrie, Psychologie
Prozessanalyse und Therapieableitung bei phonologischen Aussprachestörungen:
Online: Di. 11.05.2027, 08.30 - 12.30 Uhr (5 UE)
Möchten Sie Ihre Expertise in der Diagnostik von Aussprachestörungen vertiefen und Sicherheit in der phonologische Therapieableitung entwickeln, um in der Behandlung noch strukturierter vorzugehen? Wie können komplexe Aussprachebefunde noch gezielter ausgewertet und hierarchisch bearbeitet werden? In diesem praxisorientierten Onlineseminar erfahren Sie, wie Sie phonologische Prozessanalysen sicher durchführen und daraus fundierte Therapieentscheidungen ableiten. Angesichts der Komplexität kindlicher Aussprachestörungen ist eine präzise Diagnostik entscheidend für den Therapieerfolg. Aktuelle Forschungsergebnisse zur Ausspracheentwicklung unterstützen Sie dabei, physiologische von pathologischen Prozessen zu unterscheiden und gezielt zu behandeln.Freuen Sie sich auf intensive praktische Übungen, zahlreiche Fallbeispiele und den fachlichen Austausch mit Kolleginnen und Kollegen. Gemeinsam schärfen wir Ihren diagnostischen Blick und ermöglichen einen Einblick in die Psycholinguistisch orientierte Phonologie-Therapie (P.O.P.T., Fox-Boyer 2022).Was lernen Sie in der Fortbildung? Wann eine phonologische Prozessanalyse sinnvoll ist und welche Störungsformen davon profitieren Wie Sie physiologische und pathologische Prozesse sicher unterscheiden Systematische Auswertung phonologischer Befunde von einfach bis komplex Hierarchische Therapieplanung basierend auf Analyseergebnissen Auswahl geeigneter Ziel- und Ersatzlaute für verschiedene Prozesse Einblicke in die P.O.P.T.-Methodik nach Fox-Boyer Referentin: Wiebke Freese (M. Sc.)Zielgruppe: Fachpersonen aus der Logopädie und Sprachtherapie Sprachheilpädagogik, Sozialpädiatrie und verwandten Gebieten
Diagnostik bei Kindern mit verzögerter Sprachentwicklung:
Online: Do. 13.05.2027, 09.30 - 16.00 Uhr (7 UE)
Sprachliche Verzögerungen können mit zwei Jahren zuverlässig erfasst werden. Sie können ein Hinweis auf eine isolierte sprachliche Auffälligkeit (sog. Late Talker) oder auf Primärbeeinträchtigungen (Hörstörung, Autismus-Spektrum-Störung, Intelligenzminderung) sein. Zur Frühdiagnostik stehen Elternfragebögen für ein erstes Screening sowie Sprachentwicklungstests, allgemeine Entwicklungstests bzw. nonverbale Intelligenztests und Verhaltensfragebögen zur Verfügung. Im Seminar erlernen Sie das pragmatische diagnostische Vorgehen nach Buschmann et al. (2008).
Was lernen Sie in dieser Fortbildung?Sie erwerben Grundlagenwissen zu frühen Auffälligkeiten in der SprachentwicklungSie lernen das diagnostische Vorgehen im Alter von 2 bis 3 Jahren kennen und erfahren, wie es praktisch umgesetzt wird.Sie gewinnen praxisnahe Einblicke in relevante Elternfragebögen wie SBE-2-KT oder ELFRA-2.Sie entwickeln Sicherheit im Einsatz diagnostischer Verfahren, zum Beispiel dem SETK-2.Sie erhalten einen Überblick über Möglichkeiten der Frühintervention.Literatur:
Buschmann, A. & Sachse, S. (2017). Frühdiagnostik von Sprachentwicklungsstörungen - differenzialdiagnostisches Vorgehen und Methoden. Frühförderung Interdisziplinär, 36, S. 82-92.
Buschmann et al. (2008). Children with developmental language delay at 24 months of age: results of a diagnostic work-up. Developmental Medicine & Child Neurology, 50(3), 223-229.Dittmann, F. & Buschmann, A. (2020). Verzögerte Sprachentwicklung bei Zweisprachigkeit? Diagnostische Abklärung früher Sprachauffälligkeiten. Monatsschrift Kinderheilkunde. DOI 10.1007/s00112-020-00966-0
Buschmann, A., Sachse, S. & Bockmann A.-K.(2020): Lehrbuch Sprachentwicklung - Entwicklung – Diagnostik – Förderung im Kleinkind- und Vorschulalter
Teil des
Zertifizierungskurses
Sprach-, Sprech-, Kommunikationsstörungen bei Kindern/Jugendlichen.Hinweis: Teilnehmer*innen, die die HET Ausbildung besuchen, oder bereits abgeschlossen haben, erhalten einen Sonderpreis von 150,-€
Referent*innen: Falko DittmannZielgruppe: Fachpersonen aus den Bereichen Sprachtherapie, Frühförderung, Sozialpädiatrie, Kinder- und Jugendlichenpsychologie und -psychotherapie und Sonderpädagogik sowie Ärzt*innen
Vortrag: Prosodie – ein wichtiger Bereich in der Sprachentwicklung:
Online: Do, 13.05.2027 - 17:00 - 18:30 Uhr (2 UE)
Die Prosodie ist in der deutschen Sprache ein wesentlicher Bestandteil der Kommunikation. Durch sie wird die Sprachverarbeitung erleichtert, werden Bedeutungen auf lexikalischer und syntaktischer Ebene geklärt und auch im Bereich der Pragmatik erfüllt sie vielfältige Funktionen. Im Spracherwerb kommt der Prosodie als Vorläuferfähigkeit eine zentrale Rolle zu.
In diesem Seminar wird der Bereich Prosodie in seinen Grundlagen betrachtet. Dazu erhalten die Kursteilnehmer:innen zunächst eine theoretische Auffrischung und Vertiefung zu den Betrachtungsebenen der Prosodie. Auf der Basis der normalen prosodischen Entwicklung bei Kindern werden Störungen der Prosodie und deren Folgen für die Sprachverarbeitung und Kommunikation abgeleitet.
Im zweiten Teil werden verschiedene Methoden der Diagnostik von prosodischen Störungen bei Kindern dargestellt und modellorientiert eingeordnet. Das Seminar schließt mit einem kurzen Einblick in therapeutische Möglichkeiten zur Behandlung prosodischer Defizite ab.
Referentin: Dr. Wenke WaltherZielgruppe: Logopäd:innen / Sprachtherapeut:innen
Was ist Künstliche Intelligenz? Welche Chancen bietet KI im Einsatz in der Sprachtherapie, und welche Herausforderungen sind damit zukünftig für unsere Berufsgruppen verbunden?
Diese Frage beantwortet Ihnen die erfahrene Referentin aus unterschiedlichen Perspektiven. Im Theorieteil erhalten Sie eine Einführung in die Funktionsweise relevanter KI-Software. Anhand von Beispielen aus der Forschung lernen Sie die zukünftigen Möglichkeiten und Grenzen dieser Technologie in der logopädischen Diagnostik und Therapie kennen. Ethische Herausforderungen und rechtliche Rahmenbedingungen sowie die Veränderung der Rolle der menschlichen Therapierenden sind ebenfalls Thema. Im praktischen Teil erhalten Sie eine Einführung in die Nutzung von generativer KI wie Chatbots und Bildgeneratoren. Dabei erhalten Sie viele Beispiele und Anregungen, um KI-Tools in der Therapie zu nutzen, und können unterschiedliche Software selbst ausprobieren und kennenlernen.
Referentin: Dr. Hanna EhlertZielgruppe: Sprachtherapeut:innen
Vortrag: Diagnostik an der Schnittstelle SES und LRS: Wie können gefährdete Kinder im Vorschulalter erkannt und der LRS vorgebeugt werden?:
Online: Do, 17.06.2027 - 17:00 - 18:30 Uhr (2 UE)
Kinder mit einer Sprachentwicklungsstörung (SES) haben ein deutlich höheres Risiko für Schulleistungsschwierigkeiten als Kinder mit altersgerechter Sprachentwicklung, insbesondere im Lese-Schriftspracherwerb.
Im Vortrag wird anhand des Fallbeispiels eines Vorschulkindes mit einer SES die standardisierte Abklärung der Vorausläuferfähigkeiten für das Lesen- und Schreibenlernen dargestellt, um das individuelle Lese-Rechtschreib-Risiko zu bestimmen. Hierbei werden auch Zusammenhänge zu sprachlichen Befunden verdeutlicht.
Referent: Dr. Falko DittmannZielgruppe: Fachpersonen aus der Logopädie und angrenzenden Gebieten
Vortrag: Stottern bei Kindern sicher einschätzen – Diagnostik und klinische Entscheidungsfindung:
Online: Do. 15.07.2027, 17:00 - 18:30 Uhr (2 UE)
Der Vortrag vermittelt ein praxisnahes diagnostisches Vorgehen bei stotternden Kindern vom frühen Kindesalter bis in die Adoleszenz. Aus einer ICF-orientierten Perspektive werden neben der Abgrenzung normaler Sprechunflüssigkeiten von Stottern die Stottersymptomatik, psychosoziale Auswirkungen und relevante Kontextfaktoren berücksichtigt. Relevante und in der Praxis ökonomisch einsatzbare, diagnostische Verfahren für verschiedene Altersbereiche werden beispielhaft vorgestellt.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der klinischen Entscheidungsfindung. Dabei werden Faktoren betrachtet, die Hinweise auf das Risiko einer Chronifizierung bzw. die Wahrscheinlichkeit einer Spontanremission geben und bei jungen Kindern für die Entscheidung über einen zeitnahen Therapiebeginn oder ein beobachtendes Abwarten relevant sind. Auch die Beratung der Eltern und Kriterien für eine erneute diagnostische Abklärung werden thematisiert. Für ältere Kinder wird dargestellt, welche therapeutischen Konsequenzen sich aus den diagnostischen Ergebnissen ableiten lassen.Referentin: Anke KohmäscherZielgruppe: Fachpersonen aus der Logopädie und angrenzenden
Gebieten
Kinderschutz in der Sprachtherapie: Beobachten, Erkennen, Handeln:
Online: Do, 09.09.2027, 14.00 - 17.00 Uhr (4 UE)
Sprachtherapeut*innen werden im Arbeitskontext immer wieder mit dem Thema
Kindeswohlgefä hrdung konfrontiert. Ihre fachliche Perspektive sowie berufsethische und
gesetzliche Verpflichtung zum Schutz von Kindern stellen wichtige Ressourcen fü r den
interdisziplinä ren Kinderschutz dar, werfen aber auch Fragen auf:Was ist überhaupt eine Kindeswohlgefä hrdung?Wo liegen Beobachtungs- und Wahrnehmungschancen im Rahmen der Sprachtherapie?Welche Schritte sind bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung zu gehen?In der Fortbildung werden sozialpädagogische und rechtliche Grundlagen zum Kindeswohl
und seiner Gefährdung beleuchtet sowie das Vorgehen und wichtige Anlaufstellen bei
Verdacht auf Kindeswohlgefährdung vorgestellt.Referentin: Marie SeeligerZielgruppe: angehende und praktizierende Sprachtherapeut*innen und Logopä*innen
Die Arbeit mit selektiv mutistischen Kindern ist seit vielen Jahren der zentrale Therapie- und Forschungsschwerpunkt im Sprachtherapeutischen Ambulatorium der Technischen Universität Dortmund. Beratungs- und Therapieanfragen von Familien mutistischer Kinder erfolgen deutschlandweit. In dieser Fortbildung wird der therapeutische Ansatz „DortMuT“ (Dortmunder Mutismus-Therapie) vorgestellt, der auf dem Konzept von Katz-Bernstein für schweigende Kinder und Jugendliche basiert.
Wesentliche Aspekte der Fortbildung:
Fachliche Grundlagen zum selektiven Mutismus
Gestaltung von Erstkontakten mit selektiv mutistischen Kindern und Jugendlichen
Beratung von Eltern, interdisziplinäre Zusammenarbeit und Vernetzung
Zugänge im sprachtherapeutischen Kontext, unter anderem:
Konzept des Safe Place und Transferaufgaben
Arbeit mit Handpuppen, Symbol- und Rollenspiel als therapeutische Intervention
verhaltenstherapeutische Elemente: Verhandlungen und Verträge
Die Arbeit mit Betroffenen wird anhand vielfältiger Videobeispiele veranschaulicht. Gerne können Fallbeispiele von Teilnehmer*innen eingebracht werden.
Aufbauend auf das Basisseminar bieten wir am ZEL zudem jährlich wechselnde Vertiefungsseminare an.
Teil des
Zertifizierungskurses
Sprach-, Sprech-, Kommunikationsstörungen bei Kindern/Jugendlichen.
Referent*in: Kerstin BahrfeckZielgruppe: Fachpersonen aus den Bereichen Sprachtherapie, Logopädie, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie, Heilpädagogik und Ergotherapie sowie Ärzt*innen
Vortrag: Vom Turn-Taking zum Dialog - Frühe pragmatisch-kommunikative Kompetenzen beobachten:
Online: Do, 21.10.2027 - 17:00 - 18:30 Uhr (2 UE)
Ab der Geburt interpretieren Eltern Verhaltensweisen von Säuglingen als Mitteilungen. «Das findest du lustig. Du möchtest nochmal gekitzelt werden.» So entdecken Babys im Rahmen ihrer frühen Bindungserfahrungen die kommunikative Funktion von Sprache. Damit Kinder erfolgreiche Interaktionen erfahren und Sprache kompetent erwerben, brauchen sie gute pragmatisch-kommunikative Kompetenzen. Diese entwickeln sich in den ersten vier Lebensjahren im engen Zusammenhang mit Sprachverstehens- und Spielkompetenzen. In der frühen Sprachdiagnostik ist es deshalb wichtig, diesen Fähigkeiten besondere Beachtung zu schenken. Im Vortrag werden relevante Entwicklungsschritte beschrieben. Anhand eines Fallbeispiels wird die sorgfältige Beobachtung pragmatisch-kommunikativer Fähigkeiten mithilfe eines Beobachtungsrasters exemplarisch vorgestellt.
Referent: Barbara VischerZielgruppe: Logopädie und angrenzende Berufsgruppen
Vortrag: „Die Eltern setzen meine Tipps nicht um!“ – Zusammenarbeit mit Eltern in der Sprachtherapie wirksam gestalten:
Online: Do, 18.11.2027 - 17:00 - 18:30 Uhr (2 UE)
„Ich habe es den Eltern doch genau erklärt – aber sie machen es einfach nicht.“ Diese Erfahrung kennen viele Therapeut*innen. Doch woran liegt es eigentlich, wenn Empfehlungen im Familienalltag nicht ankommen oder die Übungsaufgaben nicht umgesetzt werden? Und was können wir in der Zusammenarbeit mit Eltern verändern?Eine wirksame Zusammenarbeit beginnt nicht mit der nächsten Übung für zu Hause, sondern mit einem gemeinsamen Verständnis und mit der Stärkung der Eltern in ihrer Rolle für einen erfolgreichen Spracherwerbsprozess: Was bedeutet die sprachliche Auffälligkeit für das Kind und seine Entwicklung? Was macht sie mit den Eltern und der Beziehung zu ihrem Kind? Im Vortrag erfahren Sie, warum Elternbildung eine wichtige Grundlage für eine gute Zusammenarbeit und für die Kooperationsbereitschaft der Eltern bilden. Sie lernen zentrale Prinzipien kennen, die Eltern darin unterstützen, ihre eigene Wirksamkeit zu erleben und sprachförderliches Handeln in den Familienalltag zu integrieren.
Referent: Prof. Dr. Anke BuschmannZielgruppe: Logopädie und angrenzende Berufsgruppen
Leseförderung bei Kindern mit SES:
Online: Do. 25.11.2027, 09.00 - 16.00 Uhr (8 UE)
Lesen bedeutet weit mehr als das Übersetzen von Buchstaben in Laute. Sinnentnehmendes Lesen ist eine komplexe Fertigkeit, die reibungslos zusammenspielende Teilkompetenzen voraussetzt – und für den schulischen wie beruflichen Werdegang eines Menschen entscheidend ist. Kinder mit einer Sprachentwicklungsstörung tragen hier ein besonderes Risiko, oft bedingt durch ein schwächeres Arbeitsgedächtnis. Der gut gemeinte Rat, einfach mehr zu lesen, hilft diesen Kindern selten weiter: Wer noch auf Wortebene kämpft, braucht vor allem gezielte Förderung genau dort, wo die Schwierigkeiten liegen.
In diesem Seminar wird folgenden Fragen nachgegangen: Wie entwickelt sich Lesekompetenz, und woran lässt sich der Stand eines Kindes zuverlässig ablesen? Welche Testverfahren helfen bei der Einschätzung, und wie werden ihre Ergebnisse richtig ausgewertet? Und wie entsteht daraus ein Förderplan, der tatsächlich an den Defiziten des einzelnen Kindes ansetzt?
Welche Kompetenzen erwerben Sie in dieser Fortbildung?
Aktuelle Modelle der Leseentwicklung aus der Schriftsprachforschung einordnen und auf die eigene Praxis übertragen
Zusammenhänge zwischen Sprachentwicklungsstörung und Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten erkennen: Meilensteine und typische Hürden
Einsatz und Auswertung standardisierter Lesetestverfahren – aus erster Hand, von einer Autorin dieser Verfahren
Individuelle Förderschwerpunkte aus den Testergebnissen ableiten
Einen Förderplan entwickeln, gestützt auf erprobte Förderprogramme aus der eigenen therapeutischen Praxis
Referentin: Dr. Petra KüspertZielgruppe: LogopädInnen, ErgotherapeutInnen, HeilpädagogInnen, LerntherapeutInnen, Lehrkräfte an Regel- und Förderschulen
Vortrag: Das diagnostische Spannungsfeld zwischen SES und AVWS – Schritte der differenzialdiagnostischen Abklärung:
Online: Do. 09.12.2027, 17:00 - 18:30 Uhr (2 UE)
In der Praxis werden häufig Kinder mit einer Sprachentwicklungsstörung (SES) vorgestellt, bei denen mitunter der Verdacht auf das Vorliegen einer auditiven Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörung (AVWS) besteht, beispielsweise weil die Kinder unaufmerksam oder leicht ablenkbar sind oder Schwierigkeiten haben, sich zu konzentrieren.
Die Abgrenzung von anderen Störungsbildern wie eine allgemeine Lernschwäche oder eine SES und die differenzialdiagnostische Untersuchung sind nicht einfach, jedoch unbedingt notwendig, um die Kinder adäquat unterstützen zu können.
Im Vortrag wird ausgehend von den Grundlagen der beiden Störungsbilder SES und AVWS die leitliniengetreue Abklärung besprochen und anhand eines Fallbeispiels aus der Praxis illustriert.
Referent: Dr. Falko DittmannZielgruppe: Fachpersonen aus der Logopädie und angrenzenden Gebieten
Sprachverständnis und -störungen bei Kindern I:
Online: Mo. 13.12.2027, 09.30 - 16.00 Uhr (7 UE)
Wenn ein Kind nicht richtig spricht, fällt das nahezu jedem auf. Aber wenn ein Kind Sprache nicht richtig versteht, bleibt dies oft unbemerkt. Nicht selten wird ein „falsches“ Verhalten als böswillig oder als provozierend interpretiert. Oder es wird vermutet, dass das Kind nicht richtig zuhört. Es gibt jedoch Kinder, die können genauso gut denken und hören wie andere Kinder, aber sie verstehen Sprache nicht altersentsprechend.
In diesem Seminar wird aufbauend auf der Darstellung des normalen Entwicklungsverlaufs des kindlichen Sprachverstehens das Störungsbild ausführlich vorgestellt. Fallbeispiele illustrieren die langfristige Entwicklung betroffener Kinder und machen die Ernsthaftigkeit eines frühen Handelns deutlich.
Für Kinder mit Schwierigkeiten in der Sprachproduktion gibt es Kriterien, die erkennen lassen, ob die Entwicklung physiologisch verläuft. Für das Sprachverständnis gibt es diese nicht. Daher ist es nicht verwunderlich, dass Störungen häufig erst spät erkannt werden. Zum Teil entwickeln die Kinder bereits für sie ungünstige Kompensationsstrategien. Die weitere Entwicklung dieser Kinder ist in vieler Hinsicht gefährdet, da das Verstehen und Verarbeiten sprachlicher Informationen eine Schlüsselfunktion darstellt. Daher ist es wichtig, Sprachverständnisstörungen frühzeitig zu erkennen und differenzialdiagnostisch von anderen Verarbeitungsstörungen abzugrenzen. Gleichzeitig dient die Diagnostik als Grundlage für die Planung weiterer Interventionen.
Welche Kompetenzen erwerben Sie in dieser Fortbildung?
Kenntnisse über die physiologische Entwicklung des Sprachverständnisses
Wissen zu den Ursachen und dem Erscheinungsbild von Sprachverständnisstörungen (vom Kleinkind bis ins Schulalter)
Kenntnisse über die Prognose betroffener Kinder sowie zur Folge- und Begleitsymptomatik
Fachwissen zu den relevanten Aspekten des Diagnostikprozesses bei Sprachverständnisstörungen
Handlungssicherheit in der Auswahl, Durchführung und Auswertung standardisierter Diagnostikverfahren (allgemeine Sprachtests sowie spezifische Sprachverständnistests)
Kenntnisse zum differenzialdiagnostischen Vorgehen
Literatur
Dittmann, F. & Buschmann, A. (2021). Fallbeispiel: Sprachverständnisstörungen und Schulleistungsprobleme. Sprachförderung und Sprachtherapie in Schule und Praxis, 4, 242-246.Dittmann, F. & Buschmann, A. (2021). Zusammenarbeit mit Bezugspersonen als elementarer Bestandteil der Behandlung von Sprachverständnisstörungen. Sprachförderung und Sprachtherapie in Schule und Praxis, 4, 262-270.Das Seminar ist Teil der
Zertifizierungskurse:
Sprachverständnis und Sprachverständnisstörungen bei Kindern
Sprach-, Sprech-, Kommunikationsstörungen bei Kindern/Jugendlichen
Besuchen Sie auch Sprachverständnis und -störungen bei Kinder II: InterventionReferent*in: Falko DittmannZielgruppe: Fachpersonen aus Logopädie, Sprachtherapie, Frühförderung, Psychologie, Sprachheilpädagogik und Sozialpädiatrie
Sprachverständnis und -störungen bei Kindern II: Intervention:
Online: Mo 31.01.2028, 09.30 - 16.00 Uhr • Di. 01.02.2028, 09.30 - 15.00 Uhr (12 UE)
Maßnahmen zur Förderung sprachproduktiver Fähigkeiten gibt es zahlreiche. Doch wie fördert man das Verstehen von Sprache und wie können Sie Kind und Eltern zur Seite stehen? In diesem Seminar liegt der Fokus auf der Intervention bei Sprachverständnisstörungen. Aufgrund der Symptomatik einer Sprachverständnisstörung und deren weitreichenden Konsequenzen sind effektive Unterstützungsmaßnahmen erforderlich. In diesem Seminar werden Maßnahmen und Ansätze thematisiert und diskutiert, mit denen das Sprachverständnis gefördert werden kann. Es besteht die Möglichkeit, ein Fallbeispiel aus der Berufspraxis vorzustellen, zu diskutieren und als Grundlage für die Planung einer Intervention zu nutzen.
Einen Schwerpunkt dieses Seminars bildet die Zusammenarbeit mit Eltern in der sprachtherapeutischen Praxis. Sie erhalten Hinweise für die Anleitung und Kooperation mit den Eltern sowie Tipps zur Vermittlung von effektiven Unterstützungsmaßnahmen im Alltag. Sie erlernen den im ZEL entwickelten „Heidelberger Elternworkshop – Sprachverständnis" und erhalten die Materialbox zur selbstständigen Durchführung in der Praxis.Welche Kompetenzen erwerben Sie in diesem Seminar?Wissen über effektive Möglichkeiten zur Unterstützung von Kindern mit einer SprachverständnisstörungHandlungskompetenz zur Beratung von Bezugspersonen (Eltern, pädagogische Fachkräfte)
Kenntnisse über kindzentrierte sprachtherapeutische Ansätze zur Behandlung von SprachverständnisstörungenLiteratur
Dittmann, F. & Buschmann, A. (2021). Fallbeispiel:
Sprachverständnisstörungen und Schulleistungsprobleme. Sprachförderung
und Sprachtherapie in Schule und Praxis, 4, 242-246.
Es wird empfohlen Sprachverständnis und-störungen bei Kindern I: Grundlagen und Diagnostik besucht zu haben.Das Seminar ist Teil der
Zertifizierungskurse:
Sprachverständnis und Sprachverständnisstörungen bei Kindern
Sprach-, Sprech-, Kommunikationsstörungen bei Kindern/Jugendlichen
Referent*in: Dr. Falko DittmannZielgruppe: Fachpersonen aus Logopädie, Sprachtherapie, Frühförderung, Psychologie, Sprachheilpädagogik und Sozialpädiatrie
Haben Sie schon darüber nachgedacht, Kindertherapien vermehrt in Kleingruppen durchzuführen? Sind Sie unsicher, wie Sie die Organisation im Praxisalltag gestalten können? Welche Kinder passen zusammen, und bringt das auch den gewünschten Erfolg? In diesem Seminar erfahren Sie, wie Sie Gruppentherapien erfolgreich in Ihrer Praxis umsetzen können und welche Vorteile sie für Kinder, Eltern und Therapeut*innen bieten. Angesichts wachsender Wartezeiten auf logopädische Therapien für Kinder ist es wichtiger denn je, innovative und effektive Behandlungsmethoden zu nutzen. Studien, darunter die THESES-Studie, zeigen, dass die Therapie in Kleingruppen eine vielversprechende Möglichkeit ist, um Kindern schnell und nachhaltig zu helfen. Freuen Sie sich auf praktische Tipps, aktuelle Erkenntnisse und den Austausch mit Kolleginnen und Kollegen. Gemeinsam entdecken wir neue Wege, um die Versorgungssituation für Kinder in Ihrer Region zu verbessern und die Therapieeffizienz zu steigern. Was lernen Sie in der Fortbildung? Wie die Gruppentherapie in den Praxisalltag integriert werden kann Welche Hürden auftreten können und wie diese überwunden werden Vor- und Nachteile der Gruppentherapie Für welche Kinder und Störungsbilder die Gruppentherapie geeignet ist Wie Eltern in den Therapieprozess eingebunden werden können Praktische Ideen und Methoden für die Gruppentherapie Referentin: Dr. rer. nat. Denise Siemons-Lühring Zielgruppe: Fachpersonen aus der Logopädie und Sprachtherapie